Glatte Beine

Enthaarungscreme: Wie (gut) funktioniert sie?

Susanne Falleram 18.07.2016 um 17:00 Uhr

Rasierer verursachen Stoppeln und unangenehme Hautirritationen, Waxing und Epilieren hingegen können ziemlich schmerzhaft sein. Für viele Frauen ist deshalb die Enthaarungscreme eine beliebte Alternative, schließlich verspricht sie glatte Haut ohne Schmerzen und ohne großen Aufwand – doch hält Enthaarungscreme wirklich, was sie verspricht?

Enthaarungscreme auftragen, einwirken lassen, mit einem Spatel abziehen – fertig! Wie durch ein Wunder sollen mit Enthaarungscreme alle Haare verschwinden. Lästiges Rasieren oder schmerzhaftes Waxing erscheinen im Vergleich zu diesem Zaubermittel plötzlich als kompliziert, zeitaufwendig und irgendwie unsinnig. Doch sind Enthaarungscreme, Enthaarungsschaum oder Enthaarungslotion wirklich so einfach und effektiv, wie es sich anhört? Oder haben sie im Vergleich zu anderen Enthaarungsmethoden auch Nachteile?

Enthaarungscreme

Enthaarungscreme hilft schnell dabei, glatte Beine zu bekommen

Ist Enthaarungscreme ein Wundermittel oder pures Gift?

Enthaarungscreme ist ebenso wie das Rasieren eine Depilationsmethode, es werden also lediglich die sichtbaren Haare entfernt. Im Gegensatz zur Epilation (wie beim Epilieren, Waxing, Sugaring oder Lasern) werden die Haarwurzeln nicht herausgerissen. Daher kann Dir eine Enthaarungscreme nur bis zu drei Tage lang glatte Beine schenken, dann kommen die ersten Stoppeln schon wieder zurück.

Doch wie werden – ganz ohne scharfe Klingen – die Haare entfernt? In Enthaarungscreme sind alkalische Wirkstoffe wie Thioglycose oder Thiomilchsäure enthalten, die die Haarstruktur aufspalten und so die sichtbaren Haare von ihren Wurzeln lösen. Da Thioglycose jedoch giftig ist, hatte Enthaarungscreme früher einen strengen Geruch, der mittlerweile jedoch mit Duftstoffen übertönt wird. Aufgrund der chemischen Reaktionen ist Enthaarungscreme nicht für empfindliche Stellen geeignet: Vor allem im Intimbereich solltest Du auf eine andere Methode zur Haarentfernung zurückgreifen.

Video: Typische Fehler beim Rasieren

So wendet man Enthaarungscreme an

Da Enthaarungscreme giftige Stoffe enthält, solltest Du vor der großflächigen Anwendung eine kleine Stelle Deiner Haut eincremen. Es empfiehlt sich beispielsweise, die Enthaarungscreme auf der Armbeuge aufzutragen und einige Minuten abzuwarten. Anschließend spülst Du die Creme ab und wartest einen Tag – treten keine Hautreaktionen auf, reagierst Du nicht allergisch, und kannst nun die Enthaarungscreme für Deine Beine, Arme, Achseln und auch die Bikinizone verwenden:

  • Nach dem gleichmäßigen Auftragen auf die feuchte Haut muss die Enthaarungscreme je nach Produkt etwa drei bis zehn Minuten einwirken. Hierfür ist es wichtig, dass Du Dir die Anleitung genau durchliest.
  • Anschließend entfernst Du die Creme mit dem beiliegenden Spatel. Falls Du den Spatel nicht zur Hand hast oder das Hilfswerkzeug nicht in der Packung enthalten war, kannst Du die Enthaarungscreme auch mit einem Waschlappen oder ähnlichem entfernen.
  • Nun solltest Du die enthaarte Stelle gründlich mit lauwarmem Wasser abspülen, um noch vorhandene Cremereste zu entfernen.
  • Damit sich Deine Haut von den Strapazen der chemischen Haarentfernung erholen kann, solltest Du sie anschließend mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme oder Lotion verwöhnen – so kannst Du das glatte Gefühl noch besser genießen!
Glatte Beine

Glatte Beine bekommt man mit Enthaarungscremes, allerdings nur für wenige Tage

Die Vor- und Nachteile von Enthaarungscreme

Vorteil und Nachteil zugleich: Da Enthaarungscreme eine Form der Depilation ist, wachsen die Haare ebenso schnell nach wie bei einer Rasur, durch den chemischen Prozess sind die nachwachsenden Haare jedoch deutlich weicher. Außerdem kannst Du mit Enthaarungscreme verhindern, dass sich nach dem Rasieren lästige Pickelchen bilden und auch Schnittwunden sind dank der sanften Haarentfernung passé! Enthaarungscreme ist noch dazu recht günstig, Du kannst sie zum Beispiel für rund sieben Euro bei Amazon kaufen. Der große Nachteil von Enthaarungscreme liegt in der chemischen Zusammensetzung: Sie kann Deine Haut leicht reizen und allergische Reaktionen hervorrufen. Deshalb ist ein Test vor der ersten, richtigen Anwendung unerlässlich!

Inzwischen gibt es sehr sanfte Enthaarungscremes – sogar für das Gesicht gibt es spezielle Cremes zur Haarentfernung. Falls Du es also satt hast, ständig neue Klingen zu kaufen oder ins Waxing-Studio zu gehen, dann lohnt sich für Dich vielleicht der Griff zur Enthaarungscreme.18

Bildquelle: Dreamstime/Stryjek, iStock/Studio-Annika, iStock/AntonioGuillem

Kommentare (9)

  • Ich persönlich habe keine guten Erfahrungen mit Enthaarungscreme gemacht. Die Haare gingen nicht gut ab und viele sind auch stehen geblieben. Vielleicht habe ich die Enthaarungscreme auch nicht lang genug einwirken lassen, aber ich bin kein Fan davon

  • Zwar tut die Haarentfernung mit Enthaarungscreme nicht weh, aber ich mag das trotzdem nicht. Ich rasiere lieber, anstatt Enthaarungscreme zu benutzen.

  • Früher habe ich immer Enthaarungscreme benutzt, mittlerweile bevorzuge ich Waxing. Das ist irgendwie effizienter.

  • Enthaarungscreme vertrage ich nicht :(

  • ich nehme Enthaarungscreme und Rasierer im Wechsel, bin mit beiden zufrieden!

  • Ich habe mit Enthaarungscreme damals angefangen meine Beine zu rasieren, da war ich glaube ich so um die 12-13. Bin dann aber relativ schnell auf Rasierer umgestiegen weil die Creme immer so gestunken hat und mir das auf dauer auch zu teuer wurde...

  • ich habe leider auch keine allzu guten Erfahrungen mit Enthaarungscreme im Gesicht gemacht (habe einen Damenbart), aber für die Beine finde ich sie klasse!

  • Das letzte Mal, dass ich Enthaarungscreme benutzt habe, ist echt schon einige Jahre her. Fand den Geruch damals so ekelig, dass ich auf Rasieren umgestiegen bin. Aber die Stoppeln sind echt nervig und meine Haut ist teilweise total irritiert davon, vielleicht sollte ich es doch noch mal mit Enthaarungscreme probieren...LG!

  • Im Gesicht würde ich die Enthaarungscreme trotzdem nicht anwenden. Der Wirkstoff bleibt der gleiche und da kann man nicht viel abmildern. Das Zeug löst nunmal Eiweiß auf und genau daraus besteht die Hautoberfläche zu einem großen Teil.


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