Mikroplastik statt Aloe
Nina Rölleram 26.04.2017

Leidest du auch unter trockener Haut und verwendest gerne Produkte, die das feuchtigkeitsspendende Pflanzenextrakt Aloe Vera enthalten? Dann solltest du diesen Artikel aufmerksam lesen, denn mit großer Wahrscheinlichkeit befindet sich in vielen deiner so geliebten Cremes und Duschgels fast kein Aloe Vera! Die Verbraucherzentrale Hamburg hat kürzlich 21 Kosmetika und andere Drogerieartikel auf das Pflanzenextrakt getestet und herausgefunden, dass sich in vielen umweltschädliches Mikroplastik statt Aloe befindet. Welche gängigen Drogerieprodukte von Balea, Isana und Co. getestet wurden, erfährst du hier. Außerdem kannst du nachlesen, warum ich die Testergebnisse wenig überraschend finde.

Mikraplastik statt Aloe Vera in Kosmetik

Viele Kosmetikfirmen verwenden Bilder wie diese auf ihren Verpackungen und suggerieren damit reine Naturprodukte.

Diese Produkte wurden unter die Lupe genommen

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, sogenanntes Greenwashing aufzudecken. Greenwashing bezeichnet die Marketing-Methode, bei der Produkte als natürlich und umweltfreundlich angepriesen werden, es in Wahrheit aber gar nicht sind. Für den Test wurden 21 Aloe Vera-Produkte genauer unter die Lupe genommen, weil auf deren Verpackungen stets mit natürlichen Pflanzenextrakten und Abbildungen von Aloe Vera-Blättern geworben wird.

Unter den getesteten Produkten befinden sich sowohl günstige Eigenmarken als auch teurere Naturkosmetik-Artikel wie etwa die Duschgels „Balea Dusche & Creme, Limette & Aloe Vera“ von dm und „Isana Cremedusche Aloe Vera“ von Rossmann, die „Palmolive Hygiene Plus Sensitive Flüssigseife“, die „Florena Handcreme Aloe Vera“, den „Lavera Deo Roll-on Bio Calendula & Bio Aloe Vera“ sowie das flüssige „Frosch Aloe Vera Sensitive Waschmittel“ und sogar „Nur Die Wohlfühlsocke mit Aloe Vera“.

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Das ernüchternde Ergebnis: Kaum Aloe Vera

Getestet wurde zum einen, wie viel Aloe Vera sich tatsächlich in den Produkten befindet. Das ist für Verbraucher gar nicht so leicht herauszufinden, da die Angaben auf den Verpackungen nicht verpflichtend sind, und sich selbst ein Duschgel mit verschwindend geringem Aloe-Anteil „Cremedusche Aloe Vera“ nennen darf. Die Platzierung des Aloe-Extrakts in der Inhaltsstoffliste lässt Rückschlüsse auf den Aloe-Anteil zu: Also desto weiter vorne Bezeichnungen wie „Aloe Barbadensis Leaf Juice“, „Aloe Barbadensis Extract“ oder „Aloe Barbadensis Leaf Juice Powder“ zu finden sind, desto mehr befindet sich im Produkt.

Selbst bei geringen Aloe-Anteilen suggerieren aber viele Hersteller durch große Abbildungen auf den Etiketten, dass ordentlich viel von der gelartigen Substanz verwendet wurde. Auch auf Nachfragen der Verbraucherzentrale wollten viele Firmen mit dem Hinweis auf angebliche „Wettbewerbsgründe“ keine genaueren Angaben machen. Was besonders ernüchternd war: Fünf der getesteten Produkte enthielten nicht nur sehr wenig Aloe Vera, sondern stattdessen umweltschädigendes Mikroplastik. Warum dies in der Natur nicht abgebaut werden kann und du es unbedingt meiden solltest, erklären wir dir hier. Die genauen Testergebnisse kannst du dir hier für jedes einzelne Produkt durchlesen.

Ich habe gehört, dass in Deutschland der Herbst eingefallen ist, deshalb schicke ich euch ein paar sonnige Grüße aus dem heißen Florida mit meinem liebsten After-Sun Produkt. Die Garnier Ambre Soler After Sun Feuchtigkeitsmilch hat eine wunderbar leicht flüssige Konsistenz, die sich sehr gut auf der Haut verteilen lässt und sehr schnell einzieht. Sie kühlt dabei leicht die Haut und spendet viel Feuchtigkeit, ohne zu fetten. Der leichte, frische Duft passt perfekt zum Sommer und macht direkt gute Laune. Nicht nur nach dem täglichen Sonnenbad, sondern auch bei einem Sonnenbrand ist sie meine erste Wahl, da sie die Haut schnell beruhigen und reparieren kann. Ward ihr in diesem Sommer im Urlaub oder habt ihr noch eine Reise vor euch? #aftersun #garnier #garnierambresolaire #garnieraftersun #bodylotion #creme #review #beautyblogger_de #beautyblogger #sommer #kosmetik

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Wie überraschend sind diese Erkenntnisse wirklich?

Natürlich ist die Aufregung über die Testergebnisse jetzt erst mal groß. Doch seien wir mal ehrlich: Wer denkt beim Kauf eines Duschgels, das weniger als einen Euro kostet, wirklich, dass darin teure Pflanzenextrakte enthalten sind? Reine Naturprodukte wie hochwertige Öle und eben auch Aloe Vera-Saft haben nun mal ihren Preis. Dass die Hersteller nur geringe Mengen davon in ihre Produkte mischen, dürfte doch eigentlich klar sein. Und außerdem: Möchten Verbraucher überhaupt Kosmetika mit möglichst hohen Aloe Vera-Anteilen? Ein solches Duschgel würde vermutlich nicht wie gewohnt schäumen und bei den Kunden schlecht ankommen.

Wer sich auch nur kurz mit Inhaltsstoffen in Kosmetika auseinandersetzt, wird schnell merken, dass die angepriesenen Inhaltsstoffe wie Aloe Vera-Saft oder auch Arganöl und Sheabutter einzeln nicht gerade billig sind. Zu erwarten, dass ein 60-Cent-Duschgel einen hohen Anteil Bio-Aloe Vera-Saft beinhaltet, nur weil ein Aloe Vera-Blatt auf der Verpackung aufgedruckt ist, ist doch reichlich naiv. Anstatt dich also über die bösen Kosmetikfirmen aufzuregen, die bewusst ihre Kunden täuschen wollen, solltest du vielleicht eher überdenken, welche Qualität du bei diesen geringen Preisen erwarten kannst.

Überraschen dich die Testergebnisse oder kannst du die Aufregung auch nicht so recht verstehen? Findest du, man sollte mehr Transparenz von den Herstellern verlangen oder sind auch die Verbraucher in der Verantwortung, sich besser darüber zu informieren, was sie sich eigentlich auf die Haut schmieren?

Bildquellen: iStock/Teamarbeit, iStock/IrinaDvilyuk

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