Wimpernverlängerung Erfahrungen

Beauty-Test

Wimpernverlängerung: Meine Erfahrungen!

Susanne Faller am 10.05.2017 um 15:21 Uhr

Ich habe von Natur aus ziemlich kurze, ziemlich helle und somit ziemlich unsichtbare Wimpern. Als ich also das Angebot für eine künstliche Wimpernverlängerung bekam, überlegte ich nicht zweimal, da ich zum Wimpern selber färben und kleben einfach zu grobmotorisch bin. Welche Erfahrungen ich bei der Prozedur an sich und natürlich danach in Sachen Pflege und Haltbarkeit gemacht habe, das verrate ich dir hier.

Getuschte Wimpern

Meine getuschten (!) Wimpern vor der Verlängerung.

Meine Wimpern habe ich mir in der Luxuslashes Lounge in Berlin verlängern lassen. Das Versprechen: Ein voller, geschwungener Wimpernkranz, der jedoch absolut natürlich wirkt. Möglich machen soll das eine neue Technik namens FOCONYES PLUS, bei der gleich mehrere Wimpern in verschiedenen Längen als eine Art Fächer an die natürliche Wimper geklebt werden.

Mit ihnen wird das natürlich Wachstum der Wimpern imitiert, bei dem jede Wimper ein individuelles Wachstum und entsprechend eine spezifische Länge hat. Wer hat schon von Natur aus gleichlange, akkurat geschwungene Wimpern? Um einen solchen Fake-Look soll es nicht gehen. Ob das natürlich Ergebnis gelungen ist?

Wimpern

Meine natürlichen Wimpern sind leider sehr kurz und fein. Umso gespannter war ich, welche Erfahrungen ich mit der Wimpernverlängerung machen werde!

Wimpernverlängerung: Erfahrungen mit der Prozedur

So begebe ich mich in die fachmännischen Hände von Jasmin, die bereits seit acht Jahren professionell Wimpern klebt. Vor der Wimpernverlängerung muss ich mir natürlich erst mal brav den Hauch Mascara entfernen, ohne den ich einfach nie, nie, nie das Haus verlassen kann. Völlig ungeschminkt und gefühlt wimpernlos lege ich mich auf die Liege. Bevor es losgeht, darf ich mir aussuchen, welchen Look ich am Ende erzielen will: Einen sehr natürlich oder doch lieber Drama-Lashes? Mit meiner völligen Nackheit an den Augen entscheide ich mich für letzteres, frei nach dem Motto: Wenn schon, denn schon. Licht an, los geht’s!

Ich erkläre dir Schritt für Schritt, wie die Wimpernverlängerung vonstatten ging und welche Eindrücke ich zwischenzeitlich hatte:

Schritt 1: Zunächst entfernt die Kosmetikerin die letzten Reste meiner Wimperntusche vom Ansatz meiner Wimpern (ups!), damit auch wirklich keine Rückstände den Klebevorgang stören.

Luxuslashes

Der perfekte Wimpernaufschlag: Wird er gelingen?

Schritt 2: Nun werden mir zwei Gelpads unter die unteren Augenlider geklebt, damit man bei geschlossenen Augen den oberen Wimpernkranz besser sehen und die Fake-Lashes akkurat setzen kann. Die Pads sind zunächst etwas kühl und unangenehm, da sie leicht an der empfindlich Haut unter den Augen ziehen. Doch das gibt sich mit der Zeit. Zumal ich einfach noch keine großen Erfahrungen mit kosmetischen Prozeduren an meinen Augen gemacht habe, die nicht von mir selbst ausgeführt wurden. Alles Gewöhnungssache also!

Schritt 3: Dann geht es auch schon ans Kleben der künstlichen Wimpern. Jasmin erklärt mir, dass sie dafür jede meiner Wimpern einzeln separiert und dann fein säuberlich, wenige Millimeter über meinem Wimpernansatz, etwa drei bis vier Wimpern in einem Fächer aufklebt. Der kleine Abstand zum Ansatz ist übrigens deshalb so wichtig, weil ein direktes Aufsetzen auf der Haut dazu führen würde, dass die natürliche Wimper am Wachsen gehindert wird und herausreißt, wenn die Fake-Lashes entfernt werden sollten.

Und sie verrät mir noch ein Geheimnis: Die falschen Wimpern sind tatsächlich nur zwei bis drei Millimeter länger als meine echten Wimpern, denn sonst würde das Ergebnis unnatürlich aussehen und die Fake-Lashes würde die echten Härchen zudem zu stark belasten, wodurch der Schwung verloren geht.

Schritt 4: Ein kleiner Schreck kommt mir, als meine Augen während des Klebens plötzlich zu brennen und sogar zu tränen anfangen. Ist das nun eine allergische Reaktion? Platzt der Traum von den langen Wimpern? Glücklicherweise nicht: Dass die Augen etwas brennen, ist ganz normal und liegt an den Dämpfen, die der Wimpernkleber während des Trocknens ausstößt. Also: Weggetupft, durchatmen, weiter geht’s.

Schritt 5: Insgesamt 90 bis 100 Fake-Lashes landen jeweils an meinen Augen. Für das komplette Auffüllen der Wimpernkränze benötigen geübte Kosmetikerinnen etwa eine bis eineinhalb Stunden. So lange heißt es ruhig liegen und die Augen immer (!) schön geschlossen haben, damit es keine Unfälle mit den Faux-Lashes und dem Kleber gibt.

Schritt 6: Zum Abschluss fächert mir Jasmin Luft zu, nicht, weil ich hyperventiliere vor Aufregung, sondern um die letzten Dämpfe des Klebers zu verscheuchen; das macht sie übrigens auch zwischenzeitlich, um meine tränenden Augen zu beruhigen. Nun darf ich endlich die Augen öffnen und siehe da: Ich habe Wimpern. Und was für welche!

Lashes danach geschlossen

Direkt nach der Wimpernverlängerung: Ein voller, geschwungener Wimpernkranz!

Als ich in den Spiegel schaue, bin ich hellauf begeistert: Das lange Liegen und Tränchenvergießen hat sich gelohnt! Tatsächlich habe ich einen perfekt geklebten, vollen Wimpernkranz. Ein Unterschied zu vorher wie Tag und Nacht!

Lashes danach offen

Der Vorher-/Nachher-Vergleich zeigt: Meine Erfahrungen mit dem Endergebnis der Wimpernverlängerung sind positiv!

Das Ergebnis ist tatsächlich ein dramatischer Augenaufschlag mit einem langen, geschwungenen Wimpernkranz. Die Kosten für die Beauty-Prozedur belaufen sich bei Luxuslashes übrigens auf rund 200 Euro.

Hier im Video kannst du dir nochmal anschauen, wie die künstlichen Wimpern aufgetragen werden:

Erfahrungen nach der Wimpernverlängerung: Pflege & Haltbarkeit

Nach der Wimpernverlängerung habe ich natürlich noch einige Hinweise mit auf den Weg bekommen, wie ich meine neue Wimpernpracht am besten pflegen sollte. Schließlich möchte ich die Wimpern ja möglichst lange behalten! Apropos, fangen wir doch mal mit den Fragen an, mit denen ich Jasmin von Luxuslashes bombadiert habe:

# Wie lange hält die Wimpernverlängerung?

Etwa vier bis sechs Wochen hält das Ergebnis an, wenn man vorsichtig mit den falschen Wimpern umgeht. Danach sollte man zu einem Refill, zu Deutsch „Wiederauffüllen“, ins Kosmetikstudio gehen. Dass nach diesem Zeitraum schon einige Wimpern fehlen liegt übrigens nicht unbedingt daran, dass sich der Kleber löst, sondern auch daran, dass die natürlichen Wimpern am Ende ihres Lebenszyklus angekommen sind und von alleine ausfallen, mitsamt des aufgeklebten Wimpernfächers (Mehr dazu in unserem Artikel „Wachsen Wimpern nach?“).

Zudem können Hormonschwankungen dafür sorgen, dass die natürlichen Wimpern besonders viel Talg produzieren; durch das Einfetten kann der Kleber angegriffen werden und die Fake-Wimpern können sich lösen, wodurch das Ergebnis auch nicht so lange anhält.

Meine persönliche Erfahrung zur Haltbarkeit kann ich dir übrigens schon zeigen. So sah meine Wimpernverlängerung nach rund einer Woche aus:

Wimpernverlängerung Haltbarkeit

Meine Wimpernverlängerung nach sechs Tagen.

Ein paar wenige Wimpern sind mir bereits ausgefallen, du erkennst eine kleine Lücke zum Beispiel an meinem rechten Auge im inneren Augenwinkel. Das finde ich zwar etwas schade, aber noch verkraftbar, da es nur bei genauem Hinsehen auffällt. Ebenso fangen ein paar Wimpern an, sich querzustellen und mit anderen zu verheddern. Das bekommt man aber mit einem trockenen Wimpernkamm unter Kontrolle. Alles in allem bin ich mit dem Ergebnis noch zufrieden. Ich halte dich mit weiteren Bildern auf dem Laufenden!

# Was kostet ein Refill?

Wer seinen Wimpernkranz mit einzelnen Härchen wieder aufgefüllt haben will, der muss mit zusätzlichen Kosten von etwa 50 bis 100 Euro pro Sitzung rechnen. Der Preis errechnet sich je nachdem, wie viele Wimpern bereits ausgefallen sind und ersetzt werden müssen; so können die Materialkosten und der Zeitaufwand für die Korrektur mal höher, mal niedriger sein.

# Was muss ich bei der Pflege beachten?

Ganz wichtig: Eine künstliche Wimpernverlängerung muss behutsam gepflegt und umsorgt werden. Das heißt zum Beispiel, dass man beim Abschminken keine Öle und Fette verwenden sollte, die den Kleber zersetzen könnten. Auch diese Hausmittel für lange Wimpern solltest du jetzt erst mal zur Seite stellen! Zudem sollte man natürlich nicht einfach grob mit einem Wattepad über das Augenlid wischen. Wenn du deine Tagescreme oder eine Gesichtsmaske aufträgst, dann achte darauf, dass du die Augenpartie auf jeden Fall aussparst. Je mehr du die künstlichen Wimpern in Ruhe lässt, desto länger bleiben sie auch an Ort und Stelle.

Aufpassen musst du jedoch auch bei täglichen Aktionen wie dem Kochen oder Duschen. Gerade in den ersten 24 Stunden nach der Wimpernverlängerung sollte diese nicht mit Wasserdampf in Berührung kommen, da der Kleber noch nicht komplett getrocknet ist. Achtet man nicht darauf, kann es sein, dass die ersten Wimpern schnell ausfallen.

Wimper ausgefallen

Hoppla! Eine ausgefallene Wimper hängt an meinem Finger.

# Darf ich Mascara, Eyeliner und Co. benutzen?

Prinzipiell ist es kein Problem, die Augen zu schminken. Tatsächlich habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass Wimperntusche, zumindest am Oberlid, vollkommen überflüssig geworden ist, weil die Wimpernverlängerung auch so Eindruck schindet und weitere Make-up-Maßnahmen überflüssig macht. Lediglich etwas Mascara trage ich hier und da auf die unteren Wimpern auf, um meinen Blick zu intensivieren. Auch Eyeliner, Lidschatten und Co. verzichte ich größtenteils.

Mein Test zur künstlichen Wimpernverlängerung ist also ingesamt positiv ausgefallen. Negative Erfahrungen waren höchstens das Brennen der Augen während des Klebens und dass sich bereits nach wenigen Tagen ein paar Wimpern verabschiedet haben. Trotzdem bin ich nach wie vor sehr zufrieden, bereits mit wunderschönen Wimpern aufzuwachen, ohne erst ewig mit Wimpernzange und Mascara herumhantieren zu müssen, zumal beides auf Dauer ja auch schädlich für meine eh schon zartbesaiteten Wimpern ist. Ob sich der Preis von 200 Euro für die Wimpern lohnt, ist natürlich nicht pauschal zu sagen. Eine Wimpernverlängerung selber zu machen, ist zwar eine Option, aber ich bin doch froh, einen Profi ans Werk gelassen zu haben.

Bildquellen: Erdbeerlounge/Susanne Faller, Luxuslashes

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