Bindegewebsmassage
Anett Pohlam 14.05.2013

Viele Frauen kämpfen gegen Cellulite und versuchen, mit Cremes und Lotionen gegen die lästigen Dellen anzukommen. Um das Problem aber sprichwörtlich an der Wurzel zu packen, kann eine Bindegewebsmassage helfen, die normalerweise gegen allerlei Schmerzen eingesetzt wird. Doch was steckt eigentlich hinter der Bindegewebsmassage?

Die Krankenschwester Elisabeth Dicke entdeckte die Bindegewebsmassage 1929 eher durch Zufall, als sie durch die Massage ihres Rückens ihre undefinierbaren Schmerzen im Bein lindern konnte. Damit begann der Siegeszug der Bindegewebsmassage, einer Form der Reflexzonenmassage, die nicht nur der Entspannung des Körpers dienen, sondern vor allem gegen Schmerzen und Erkrankungen der inneren Organe wirken soll. Dazu wird die Bindegewebsmassage im Bereich des Rumpfes angewendet, da hier Nervenfasern verlaufen, die nicht nur für die Versorgung der Haut zuständig, sondern auch mit verschiedenen Organen verbunden sind. Durch die Bindegewebsmassage werden diese Nervenfasern aktiviert, sodass die Massage auch die Organe erreicht. Der menschliche Rücken wurde in verschiedene, quer zur Wirbelsäule verlaufende Zonen eingeteilt. Jede Zone beinhaltet dabei Nervenstränge, die zu einem bestimmten Organ führen. So gibt es die Herzzone, die Kopfzone, die Magenzone, die Darmzone und viele weitere Bereiche. Therapeuten, die mittels der Bindegewebsmassage die Linderung der Schmerzen ihrer Patienten erreichen wollen, sehen demnach in den Veränderungen der Muskulatur beziehungsweise des Bindegewebes in den einzelnen Zonen des Rückens ein Indiz für eine Dysfunktion der entsprechenden Organe. Der Bindegewebsmassage liegt folglich eine ganzheitliche Betrachtungsweise des menschlichen Körpers und seiner Funktionen zugrunde, sie beschränkt sich gerade nicht auf das bloße Massieren schmerzender Körperzonen.

Bindegewebsmassage: Arbeit für Profis

Durch die Aktivierung der Nervenstränge mittels der manuellen Reiztherapie in den einzelnen Zonen werden die Ursachen für die Schmerzen der Patienten bekämpft, anstatt ausschließlich gegen die Symptome vorzugehen. Dazu kann der Therapeut auf eine Reihe unterschiedlicher Techniken der Bindegewebsmassage zurückgreifen, die die verschiedenen Schichten der Haut verschieben und in Bewegung bringen. Diese Techniken bedürfen einer speziellen Ausbildung, sodass die Bindegewebsmassage keine Wellness-Behandlung für zu Hause ist.

Bindegewebsmassage bei einer Frau

Bindgewebsmassage: Sie kann auch gegen Cellulite helfen

Anstatt des eigenen Partners sollte ein Profi die Bindegewebsmassage vornehmen. Ein ausgebildeter Therapeut kann durch die Bindegewebsmassage schließlich nicht nur zur allgemeinen Entspannung beitragen, die bei dieser Form der Massage eher nicht im Vordergrund steht. Vielmehr findet die Bindegewebsmassage bei Schmerzen im Bewegungsapparat, Erkrankungen der inneren Organe, beispielsweise der Atemwege, Gefäßkrankheiten, wie zum Beispiel Migräne, oder neurologischen Störungen Anwendung. Je nach Beschwerde wird der Masseur versuchen, durch Verschieben und Ziehen der Hautschichten die entsprechenden Zonen und somit die Organe zu aktivieren. Dabei kann eine Bindegewebsmassage durchaus schmerzhaft sein, da die Massagegriffe zum Teil einen hohen Kraftaufwand des Masseurs voraussetzen. Die Kosten einer Bindegewebsmassage belaufen sich auf etwa 30 bis 40 Euro. Bei einer medizinischen Notwendigkeit einer solchen Behandlung übernehmen die Krankenkassen diese Kosten jedoch.

Bindegewebsmassage gegen Cellulite

Für viele Frauen ist die Bindegewebsmassage jedoch nicht nur eine medizinische Therapie zur Anwendung bei Schmerzen und Beschwerden. Sie sehen in der Bindegewebsmassage auch die Möglichkeit, erfolgreich gegen Cellulite zu kämpfen. Tatsächlich kann die Bindegewebsmassage bei Cellulite helfen, da die Impulse, die die Massage auslöst, tief in das Gewebe eindringen. Durch die ziehenden und schiebenden Bewegungen werden auch die untersten Hautschichten in Bewegung versetzt und somit das Bindegewebe stimuliert. Durch die Massagegriffe wird das Gewebe gestrafft und gestärkt, Cellulitedellen werden auf diese Weise kleiner. Viele Patienten sind begeistert von der Wirkung der Bindegewebsmassage gegen Cellulite, es gibt jedoch auch Stimmen, die diese anzweifeln. Mittlerweile gibt es sogar verschiedene Geräte, die eine Bindegewebsmassage und damit den Kampf gegen die Cellulite auch in den eigenen vier Wänden ermöglichen sollen. Gerade wenn man noch keine Erfahrungen mit dieser Form der Reflexzonenmassage hat, ist der Gang zu einem in der Bindegewebsmassage erfahrenen Therapeuten jedoch empfehlenswert. Durch sein Know-How und seine Erfahrung in Sachen Bindegewebsmassage kann er Dir helfen, die Cellulite wieder loszuwerden und Deine Beine in Bikini-Form zu bringen.

Die Bindegewebsmassage ist eine bewährte Möglichkeit, Erkrankungen der inneren Organe ohne Medikamente zu behandeln, ganz nebenbei ist sie eine echte Wunderwaffe gegen Cellulite. Ohne ärztlichen Rat beziehungsweise die Beratung eines erfahrenen Masseurs solltest Du Dir jedoch die Bindegewebsmassage nicht selbst „verordnen“. Schließlich ist Dein Körper ein komplexes System, das besonderer Vorsicht bedarf.

Bildquelle: © Iwona joanna Rajszczak / Dreamstime.com


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Was denkst du?

  • melicool am 27.09.2013 um 15:42 Uhr

    Meine Bindegewebsmassage ist leider sehr schlecht.

    Antworten
  • supersweetmel am 27.09.2013 um 15:12 Uhr

    ich habe schon einmal eine Bindegewebsmassage bekommen, ein Bekannter von mir ist Physiotherapeut und hat mir das mal gezeigt. Das tut wirklich richtig weh!

    Antworten