Akne
Anett Pohlam 21.03.2013

Akne zählt zu den bekanntesten Hauterkrankungen: Vor allem Jugendliche haben während der Pubertät häufig mit den für die Akne typischen Mitessern, Pickeln und Pusteln zu kämpfen. Doch zum Glück ist Akne kein Grund, um zu verzweifeln. Mithilfe eines Hautarztes lässt sich die lästige Krankheit effektiv eindämmen und sogar besiegen.

Akne ist die häufigste Hauterkrankung überhaupt: Etwa 85 Prozent – d.h. fast alle Menschen – hatten zumindest einmal in ihrem Leben mit Akne zu tun. Meist tritt sie in der Pubertät erstmalig auf und verschwindet im Laufe des dritten Lebensjahrzehnts von selbst wieder. Glücklicherweise ist die Akne relativ harmlos. Trotzdem geht sie aufgrund der oftmals klar erkennbaren Hautunreinheiten mit einer starken psychischen Belastung aufseiten der Betroffenen einher. Dabei lässt sie sich mit ein paar Kniffen, die durch einen Dermatologen unterstützt werden können, relativ gut behandeln.

Akne entsteht durch verstopfte Talgdrüsen

Die gewöhnliche Akne (Acne vulgaris), mit der die meisten Betroffen zu kämpfen haben, ist im Regelfall eine Folge der hormonellen Umstellung, die Jugendliche während ihrer Pubertät durchlaufen. Dabei stimulieren die so genannten Androgene die Talgbildung in den Talgdrüsen. Androgene sind männliche Hormone, wodurch sich auch erklärt, dass vergleichsweise mehr Jungen und Männer an Akne erkranken und die Symptome bei ihnen auch meist stärker ausgeprägt sind. Der in den Talgdrüsen produzierte Talg ist eigentlich dafür verantwortlich, die Haut und das Haar geschmeidig zu halten. Durch die verstärkte Stimulation dieser Drüsen durch die Androgene kommt es jedoch zu einer Überproduktion an Talg, die dann die Ausgänge der Talgdrüsen verstopfen kann.

Akne ist vor allem in der Pubertät ein großes Problem

Akne kann für die Betroffenen ein Fluch sein

Mitesser sind die Folge. Bei diesen handelt es sich um Verhornungen des Talgs, die den nachkommenden Talg am Austritt hindern. In diesen Mitessern können sich wiederum bestimmte Bakterien vermehren, die durch ihre Enzyme in der Lage sind, den verhornten Talg aufzuspalten. Diese Spaltprodukte fördern jedoch eine Entzündung der Talgdrüse, die dann als Pickel, Papel oder Pustel zu sehen ist. Neben der hormonellen Umstellung können aber auch äußere Faktoren die Akne begünstigen oder auslösen. So sind in vielen Pflegelotionen und -cremes Fette und Öle enthalten, die die Talgdrüsen ebenfalls verstopfen können. Doch auch eine Medikamenteneinnahme oder mechanische Reize – wie z. B. zu enge Kleidung – können für Akne ursächlich sein.

Akne verläuft meist vollkommen harmlos

Sobald die Akne einmal ausgebrochen ist, verläuft sie in den allermeisten Fällen vollkommen unproblematisch. Die Pickel, Papeln und Pusteln bilden sich normalerweise dort, wo sich viele Talgdrüsen befinden, sodass vor allem das Gesicht, die Schultern sowie das Dekolletee betroffen sind. In äußerst schweren Fällen können aber auch noch Fieber und – sofern sich die Entzündung derartig im Körper manifestiert, dass sie auch auf andere Körperregionen ausstrahlt – sogar Gelenkentzündungen hinzukommen! Wesentlich häufiger sind jedoch psychische Probleme, die mit der Akne einhergehen können. Viele Betroffene empfinden sich durch die oftmals gut sichtbaren Pickel als hässlich und kapseln sich in der Folge von ihrer Umwelt ab. In diesen Fällen wie auch bei schwereren Verläufen mit starker Pickel- und Pustelbildung sollte ein Arzt aufgesucht werden, der die Akne durch entsprechende Therapien eindämmen kann. Meist verschwindet die Hautkrankheit am Anfang des dritten Lebensjahrzehnts aber ganz von selbst.

Bei Akne muss nicht sofort ein Arzt aufgesucht werden

Eine medizinische Therapie der Akne ist nicht immer notwendig. Besonders bei leichten Verläufen kann es bereits ausreichen, die Hautpflege umzustellen. Entgegen der landläufigen Meinung sollte dabei aber auf zu häufiges oder zu aggressives Waschen verzichtet werden. Stattdessen sollten pH-neutrale und parfümfreie Seifen und Lotionen verwendet werden, da diese die Haut nicht belasten. Auch Fett oder Öl enthaltende Cremes sollten bei Akne vermieden werden. Gele auf Wasserbasis eignen sich in diesem Fall besser zur Hautpflege, da sie zum einen nicht die Talgdrüsen verstopfen und zum anderen die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit versorgen. Auch bei Make-up und Sonnencremes sollte auf einen möglichst niedrigen Fett- bzw. Ölanteil geachtet werden. Auf übermäßige Sonnenbäder sollten Betroffene, die mit Akne zu kämpfen haben, ohnehin verzichten, da die Haut ansonsten zusätzlich gereizt werden kann. Außerdem kann auch eine Ernährungsumstellung gute Resultate bringen. So wurde in den letzten Jahren beispielsweise festgestellt, dass gerade süße Lebensmittel und (Kuh-)Milchprodukte Akne fördern können. Auf das eigenständige Ausdrücken der Pickel sollten Betroffene übrigens verzichten. Zum einen können durch das ungeschulte Auspressen bleibende Narben entstehen und zum anderen befinden sich gerade im Gesicht zahlreiche Gefäße, über die Keime sogar bis zum Gehirn verschleppt werden könnten, falls diese beim Ausdrücken versehentlich beschädigt werden.

Akne kann äußerlich und medikamentös therapiert werden

Nimmt die Akne einen schwereren Verlauf oder wird sie als psychische Belastung empfunden, sollte ein Dermatologe hinzugezogen werden. Dieser kann die Akne angesichts ihrer klaren Symptome relativ leicht diagnostizieren und aufgrund des Krankheitsverlaufs und der individuellen Gegebenheiten eine passende Therapie vorschlagen. Dabei kann der Arzt sowohl auf äußerliche als auch auf medikamentöse Therapien zurückgreifen. Zur äußeren Anwendung steht hierbei eine ganze Reihe von Cremes, Lösungen und Gelen zur Verfügung. Die Bandbreite reicht dabei von Benzoylperoxid und Vitamin-A-Säure-Präparaten über Azelainsäure und Alpha-Hydroxysäuren bis hin zu Antibiotika bei besonders schweren Akneschüben. Vitamin-A-Säure-Präparate sowie Antibiotika können zudem auch oral eingenommen werden. Über bestimmte Hormonpräparate kann aber auch der für die Akne verantwortliche Hormonhaushalt selbst in Angriff genommen werden. So wird bei jungen Frauen zur Aknebehandlung gelegentlich die Pille verschrieben. Bei allen Therapien ist jedoch zu beachten, dass eine Besserung der Akne oftmals viel Zeit benötigt. Betroffene sollten daher nicht verzagen, wenn sich nicht sofort ein Effekt einstellt. Geduld ist bei der Behandlung der Akne leider meistens notwendig.

Durch Akne verursachte Narben lassen sich behandeln

Auch wenn sich durch die Akne bereits bleibende Narben gebildet haben sollten, stehen Betroffenen zahlreiche Methoden zur Verfügung, um die Regeneration der geschädigten Hautregionen zu fördern. So können verschiedene Peelings oder die Massage des Narbengewebes mit bestimmten Salben bereits äußerst positive Ergebnisse erbringen. Auch die so genannte Microdermabrasion, bei denen das betroffene Hautareal mithilfe eines Schleifers oder eines sehr feinen Sandstrahlers abgeschliffen wird, kann sich positiv auf das Hautbild auswirken. Zudem besteht für den Dermatologen die Möglichkeit, der Haut durch Injektionen von außen Kollagen und Kortikoide zuzuführen. Bei schwereren Fällen können zudem chirurgische Eingriffe oder Laserbehandlungen infrage kommen.

Akne ist – gerade für viele Jugendliche – vor allem eine psychische Belastung. In der schwierigen Phase der Pubertät auch noch mit Pickeln und Pusteln kämpfen zu müssen, ist für viele Betroffene nicht leicht. Über zahlreiche Ansatzmöglichkeiten, die die Betroffenen selbst oder in Abstimmung mit ihrem Hautarzt angehen können, lässt sich die Akne jedoch wirkungsvoll bekämpfen.

Bildquelle: Dreamstime


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Was denkst du?

  • emilia14 am 28.02.2017 um 10:01 Uhr

    Mein Bruder hatte schlimme Akne, hat darunter auch seelisch gelitten, aber er ist nicht zum Arzt, oder mal zu einer Kosmetikerin gegangen. So wie manche Leute Panik vorm Zahnarzt haben, war es bei ihm die Angst vorm Hautarzt. Er erwähnte auch mal, dass seine Pickel sehr schmerzen, ich denke weil die so schlimm entzündet waren. Die Homöopathin meiner Mutter hat uns das Lamaseo Gel empfohlen und ich glaube noch Anti Pickel Kapseln. Ich glaube das er hat die erste Gel Tube schon nach einer Woche aufgebraucht hat und es war unglaublich anzusehen wie schnell seine Haut wieder besser geworden ist. Ich bin sehr froh darüber, er ist wieder mein selbstbewusster große Bruder. Er tat mir vorher richtig leid !

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  • mwfaskjms am 12.11.2016 um 11:42 Uhr

    Am besten holst du dir Derminax.Benutze es seit einiger zeit und bin gnadenlos begeistert, ich habe keine Pickel mehr…Ich musste was machen, denn es war bei mir ja kein zustand mehr, zumal ich es mit dem ganzen MakeUp was ich drauf geklatscht habe auch nur schlimmer gemacht habe, sonst hätte ich aber wohl nicht mehr das Haus verlassen, bin dann auch durch zufall auf dieses Mittelgestossen und habs mirbestellt und bin jetzt endlich mal ohne Pickel, klar hin und wieder kommt mal einer, aber den bekomme ich dann auch ganz schnell wieder weg! http://shuu.de/akne

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  • holzfrau1 am 27.07.2015 um 09:59 Uhr

    Gott sei danke leide ich selber nicht unter Akne aber umso schlimmer hat es meine kleine Schwester erwischt. 🙁 Sie wurde schon in der Schule immer gemobbt und heute hat sie ein ganz kleines Selbstbewusstsein. Sie hat schon alles probiert, es war immer eine kurze Besserung und dann kam alles wieder und sie ist wieder am Boden zerstört. Ich habe Ihr dann auf thaicare.eu das Papulae Gel bestellt und sie nutz es seit einem halben Jahr und die Pickel scheinen nicht mehr wieder zu kommen. Sie ist so froh drüber endlich mal ein reines Gesicht zu haben und sich nicht mehr hinter einer dicken Schicht Make up verstecken zu müssen. Ihre Lebensqualität hat sich um 100 Prozent gebessert. Ich bin sehr glücklich das es Ihr so gut geht und wüsche allen den es auch so geht viel Kraft und Erfolg

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  • Andrea751 am 09.02.2015 um 05:04 Uhr

    Tabletten gegen pickel- http://nplink.net/78WlOW6w Ich kann die Effektivität nur bestätigen - nach ein paar Tagen begannen die Pickel kleiner und blasser zu werden, bis sie schließlich spurlos verschwunden waren.

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  • helloerdbeere am 02.04.2014 um 10:17 Uhr

    Mein Bruder hat ganz schlimme Akne und er traut sich kaum mehr in die Schule.

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  • FrancesK am 28.02.2014 um 16:12 Uhr

    Akne ist wirklich schlimm, da spreche ich aus Erfahrung. Zum Glück habe ich dann von meinem Frauenarzt die Pille verschrieben bekommen, die auch speziell bei Hautproblemen hilft und dann hat sich meine Situation zum Glück verbessert. Wie es allerdings wird, wenn ich die Pille mal wieder absetze, will ich mir gar nicht vorstellen...

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  • Andrea751 am 13.02.2014 um 09:20 Uhr

    Tabletten gegen akne - http://goo.gl/IG3Fc1

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  • sannesusanne am 26.11.2013 um 12:03 Uhr

    ich hatte früher auch schlimme Akne, aber mit der Zeit ist es besser geworden, ich hatte einen guten Hautarzt

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  • Marilyn am 11.06.2013 um 10:54 Uhr

    Meine kleine Schwester hatte auch starke Akne Probleme. Sie musste jeden Monat zur Kosmetikerin um sich behandeln zu lassen. Zusätzlich hat sie bestimmte Creme verschrieben bekommen. Es gibt sogar Make-Up für Menschen mit Akne Problemen :-). Jetzt ist ihr Gesicht so weich und glatt wie ein Babypo!

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  • angela am 10.06.2013 um 12:44 Uhr

    ich leide voll unter meiner akne. ist echt zum kotzen. nix hat bis jetzt so richtig geholfen...

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  • schokokeks am 07.06.2013 um 14:43 Uhr

    Akne hatte ich zum Glück nie!

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