Contouring
Diana Heuschkelam 23.07.2015

Contouring ist eine Kunst für sich – aber eine, die man schnell erlernen kann. Und das lohnt sich auch, denn mit Contouring machst Du Dein Gesicht noch interessanter und ausdrucksstärker und holst so das Beste aus Dir heraus! Hier erfährst Du alle Basics dieser besonderen Art der Gesichtsgrundierung und wir erklären Dir in wenigen Schritten, wie das richtige Contouring für Deine Gesichtsform aussieht.

Richtiges Contouring kann viel mehr leisten, als eine normale Gesichtsfoundation, bei der Du nur ein Puder oder Flüssig-Make-up benutzt. Denn durch die verschiedenen Nuancen, die Du beim Contouring nach und nach auf Dein Gesicht aufträgst, kannst Du besonders schöne Partien Deines Gesichts betonen und weniger schöne kaschieren. Findest Du Deine Wangenknochen etwas zu klein oder Deine Nase etwas zu groß? Kein Problem, denn durch geschicktes Contouring bekommst Du dies schnell in den Griff. Generell gilt: Was beim Konturieren dunkler gemacht wird, rückt optisch nach hinten – was heller geschminkt wird, erscheint weiter vorne. Durch diesen 3D-Effekt kannst Du kontrollieren, welche Gesichtszüge eine besonders prominente Rolle in Deinem Gesicht spielen sollen und welche Du etwas aus dem Fokus rückst. Wie Du das am besten für Deinen Gesichtstyp umsetzt, was Du vorab beachten musst und welche Produkte dafür zu Deinem Make-up-Repertoire gehören sollten, das erfährst Du in den folgenden Abschnitten!

Step 1: Ermittele vor dem Contouring Deine Gesichtsform!

Vorab sollte vielleicht noch gesagt werden: Natürlich spricht nichts gegen eine breite Nase oder ein großes Kinn. Markante Gesichtszüge machen ein Gesicht oft erst richtig interessant und tragen zu unserer Individualität bei. Man denke nur mal an Cara Delevingnes Augenbrauen, an Christina Riccis hohe Stirn oder an Benedict Cumberbatchs süßes Ottergesicht. Perfektion ist eben langweilig! Trotzdem kann es richtig Spaß machen, das Beste aus sich herauszukitzeln und sich so noch einen Extraschub Selbstbewusstsein zu verpassen. Mit Contouring kannst Du genau das erreichen. Dafür solltest Du zunächst wissen, welche Gesichtsform Du hast, denn diese entscheidet darüber, an welchen Stellen in Deinem Gesicht Du wie viel helles oder dunkles Make-up einsetzen solltest:

Eckige Gesichtsform: Sind die Knochen Deines Kiefers ungefähr so breit wie Deine Stirn, dann hast Du ein eher eckiges Gesicht. Indem Du mehr mit dunklen als hellen Nuancen arbeitest, die Du besonders im seitlichen Stirn- und Kieferbereich aufträgst, kannst Du Dein Gesicht etwas weicher zeichnen. Setze zusätzlich ein paar Highlights in der Mitte Deiner Stirn und auf dem Kinn, um diesen Effekt noch zu verstärken.

Ovale Gesichtsform: Bei dieser Gesichtsform sind die Wangenknochen oft sehr ausgeprägt und die Stirn im Vergleich eher schmal. Hast Du ein solches Gesicht, musst Du nur die natürlichen Linien Deiner Gesichtsstruktur nachzeichnen, denn sie wirkt von Natur aus schon sehr harmonisch. Dunkle Töne solltest Du am besten am mittleren Haaransatz, den Schläfen, unter den Wangenknochen und auf Deinem Kinn einsetzen. Im Anschluss kannst Du die übrigen Gesichtsbereiche nach Belieben mit Highlighter betonen.

Runde Gesichtsform:
Wenn Dein Gesicht so breit wie lang und Deine Kieferpartie abgerundet ist, hast Du ein eher rundes Gesicht. In diesem Fall solltest Du mit dem Highlighter sehr sparsam umgehen und stattdessen bei Bronzer und Co. zugreifen. Trage dunkle Töne von der Schläfe, über den unteren Bereich der Wangenknochen, bis hin zum seitlichen Kiefer in einer E-Form auf beide Seiten Deines Gesichts auf. So hilft Dir das Contouring dabei, Dein Gesicht optisch zu verschmälern.

Herzförmige Gesichtsform:
Menschen mit dieser Gesichtsform haben eine schmal zulaufende untere Gesichtshälfte und eine breite Stirn. Um dieses Verhältnis optisch anzugleichen, muss beim Contouring im Stirnbereich mit dunklen Tönen und im oberen Wangen- und Kinnbereich mit Highlighter gearbeitet werden. Ein weiterer heller Akzent kann mittig auf die Stirn gesetzt werden.

Step 2: Contouring-Hilfsmittel und das richtige Make-up

Wenn Du nun Deinem Gesicht eine der oben genannten Formen zugeordnet hast, fehlt noch eines, bevor Du loslegen kannst: Dein Schminkwerkzeug. Das ist gar nicht mal so viel, wenn man direkt zu den richtigen Nuancen greift. Zunächst mal benötigst Du eine Foundation, entweder in Form eines Puders oder eines Flüssig-Make-ups. Die Foundation (findest Du zum Beispiel auf Amazon) sollte immer zwei Nuancen heller sein als Dein Hautton. Wenn Du Dir beim Kauf unsicher bist, teste das Make-up zunächst auf Deinem Handrücken und finde die Farbe, die Deinem Teint am ähnlichsten ist. Von diesem Ton gehst Du dann zwei Nuancen ins Helle und schon hast Du Deinen Highlighter gefunden. Dann brauchst Du noch ein dunkles Rouge oder einen Bronzer. Diese sollten aber nur ein bis zwei Nuancen dunkler sein als Deine Hautfarbe. Ob Dein Bronzer oder Rouge glänzende Pigmente enthalten oder lieber matt sein soll, ob Du eher Terracotta-Töne oder einen rosa Farbton wählst, ist Deiner persönlichen Präferenz überlassen. Außerdem benötigst Du für das Contouring noch einen Schwamm, um flüssiges Make-up gut verteilen zu können, sowie einen abgerundeten, buschigen Pinsel zum Auftragen des Puders und zum Verblenden der Konturierung.

Step 3: Der Feinschliff

Wenn Du die richtigen Hilfsmittel für das Contouring zur Hand hast, trage Bronzer, Rouge und Highlighter wie oben beschrieben, passend zu Deiner Gesichtsform, auf. Achte darauf, dass Du die hellen und dunklen Töne gut ineinander verblendest. Mache dafür viele kreisende Bewegungen mit dem Pinsel und vergiss dabei nicht, auch die Bereiche unterm Kinn und am Kieferrand in Richtung Hals auszublenden. Wenn Du Deine Nase schmaler schminken willst, trage ein dunkles Puder oder ein eher bräunliches Rouge auf die Seiten Deines Nasenrückens auf. Glänzende oder rötliche Töne sind hierfür nicht gut geeignet. Für einen stärkeren Effekt kannst Du zusätzlich noch etwas Highlighter oben auf den Nasenrücken auftragen. Augenringe wirst Du mit Deinem Highlighter, oder, wenn dieser zu hell ist, mit einem Concealer los.

Contouring: Letzte Tipps und Tricks

Erster und wichtigster Contouring-Tipp: Nimm Dir viel Zeit für das Verblenden! Dies kann gar nicht genug betont werden, denn die meisten Contouring-Pannen passieren, wenn man vergisst, sich die Zeit zu nehmen, die Farben sanft ineinander übergehen zu lassen. Dann sieht man nämlich schnell aus wie ein Clown. Aus demselben Grund ist es ratsam, dass Du Dir einen Schminkplatz mit ausreichender Beleuchtung suchst, denn die Intensität Deiner Konturierung siehst Du erst so richtig unter hellem oder Tageslicht. Dies hilft Dir dabei einzuschätzen, wie tief Du in den Farbtopf greifen musst, um beim Contouring schon eine ausreichende, aber trotzdem noch subtile Wirkung zu erzielen. Soll Dein konturiertes Gesicht besonders lange halten, besonders stark decken oder besonderen Herausforderungen standhalten, verwende am besten ein Camouflage-Make-up.

Mit Countouring kannst Du ganz einfach Deine schönsten Gesichtszüge betonen und Deine Unsicherheiten verschwinden lassen. Deshalb ist Contouring auch ein beliebter Trick der Hollywood-Stylisten, denn mit dieser Art der Grundierung können sie den Hollywood-Beauties in kurzer Zeit eine zusätzliche Portion Glamour verschaffen.

Bildquelle: iStock/Kazzakova


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