Zucker-Behandlung

Sugaring: Erfahrungen mit der Haarentfernung

Susanne Falleram 05.09.2016 um 17:27 Uhr

Neben Waxing und Epilieren hat sich das Sugaring seit einiger Zeit als Methode zur dauerhaften Haarentfernung etabliert. Doch um was handelt es sich hierbei eigentlich genau? Wie schmerzhaft ist Sugaring und was kostet das Ganze überhaupt? Alle Infos und Sugaring-Erfahrungen teilen wir hier mit Dir.

Sugaring gibt es nicht erst seit Kurzem. Seinen Ursprung hat es unter dem Namen Halawa im Orient, wo es schon seit Jahrhunderten für die Haarentfernung, zum Beispiel an den Beinen oder der Bikinizone, verwendet wird. Die Grundlage ist eine zähe, warme Zuckermasse, die auf die trockene Haut aufgedrückt und in Wuchsrichtung wieder abgezogen wird. So werden die Haare mitsamt der Wurzeln herausgerissen. Wenn Du Dich auch für das Sugaring interessierst, aber bisher noch keine Erfahrungen damit hast, kannst Du hier alles Wichtige nachlesen.

Sugaring

Unser Tipp: Bevor Du es selbst ausprobierst, informiere Dich über die Sugaring-Erfahrungen von anderen.

Sugaring-Erfahrungen: Häufige Fragen beantwortet

1. Wie schlimm sind die Schmerzen?

Da sollte man sich nichts vormachen: Sugaring kann weh tun. Da die Zuckerpaste zwei- bis dreimal über die selbe Hautstelle gerieben und ruckartig abgezogen wird, bis alle Haare entfernt sind, ist die Prozedur kein Zuckerschlecken. Doch nach den ersten Malen gewöhnt man sich an den Prozess, wodurch die Schmerzen als nicht mehr so stark wahrgenommen werden. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Bis zu sechs Wochen bleiben die Beine rundum schön glatt. Damit ist die Zucker-Methode länger haltbar als das klassische Rasieren.

2. Eignet sich Sugaring für den Intimbereich?

Sugaring kann an allen Körperpartien angewendet werden. Durch die hautschonende Haarentfernung kann es also auch an empfindlichen Hautbereichen wie der Bikinizone, aber zum Beispiel auch den Achseln und sogar dem Gesicht angewendet werden.

3. Wie hautschonend ist die Methode?

Die Sugaring-Paste hat einen ganz besonderen Vorteil: Sie legt sich ausschließlich um die Haare und klebt nicht an der Haut fest. So werden beim Abziehen, das immer in Wuchsrichtung geschieht und dadurch ebenfalls recht sanft ist, keine kleinen Hautpartikel mit heruntergerissen. Damit ist diese Enthaarungsmethode besonders sanft zur Haut. Zudem sind alle Inhaltsstoffe der Zuckerpaste natürlichen Ursprungs. Dies bietet den Vorteil, dass Sugaring zur Haarentfernung dank geringer Hautirritationen auch für Allergiker oder Personen mit empfindlicher Haut, Akne oder Schuppenflechte geeignet ist.

Übrigens: Hautirritationen sind bei einer klassischen Nassrasur ein typisches Problem. Welche Fehler Du deshalb unter anderem vermeiden solltest, wenn Du neben dem Sugaring trotzdem ab und zu zum Rasierer greifen willst, kannst Du Dir hier ansehen:

4. Wie lang müssen die Haare zum Entfernen sein?

Bereits ab einer Haarlänge von 0,3 cm lässt sich das Sugaring durchführen. Man muss also nicht erst warten, bis die Haare in ihrer ganzen Pracht die Haut bedecken.

5. Wie läuft die Sugaring-Behandlung genau ab?

Die Sugaring-Expertin klärt Dich bei Deinem Termin darüber auf, was während der Behandlung passieren wird und welche Kleidungsstücke Du ablegen musst. Auch während der Behandlung erläutert sie die nächsten Schritte. Vor der Behandlung wird die Zuckerpaste auf ca. 30 Grad angewärmt. Dann knetet die Kosmetikerin diese in den Händen, um sie geschmeidig zu machen. Die klebrige Paste wird genau an der Stelle aufgesetzt, an der Haare entfernt werden sollen, dann leicht verstrichen und in Haarwuchsrichtung wieder abgezogen. Diese Prozedur wird so lange durchgeführt, bis alle Haare entfernt sind und die Haut schön glatt ist.

Nach der Behandlung werden die enthaarten Stellen mit kühlendem Aloe-Vera-Gel eingecremt. 24 Stunden nach dem Sugaring solltest Du nicht ins Solarium gehen oder ein Sonnenbad nehmen. Auch auf Sport solltest Du einen Tag lang verzichten. Je nach Körperpartie sollten auch Cremes und Deospray nicht zum Einsatz kommen, um die Haut nicht zu reizen. Cremes oder übermäßiges Schwitzen – wie etwa beim Sport – können Hautirritationen erzeugen, die im schlimmsten Fall zu Entzündungen der betroffenen Hautstellen führen. Nach drei Tagen solltest Du ein mildes Peeling anwenden. Dadurch wird die oberste Hautschicht sanft gelöst, so dass nachwachsende Haare nicht einwachsen. Falls das doch passiert, siehst Du hier, was Du gegen eingewachsene Haare tun kannst.

6. Wie hoch sind die Kosten für das Sugaring?

Lässt man die Haare professionell entfernen, muss man mit Kosten zwischen 10 und 50 Euro rechnen. Die Preise sind abhängig vom Waxing-/Sugaring-Studio bzw. der Kosmetikerin und der zu enthaarenden Partien. Die Enthaarung im Gesicht gibt es meistens schon für 8 bis 12 Euro, Beine oder Bikinizone kosten zwischen 25 und 40 Euro. Am besten informierst Du Dich vorher genau über die Kosten und vergleichst auch die Angebote der Studios untereinander. Alternativ lässt sich das Sugaring zu Hause selber machen.

Sugaring

Sugaring kann auch an empfindlichen Körperstellen angewendet werden.

Sugaring vs. Waxing: Worin liegen die Unterschiede?

Bleibt nur noch die Frage: Was ist der Unterschied zwischen Sugaring und dem klassischen Waxing? Bei beiden Methoden werden die Haare schließlich dank einer klebrigen Masse mitsamt der Wurzel aus der Haut gerissen. Dennoch gibt es einige Unterschiede und vor allem Vorteile des Sugarings:

  • Die Zuckerpaste wird punktgenau auf die zu enthaarende Stelle aufgetragen und dann sanft in Haarwuchsrichtung abgezogen. Beim Waxing hingegen wird das Haar entgegen der Wuchsrichtung entfernt, wodurch es schneller zum gewünschten Ergebnis führt, allerdings auch rabiater ist und die Haut stärker reizt.
  • Ein weiterer Vorteil des Sugarings: Es ist genauer als das Waxing und kann auch in kleinen Hautfältchen und an empfindlichen Stellen eingesetzt werden. Sogar kleine Muster können, ähnlich wie bei einer Intimrasur, mit den Haaren gemacht werden.
  • Wachs, ob im Tiegel oder fertig als Wachsstreifen, ist in jeder Drogerie erhältlich. Die Zuckerpaste ist eher in Onlineshops wie Amazon als in Läden erhältlich. Allerdings lässt sie sich ja auch ganz einfach selber machen.

Solltest Du darüber nachdenken, aufs Rasieren zu verzichten und stattdessen eine länger anhaltende Methode zu wählen, ist Sugaring eine gute Alternative zum Waxing. Die natürlichen Inhaltsstoffe der Zuckerpaste, die Haarentfernung in Wuchsrichtung und die Möglichkeit, auch sehr kurze Haare entfernen zu lassen, sprechen für sich. Gerade im Sommer ist Sugaring die perfekte Möglichkeit, lästige Haare für ein paar Wochen verschwinden zu lassen. Hast Du vielleicht schon Sugaring-Erfahrungen gesammelt? Dann teile sie gern mit uns!

Bildquelle: iStock/rusak, iStock/Pilin_Petunyia

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