Diätfalle: Weihnachten
ZaraZamantha am 19.12.2008

Mareen ist über Weihnachten bei ihrer Familie in Berlin. Es warten nicht nur haufenweise Verwandte, sondern auch haufenweise Kalorienbomben auf sie…und Mareen zittert vor dem Moment, an dem sie ihre Disziplin über Bord wirft und sich völlig ihren Gelüsten hingibt.

Es ist soweit: Weihnachten steht vor der Tür. Ich mache mich auf den Weg in die Heimat, Berlin – ich komme, und freue mich auf meine chaotische Verwandtschaft, die bunt verpackten Geschenke und das Essen. Ja, ich freue mich auf das Weihnachtsessen. Und damit meine ich das, von meinem Stiefvater liebevoll zubereitete, Menü am 24 Dezember. Leckerer Gänsebraten, Rotkohl, Klöße und zum Nachtisch das beste Tiramisu der Welt. Am heiligen Abend so richtig schlemmen gehört für mich genauso zu Weihnachten wie die Geschenke unter den Weihnachtsbaum. Aber damit wäre für mich das Thema Weihnachtsessen auch erledigt. Leider stehe ich mit dieser Meinung ziemlich einsam dar, denn für meine Familie bedeutet das Weihnachtsmenü am heiligen Abend den Beginn des alljährlichen „Fress-Marathons“. Meine Mutter verteilt im gesamten Haus hübsch dekorierte Schalen, gefüllt mit leckeren Pralinen, Schokoladenmännern und anderen süßen Versuchungen.

Schon morgens beim Aufstehen werde ich auf die harte Probe gestellt und muss mich auf dem Weg ins Badezimmer mehrmals an meinen Vorsatz für dieses Jahr erinnern, mich auch an Weihnachten gesund zu ernähren. Sobald ich den Spießrutenlauf überstanden habe und angezogen am Küchentisch sitze, folgt auch schon die nächste Herausforderung. Und das am frühen Morgen. Das Frühstück: kiloweise Kalorienbomben, die jedes hungrige Herz höher schlagen lassen und meine Augen zum glänzen bringen. Am liebsten würde ich mir den Teller randvoll schaufeln, aber ein kurzer Blick auf meine Lieblingsjeans, in die ich nach mehreren quälenden Wochen Grünzeug essen und wie eine Wilde Sport treiben, wieder hineinpasse, genügt und ich begnüge mich mit einem Apfel und einer Scheibe Schwarzbrot. Mmmh…wie lecker. Dafür kann ich dann auch mal das Joggen ausfallen lassen. Schließlich habe ich kaum etwas gegessen. So! Den Tag über wird gefaulenzt und abends bin ich bei Freunden eingeladen. Zum Essen. Schon beim Betreten der Wohnung fällt mein Blick auf eine riesige rote Schüssel, die mitten auf dem Esstisch steht. Ich ahne Schlimmes und beschließe, das Innere der Schüssel zu begutachten. Kartoffelsalat. Mit Zwiebeln, Gurken und einer dicken, fettigen Soße – so wie ich ihn mag. Nach kurzem Überlegen beschließe ich, mir eine kleine Portion zu gönnen. Schließlich ist es unhöflich, das Essen des Gastgebers, auch wenn es meine beste Freundin ist, abzulehnen. Und nichts geht über ein gemütliches Beisammen sitzen, essen und über alte Anekdoten aus dem Leben lachen. Weils so schön ist, genehmige ich mir auch eine zweite Portion und auch zu einem weiteren Nachschlag sage ich nicht nein. Nachdem mein Teller leer gegessen ist und in mir die leise Vermutung aufsteigt, auch dieses Jahr kläglich an meinem Vorhaben gescheitert zu sein, nehme ich meine letzten Kräfte zusammen und beschließe, statt mit der Bahn zu fahren, zu Fuß nach Hause zu laufen. Der Weg war dann doch etwas länger als ich dachte und zuhause angekommen, war das Essen schon wieder verdaut und ich vernahm ein leises Grummeln aus meiner Magengegend. Hunger? Könnte sein. Schließlich habe ich einen langen Fußweg hinter mir. Da es aber schon spät ist, begnüge ich mich mit einem kleinen Schokoladenmann.


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Was denkst du?

  • Schaki am 03.01.2009 um 17:58 Uhr

    der ganze Süßkram hat es mir ganz schön auf die Hüften gegeben :-(((

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  • Nikkiy am 22.12.2008 um 18:09 Uhr

    der war gut. ich hab dieselben probleme...*traurig guck*

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