Schmerzhaft?

Der erste Besuch: So ist die Waxing Erfahrung

Jessica Tomalaam 06.07.2016 um 11:52 Uhr

Längst lässt sich nicht mehr nur die Hollywood Prominenz fachmännisch die Haare ausreißen, auch bei uns in Deutschland wagen sich immer mehr Frauen und auch Männer ins Waxingstudio. Allerdings liegt Waxing laut einer Umfrage zu den beliebtesten Arten der Haarentfernung im Jahr 2015 bei uns nur bei 3,8 Prozent, weit hinter Einweg-Nassrasierern (28,3 Prozent) und System-Nassrasierern (18,3 Prozent). Doch was erwartet Dich beim ersten Waxing? Was gibt es zu beachten, welche Risiken bestehen und was kannst Du tun, damit es nicht ganz so weh tut?

Heißes Wachs auf unserer sensiblen Haut, das mit einer schnellen Handbewegung ausgerissen wird– kein Wunder, dass wir nur bei dem Gedanken schon schmerzverzerrt unser Gesicht verziehen. Wir sagen Dir, wie die erste Waxing Erfahrung im Normalfall abläuft und was Du vor und nach dem Besuch des Kosmetikstudios beachten solltest.

Waxing

Die erste Waxing Erfahrung kann leider etwas schmerzhaft sein.

Was ist Waxing eigentlich?

Waxing bezeichnet die Haarentfernung mit Hilfe von Wachs. Die Haare werden im Gegensatz zur Rasur, samt der Wurzel entfernt. Dadurch verlangsamt sich das Haarwachstum deutlich. Die nachwachsenden Haare werden nach mehreren Besuchen im Kosmetikstudio außerdem dünner und weicher als zuvor. Sofern Du sie nicht zwischendurch rasierst. Deshalb ist der dritte oder vierte Waxing-Besuch auch meist weniger schmerzhaft als Deine erste Waxing Erfahrung.

Auch wenn man vielleicht anderes erwarten würde: Waxing ist keine Erscheinung der Neuzeit. Schon Cleopatra soll ihrer Körperbehaarung mit warmem Bienenwachs den Kampf angesagt haben, während Cäsar sich mit einer Pinzette aus Elfenbein jedes Haar einzeln auszupfen lassen haben soll. Auch Fledermausblut, Pech oder geschliffene Muscheln kamen früher bei der Haarentfernung zum Einsatz. Wie schön, dass all das lange her ist und man heute einfach ins Kosmetikstudio gehen kann.

Erste Waxing Erfahrung: So solltest Du Dich vorbereiten

Damit Deine Haare lang genug sind und leichter ausgerissen werden können, solltest Du Dich eine Woche vor Deinem Waxing-Besuch an den Stellen, die Du waxen lassen willst, nicht mehr rasieren. Das Wachs zieht die Haare nämlich erst ab etwa einem Millimeter ab. Vor Deinem ersten Besuch im Waxing-Studio empfiehlt es sich, die Poren Deiner Haut mit einem warmen Bad oder warmen Kompressen zu öffnen. Dadurch wird Deine Haut weicher. Das kann nicht nur die Schmerzen verringern, sondern auch Hautirritationen im Nachhinein vorbeugen, da sich die Haarfollikel durch die geöffneten Poren besser lösen lassen. Auch ein leichtes Peeling vor dem Waxing solltest Du in Erwägung ziehen. Schließlich führst Du das Waxing durch, um Deine Haut danach zeigen zu können und willst sie nicht wegen roter Pusteln und Pickelchen verstecken müssen.

Erste Waxing Erfahrung: Wie wird Waxing durchgeführt?

Zuerst wird meist ein Spray aufgesprüht, das zur Entfettung und zur Desinfektion dienen soll. Die Kosmetikerin trägt nun meistens Warmwachs auf Honigbasis mit einem Holzspatel auf, das sie vorher erhitzt hat. Das Wachs ist ziemlich heiß, vor allem im Intimbereich musst Du dann vielleicht kurz die Zähne zusammenbeißen. Natürlich sollte das Wachs aber nicht so heiß sein, dass Du Verbrennungen davonziehst. Wenn es Dir wirklich viel zu heiß ist, solltest Du deshalb der Kosmetikerin Bescheid geben. Dann drückt sie ein Stoff- oder Vliesstreifen auf das noch warme Wachs und nach dem Erkalten mit einem Ruck gegen die Wuchsrichtung abgezogen. Autsch! Das war Deine erste Waxing Erfahrung. Ziemlich schmerzhaft. Damit Deine Haut sich erholen kann, solltest Du nach der Behandlung eine Pflegecreme auf die Haut auftragen. Achte aber darauf, dass sie keine unnötigen Parfümstoffe enthält, da diese Deine Haut zusätzlich irritieren könnten. Nach dem Waxing solltest Du außerdem rund 24 Stunden lang auf Sauna und Sonnenbaden verzichten. Auch von zu enger Kleidung raten Kosmetikerinnen erstmal ab, da diese Reibung verursacht, was wiederum zu unschönen Pickelchen und Hautreizungen führen kann. Regelmäßige Peelings helfen, das Risiko von eingewachsenen Haaren nach dem Waxing zu verringern.

Erste Waxing Erfahrung: Das sind die Vorteile

Der offensichtlichste Vorteil des Waxing ist die dauerhafte Glattheit der Haut. In der Regel liegen etwa drei bis vier Wochen zwischen den einzelnen Waxing Behandlungen. Das schafft kein Rasierer und auch keine Enthaarungscreme. Außerdem nimmt die Dicke der einzelnen Haare von Anwendung zu Anwendung ab. Im Gegensatz zur Rasur sind die Haare beim Waxing auch nicht stoppelig, da sie beim Waxing samt Wurzel entfernt werden und so beim Nachwachsen weiche Spitzen haben. Auch, wenn Du Piercings im Intimbereich hast, stellt Waxing eine sichere Alternative zur Rasur da.

Erste Waxing Erfahrung: Das sind die Nachteile

Der größte Nachteil ist natürlich ohne Frage der Schmerz, den Du dabei über Dich ergehen lassen musst. Aber immerhin kannst Du Dich darauf freuen, dass dieser von Behandlung zu Behandlung abnimmt. Im Prinzip ist Waxing wie das gute alte Pflasterabziehen: Je ruckartiger, desto schneller ist es vorbei. Ein weiterer Nachteil des Waxings besteht darin, dass es leicht zu eingewachsenen Haaren kommen kann. Mit regelmäßigen Peelings und Massagen mit einem Luffaschwamm kannst Du dem entgegenwirken. Dennoch solltest Du Hautirritationen und Entzündungen gerade nach dem Waxing des Intimbereichs oder der Achselhöhlen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wenn Waxing fachmännisch durchgeführt wurde, ist es eine sichere und hygienische Art der Haarentfernung. Trotzdem solltest Du immer pfleglich mit Deiner Haut umgehen und beim Verdacht auf eine Entzündung Deinen Arzt aufsuchen. Ein weiterer Nachteil sind die hohen Kosten: Für ein komplettes Waxing der Beine können etwa 30 bis 40 Euro fällig werden, ein Bikini-Waxing liegt zwischen 12 und 30 Euro.

Bildquelle: iStock/vladans

Kommentare (6)

  • Mach das regelmäßig. Bikinizone ist wirklich schmerzhaft, aber meine Kosmetikerin quatsch währenddessen mit mir und damit werde ich etwas abgelenkt. Sie macht ihre Arbeit trotzdem gut. Um nicht alle 3 Wochen bei ihr einen Termin zu machen überbrücke ich es mit einem Depiliergerät - damit habe ich aber in der Bikinizone meine Schwierigkeiten. 😬

  • Epiliert habe ich auch noch nicht, traue mich noch nicht so ganz aber ich werd es demnächst mal ausprobieren. Sonst rasier ich immer normal aber wenn man die beine morgens rasiert sind bei mir abends schon wieder stoppeln da-.-

  • Habs mal mit epilieren versucht. Aber irgendwie funktioniert das bei mir nicht x] Obwohl ich alles richtig gemacht habe!

  • Ich hab mal creme benutzt und fand es gut (meine beine waren danach babyzart).

  • ich auch nciht :D

  • in der BIKINIZONE?????? GOTT!!!! ich halt das an den Beinen kaum aus!!!!!!!!!!


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