Nicht komedogenes Make-up
Anna Groß am 05.05.2017

Was ist nicht komedogenes Make-up? Wir verraten dir, was hinter dem Begriff steckt und welche Vorteile komedogene Kosmetik für dein Hautbild haben kann.

Die wichtigsten Fakten über nicht komedogenes Make-up

Nicht komedogene Kosmetik

Mitessern und Pickeln kannst du nur mit nicht komedogener Kosmetik zu Leibe rücken.

Du leidest unter unreiner Haut, obwohl du im Kampf gegen Pickel und Mitesser regelmäßig und gewissenhaft auf Gesichtswasser, Reinigungsmilch sowie Abschminktücher zurückgreifst? Vielleicht setzt du auf das falsche Pferd:

Wenn deine Reinigungs-, Pflege- und Make-up-Produkte komedogen sind, können sie Hautunreinheiten verursachen, statt sie zu bekämpfen. Nicht komedogene Kosmetik kann dir wieder zu einem strahlend schönen Teint verhelfen.

#1 Was ist nicht komedogenes Make-up?

Der Begriff „komedogen“ ist auf das lateinische Wort „comedere“ zurückzuführen, das „essen“ bedeutet – hiervon leitet sich auch der Fachbegriff für Mitesser, Komedo, ab. Komedogene Produkte gelten demnach oftmals als mitverantwortlich, dass deine Haut von den kleinen, schwarzen Punkten gezeichnet ist. Nicht komedogene Kosmetik vermeidet hingegen Unreinheiten, die zu Mitessern und Pickeln führen können. Nicht komedogenes Make-up ist so zusammengesetzt, dass es die Poren deiner Haut nicht verstopft und Hautunreinheiten gar nicht erst eine Entstehungsgrundlage liefert.

#2 Bei welchem Hauttyp hilft das Make-up?

Nicht komedogenes Make-up eignet sich prinzipiell für jeden Hauttyp. Doch gerade beim Schminken von fettiger Haut oder Mischhaut bietet es eine Lösung, eine Foundation aufzutragen, ohne dass gleich am nächsten Tag die Pickel sprießen. Als Make-up für trockene Haut oder für ein normales Hautbild ist seine Verwendung nicht zwingend notwendig, weshalb du dir die mitunter kostenintensivere Anschaffung für diese Fälle gut überlegen solltest.

Tipp: Du bist dir bei deiner Haut nicht sicher? Teste hier, welcher Hauttyp du bist!

#3 Es besteht keine Kennzeichnungspflicht

Immer öfter werden entsprechende Produkte deutlich als „nicht komedogen“ gekennzeichnet. Eine gesetzliche Regelung, wann ein Hersteller seinen Artikel mit dem Verweis „nicht komedogen“ auszeichnen darf, besteht allerdings nicht. Wenn du also nicht komedogenes Make-up kaufen möchtest, solltest du die Kosmetika sicherheitshalber immer auf ihre Inhaltsstoffe überprüfen. Ebenso gut kann es vorkommen, dass ein Beauty-Produkt „nicht komedogen“ ist, aber noch nicht als solches gekennzeichnet wurde.

Es besteht keine Kennzeichnungspflicht für komedogenes Make-up

Prüfe vorm Kauf stets die Inhaltsstoffe aller Produkte, um einem bösen Erwachen zu entgehen.

#4 Diese komedogenen Inhaltsstoffe solltest du meiden

Laut einer Untersuchung von Öko-Test gelten einige Substanzen als komedogen, die besonders gerne im Kampf gegen Unreinheiten eingesetzt werden. Wenn du auf dem Produkt deiner Wahl in der Liste der Inhaltsstoffe die folgenden Begriffe vorfindest, solltest du künftig lieber die Finger davon lassen – all diese Wirkstoffe gelten als besonders komedogen:

  • Algae Extrakt (Algenextrakt)
  • Brom
  • Cera Microcrystallina (Mineralöl)
  • Ceresin (Mineralöl)
  • Cocoa Butter
  • Coconut Oil
  • Cyclomethicone (Silikon)
  • Dimethicone (Silikon)
  • Isopropylmyristat (Wachs)
  • Jod
  • Methicone (Silikon)
  • Microcrystalline Wax (Mineralöl)
  • Mineral Oil (Mineralöl)
  • Ozokerit
  • Paraffinöl
  • Paraffinum Liquidum (Mineralöl)
  • Paraffinum Subliquidum (Mineralöl)
  • Parfüm
  • PEG (Polyethylenglykole, enden in der Bezeichnung auf „-eth“, wie z.B. Ceteareth-8)
  • Petrolatum (Mineralöl)
  • Pinus (Holzteer)
  • Polysiloxane (Silikon)
  • Theobroma Cacao
  • Vaseline (Mineralöl)
  • Wheat Germ Oil (Weizenkeimöl)

Tipp: Eine Liste mit weiteren komedogenen Inhaltsstoffen findest du hier.

Zu unserer Verwunderung wird sogar Kokosöl als komedogen eingestuft! Dabei soll Kokosöl fürs Gesicht doch eigentlich Wunder wirken!?

#5 Ölfreies Make-up ist nicht gleich „nicht komedogen“

Wenn du jetzt glaubst, dass ein ölfreies Make-up schon die Lösung des Problems wäre, müssen wir dich leider enttäuschen. Produkte mit dem Hinweis „ölfrei“ verzichten zwar tatsächlich auf Fette und Mineralöle, dürfen jedoch jede Menge Silikonöle enthalten, da diese laut Europäischer Kosmetikverordnung nicht als Öle gelten.

#6 Auch Öle können „nicht komedogen“ sein

Anders, als vielleicht vermutet, können auch Öle vereinzelt „nicht komedogen“ sein. So wirken zum Beispiel Arganöl, Jojobaöl oder Traubenkernöl entzündungshemmend und lassen Pickel schneller abheilen. Aloe Vera, Hamamelis oder Kamille und Panthenol sind weitere nicht komedogene Inhaltsstoffe, die beruhigend auf die Haut wirken und Irritationen mildern können.

Ölfreies Make-up: Darum ist es gut für dich

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Nicht jedes ölfreies Make-up ist nicht komedogen

Unfassbar! Tatsächlich ist nicht jedes ölfreies Make-up zugleich ein nicht komedogenes Make-up.

#7 Jede Haut reagiert anders auf Komedogene

Natürlich müssen komedogene Inhaltsstoffe nicht zwangsläufig Unreinheiten hervorrufen, denn jede Haut ist anders. So kann es passieren, dass du eine Waschlotion super verträgst, die Haut deiner besten Freundin aber überhaupt nicht damit zurechtkommt – denn auch nicht komedogene Wirkstoffe können die Haut angreifen. Deshalb solltest du stets testen, welche Produkte am besten zu dir und deiner Haut passen bzw. sie tatsächlich reinigen und pflegen, statt sie noch mehr zu belasten. Das kann zwar zeitaufwendig werden – aber wenn du die perfekten Reinigungs-, Pflege- und Make-up-Produkte für dich erst einmal gefunden hast, wirst du froh sein, diesen Weg gegangen zu sein.

#8 Auch nicht komedogene Kosmetik kann schaden

In vielen nicht komedogenen Produkten steckt der Wirkstoff Benzoylperoxid. Besonders, wenn du sensible Haut hast, ist dieser ebenfalls mit Vorsicht zu genießen. Der Wirkstoff soll dafür sorgen, dass deine Poren geöffnet werden und der überschüssige Talg, der für die Mitesser verantwortlich ist, verschwindet. Dabei geht Benzoylperoxid nicht gerade sanft zu Werke – bei empfindlicher Haut können manche Beauty-Artikel, wie eine nicht komedogene Creme, also durchaus zu Reizungen und Rötungen führen.

Nicht komedogenes Make-up kaufen

Vor allem Kosmetiklinien wie La Roche Posay, Avène und Vichy, die in der Apotheke erhältlich sind, verzichten auf komedogene Inhaltsstoffe und setzen stattdessen auf Wirkstoffe, die nicht verdächtigt werden, Unreinheiten zu verstärken, sondern diese wirklich bekämpfen sollen. Aber auch diverse andere Beauty-Marken folgen dem Trend und machen ihr nicht komedogenes Make-up online verfügbar – hier eine Auswahl:

  • „Soft Resistant Make-up“ von Max Factor (Gibt’s hier*)
  • „Toleriane Teint mattierendes Mousse Make-up“ von La Roche-Posay (Gibt’s hier*)
  • „Mineral Powder Foundation“ von Artdeco (Gibt’s hier*)
  • „Superpowder Double Face Powder“ von Clinique (Gibt’s hier*)
  • „Synchro Skin Lasting Liquid SPF20“ von Shiseido (Gibt’s hier*)

Wer hätte das gedacht: Auch viele Produkte, die gegen unreine Haut helfen sollen, sind komedogen! Auf Öle, Wachse & Co. zu verzichten, ist der erste Schritt in Richtung reinere Haut – und leider gehört auch das aufmerksame Studium der Inhaltsstoffe dazu.

Bildquellen: iStock/VladimirFLoyd, iStock/robertprzybysz, iStock/RomarioIen, iStock/pogrebkov

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Was denkst du?

  • AlexiHexi am 06.12.2013 um 11:45 Uhr

    Ich benutze auch Produkte von Avene und trotzdem gehen die Pickel nicht weg!

    Antworten
  • tiffany301 am 10.09.2013 um 13:42 Uhr

    nachdem ich den Artikel gelesen habe, werde ich heute Abend direkt mal meine Kosmetikprodukte auf die Probe stellen und schauen, ob sie komedogen sind. Hoffentlich sind sie es nicht

    Antworten