Naturkosmetik: Aus 100 Prozent Natur?
Anett Pohlam 31.05.2011
Naturkosmetik: 100 Prozent Natur?

Stecken in Naturkosmetik wirklich nur natürliche Inhaltsstoffe?

Wie viel Natur steckt wirklich in der sogenannten Naturkosmetik? Die meisten Verbraucher lassen sich von den Aufschriften der Produkte täuschen, sollten aber das Kleingedruckte lesen, um auch wirklich Naturkosmetik zu erhalten.

Es scheint fast dasselbe Dilemma wie mit den Bio-Produkten im Supermarkt zu sein: Jeder kann es auf die Verpackung schreiben, ohne, dass der Inhalt geprüft wird. Denn der Begriff „Bio“ ist in Deutschland nicht geschützt und so ist es nicht verwunderlich, dass auch die Kosmetikindustrie den Trend der deutschen Verbraucher nutzt und „bio“, „natur“ oder „organisch“ auf ihre Beauty-Produkte schreibt. Wie Jenny Pohl, Sprecherin des Bundesverbands deutscher Industrie-und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und Körperpflegemittel (BDIH,) nun laut „Welt Online“ erklärte: „(…) Nicht überall, wo Natur drauf steht, ist auch Natur drin.“ Green Washing nennt sich die Irreführung der Verbraucher, die auch in anderen Branchen immer öfter Einzug erhält: Natürlichkeit werde zwar auf den Verpackungen versprochen, die Pflegemittel seien allerdings zum Teil mit Substanzen auf Mineralölbasis angereichert.

Allerdings bleibt immer noch die Frage: Tue ich meiner Haut damit gut? Ist Naturkosmetik besser oder schaden die Wirkstoffe wohlmöglich genauso, wie andere industriell gefertigte Beauty-Produkte? Der Qualitätssiegel des BDIH, die Plakette von NaTrue oder der Ecocert-Hinweis seien gute Möglichkeiten, Naturkosmetik im Regal zu erkennen, erklärte Birgit Huber vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) laut „Welt Online“. Um außerdem die “echte” Naturkosmetik erkennen zu können, muss dem Verbraucher bewusst werden, dass einige Produkte, wie etwa Haarcolorationen, schlichtweg nicht aus natürlichen Inhaltsstoffen bestehen können. Sie enthalten meist chemisch hergestellte Wirkstoffe wie Wasserstoffperoxid, die nicht auf natürlicher Basis entwickelt werden können. Die Abbildung einer Blüte auf den Verpackungen bedeutet eben nicht gleich, organisch hergestellt zu sein.

In Sachen Wirksamkeit und Hautverträglichkeit soll es laut Huber nur wenige Unterschiede zwischen Naturkosmetik und anderen Beauty-Produkten geben. Wer chemische Beauty-Produkte aus seinem Badezimmerschrank verbannen möchte, sollte sich vorher jedoch fachkundig beraten lassen, denn auch die Produkte aus Kamille, Rose und Orange können Allergien hervorrufen.


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Was denkst du?

  • Tee91 am 02.06.2011 um 17:53 Uhr

    ich guck mir vorher immer die inhaltsstoffe an,sowohl bei nk,als auch bei kk.wenn da silikone,parabene oder anderer müll drin ist (bei echter nk natürlich ausgeschlossen) kauf ichs nicht und fertig! und auch beim haare färben verzichte ich auf chemie,bin mit PHF hundertmal zufriedener als mit jeder herkömmlichen coloration 😛

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