Schöne Haut

Retinol: Wirksame Pflege gegen Akne und Falten

Diana Heuschkelam 10.05.2016 um 09:42 Uhr

Die Wirkung des Anti-Aging-Vitamins Retinol wurde wissenschaftlich bereits ausführlich untersucht und für gut befunden. Kein Wunder also, dass wir es in vielen Anti-Falten-Cremes und -Seren finden. Auch gegen Hautunreinheiten und Akne kämpft das Vitamin an. Hier erfährst Du, was die Hautpflege mit retinolhaltigen Produkten bewirkt und was Du dabei dringend beachten solltest.

Retinol, auch Vitamin A1 genannt, wird von Frauen vor allem wegen seiner potenten Anti-Aging-Wirkung geschätzt. Es regt die Bildung von Kollagen an, was das Bindegewebe stärkt. Das wiederum führt dazu, dass Fältchen gemindert werden und das Erscheinen neuer Falten herausgezögert wird. Das Anti-Aging-Vitamin wirkt außerdem, ähnlich wie Antioxidantien, der hautschädigenden Wirkung freier Radikale entgegen und regt die Bildung neuer Hautzellen an, wodurch die Oberfläche der Haut frischer aussieht und sich geschmeidiger anfühlt.

Retinol

Bei regelmäßiger Anwenung sorgt Retinol für reine und frischer aussehende Haut

Retinol gegen Narben

Retinol gehört zur Familie der Retinoide, zu der auch die weitaus wirksamere, allerdings nur auf Rezept erhältliche, Vitamin-A-Säure gehört. Diese wird vom Arzt bei Akne zur äußerlichen Anwendung als Creme oder zur oralen Einnahme als Kapseln verschrieben, denn Vitamin-A-Säure sorgt dafür, dass die Poren weniger schnell verstopfen und von überschüssigem Talg befreit werden. Äußerlich angewendet kann Vitamin-A-Säure zudem Pigmentflecken mindern und noch rötlich-verfärbte Narben oder kürzlich entstandene Dehnungsstreifen verblassen lassen. Auch Retinol hat diese Wirkung auf die Haut, wenn auch in etwas abgeschwächter Form.

Anwendung nicht übertreiben!

Trotzdem ist bei der Verwendung von Retinol Vorsicht geboten! Denn das Vitamin kann in zu hoher Konzentration zu Hautreizungen oder sogar -schädigungen führen. Während in den USA, wo Retinol-Produkte noch weitaus öfter Anwendung finden, Cremes mit bis zu 1% Retinol frei verkäuflich sind, ist in Deutschland nur eine Konzentration von bis zu 0,3% erlaubt. Generell ist es ratsam, mit der Verwendung von Retinol langsam zu starten und die Produkte zunächst nur jeden zweiten Tag zu benutzen, um das Risiko von gereizter, sich schälender Haut zu verringern. Gerade in den kalten Wintermonaten mit trockener Heizungsluft sollte man Retinol-Produkte nur sehr sparsam verwenden.

Verursacht Retinol Sonnenbrand?

Produkte, die Retinol enthalten, sollten dicht verschlossen und an einem dunklen, kühlen Ort aufbewahrt werden, da das Vitamin sehr lichtempfindlich ist (weswegen man die Anwendung im Sommer immer durch eine Creme mit Lichtschutzfaktor unterstützen sollte) und auch im Kontakt mit Sauerstoff seine Wirkung einbüßen kann. Die Behauptung, dass retinolhaltige Produkte das Risiko von Sonnenbränden erhöhen, ist hingegen ein Mythos.

Man sieht: Retinol ist ein wares Kraftpaket im Kampf gegen Falten und Hautunreinheiten. Retinol-Cremes findest Du zum Beispiel bei Amazon und natürlich in der Apotheke. Wenn Du Dir über die Konzentration und Dosierung von Retinol-Produkten unsicher bist, spreche Dich vor der Anwendung mit Deinem Dermatologen ab.

Bildquelle: iStock/g-stockstudio

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