Herausgeputzt!

Abschminken: Reine Haut vorm Schlafengehen

Diana Heuschkelam 13.08.2015 um 16:00 Uhr

Make-up-Reste, die Deine Poren verstopfen und zu Hautunreinheiten führen? Das kannst Du Dir abschminken! Denn viele Hautprobleme lassen sich schon durch die abendliche Make-up-Entfernung vermeiden. Erfahre hier alles, was Du über das richtige Abschminken wissen musst!

Von Diana Heuschkel

Viele kennen das Problem: Man liegt abends müde auf der Couch und will eigentlich nur noch ins Bett hinüberschlurfen und in einen seligen Schlaf verfallen, da fällt einem plötzlich ein, dass man sich noch nicht abgeschminkt hat. Aber auch wenn es nervt: Der Weg ins Badezimmer lohnt sich! Denn wer die Haut nachts atmen lässt, wird dafür mit einem reinen Erscheinungsbild belohnt. Warum das Abschminken so wichtig ist, welche Möglichkeiten es für die gründliche Make-up-Entfernung gibt und welches Abschminkprodukt am besten zu Dir passt, erfährst Du hier.

Warum ist Abschminken so wichtig?

Wer die Haut rund um die Uhr mit Rouge, Puder und sonstigem Make-up zukleistert, wird bald mit Pickeln und Mitessern rechnen müssen, da sich in den verstopften Poren schnell Bakterien bilden. Die gereinigte Haut kann sich hingegen nachts regenerieren und neue Zellen bilden. Wer sich also nach einem reinen und strahlenden Teint sehnt, kann mit der abendlichen Gesichtsreinigung diesem Wunsch schon ein ganzes Stück näherkommen. Doch auch die Augen sollten beim Abschminken niemals vergessen werden: Mascara- und Kajalreste können die Augen reizen. Zudem sind die Wimpern durch die tägliche Verwendung von Wimperntusche oftmals stark belastet. Deshalb solltest Du Deinen Augen wenigstens abends eine Pause gönnen. Wer sich nicht daran hält, sorgt nämlich dafür, dass die Wimpern immer spröder werden und womöglich sogar abbrechen. Und nicht zuletzt hilft die Entfernung von Make-up der Haut dabei, sich von den Schadstoffen und dem Schmutz zu befreien, mit denen sie den Tag über konfrontiert wurde.

Die besten Produkte zum Abschminken: Was sollten sie leisten und was kannst Du Dir leisten?

Make-up-Entferner gibt es in sämtlichen Formen: Es gibt Gels, Lotions, Abschminkmilch, Pads und Tücher, sowohl aus der Drogerie als auch beim Kosmetiker oder in der Apotheke. Dementsprechend unterscheiden sich die Preise auch immens. Zwischen zwei Euro für eine Packung Abschminktücher oder ein Waschgel aus dem Drogeriemarkt bis hin zum 20-Euro-Edelmarken-Tonikum ist alles möglich. Die gute Nachricht ist also, dass es nicht auf Dein Budget ankommt, wenn Du ein passendes Produkt zum Abschminken suchst. Viel eher kannst Du Dich beim Make-up-Entferner-Kauf nach Deinen Gewohnheiten richten: Gehst Du beispielsweise lieber abends duschen als morgens, kannst Du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und das Abschminken nebenbei erledigen. Dafür gibt es spezielle „In-Dusch“-Abschminkprodukte, die dafür sorgen, dass Dein Mascara restlos von den Augen gewaschen wird und Dir nicht einfach nur das Gesicht runter läuft und dort kleben bleibt. Apropos Augen: Ein guter Augen-Make-up-Entferner sollte niemals in den Augen brennen! Hast Du also sehr empfindliche oder oft gerötete Augen – etwa weil Du jeden Tag Kontaktlinsen trägst – verwende ein Produkt das speziell für die Entfernung von Augen-Make-up konzipiert ist. Dann kannst Du Dir sicher sein, dass die Reinigung besonders mild ist und Deine Augen nicht reizt. Wer sich auch beim Abschminken Gedanken um Nachhaltigkeit macht, sollte anstelle von Wattepads und Kosmetiktüchern lieber zu Baumwolltüchern oder -waschlappen greifen. Diese sind nämlich nicht nur wiederverwendbar, sondern auch sehr hautfreundlich. Es gibt auch spezielle Abschminkpads, die Du in einem Schutzbeutel in Deine ganz normale Wäsche geben und nach dem Trocknen wiederverwenden kannst. Für Mädels, die dazu neigen, den abendlichen Weg ins Bad zu verschlafen, hier noch ein Tipp: Abschminktücher auf dem Nachttisch oder dem Couchtisch deponieren! So sind sie immer griffbereit und das Abschminken ist schnell erledigt.

Abschminken: Was braucht Dein Hauttyp?

Neben den oben genannten Faktoren sollte für Dich bei der Wahl Deines Abschminkhilfsmittels vor allem wichtig sein, dass es in der Lage ist, das Make-up rückstandslos zu entfernen, ohne Deine Haut dabei zu strapazieren. Achte deshalb auf die Empfehlungen der Hersteller, für welchen Hauttyp das jeweilige Produkt geeignet ist. Hast Du beispielsweise sehr fettige oder unreine Haut, sollte das Produkt nicht zu reichhaltig sein. Hier bietet sich zum Beispiel ein klärendes Gesichtswasser an, das während der Reinigung auch den überschüssigen Talg entfernt. Neigst Du zu gereizter Haut, greife nur zu Produkten, die zur Verwendung für sensible Haut empfohlen werden. Bei Abschminktüchern gibt es oft eine gesonderte Variante, die speziell für empfindliche Haut geeignet ist. Trockener Haut kannst Du zum Beispiel mit einer milden Reinigungsmilch oder einem sanften Reinigungsschaum etwas Gutes tun, da diese Produkte oft noch Inhaltsstoffe für den Ausgleich des Feuchtigkeitshaushalts der Haut enthalten, wie etwa Jojoba- oder Mandelöl. Menschen mit sehr trockener Haut fahren oft besser damit, wenn sie auf parfüm- und alkoholfreie Reinigungsmittel zurückgreifen, weil diese Inhaltsstoffe die Haut noch stärker austrocknen können. Für diesen Hauttyp ist die sogenannte Oil-Cleansing-Methode sehr empfehlenswert.

Natürliche Feuchtigkeit: Abschminken mit der Oil-Cleansing-Methode

Für Fans von Naturkosmetik und Menschen mit trockener oder anspruchsvoller Haut, ist die Oil-Cleansing-Methode ein heißer Tipp, denn natives Kokosöl und andere Pflanzenöle sind mitunter die natürlichsten Produkte, mit denen Du Dein Make-up entfernen kannst. Da die Öle keine seifen- und alkoholhaltigen Zusatzstoffe enthalten, greifen sie das natürliche Gleichgewicht der Haut nicht an. Und weil das Öl zudem sehr naturbelassen und deshalb sehr mild ist, kannst Du es sogar zum Abschminken Deiner Augen verwenden. Der sparsame Umgang mit diesem reichhaltigen Produkt ist allerdings dringend notwendig, denn Deine Haut soll zwar die guten Wirkstoffe des Kokosöls aufnehmen, allerdings nicht mit zu viel Fett überlastet werden. Um das Öl als Make-up-Entferner zu verwenden, erwärme es kurz in Deinen Händen, damit es flüssig wird, und verteile dann eine geringe Menge davon auf Deinem Gesicht. Nach einer kurzen Einwirkzeit wäschst Du es einfach mit Hilfe eines Kosmetik- oder Baumwolltuchs ab. Deine Haut wird nicht nur sauber, sondern durch die im Kokosöl enthaltenen mittelkettigen Fettsäuren auch noch mit viel Feuchtigkeit versorgt. Das Öl enthält weiterhin die sogenannte Laurinsäure, die eine antibakterielle Wirkung hat und dadurch Hautunreinheiten vorbeugt. Wenn Dir der Geruch des Kokosöls nicht zusagt, kannst Du zum Abschminken auch andere Ölsorten wie Oliven-, Aprikosenkern- oder Mandelöl verwenden. Für leicht fettende Haut empfiehlt es sich, das Öl Deiner Wahl mit etwa einem Drittel Rizinusöl zu mischen, da dieses einen stark reinigenden Effekt hat. Rizinusöl alleine hat allerdings eine zu intensive Reinigungswirkung, die die natürliche Balance Deiner Haut stören kann und sollte aus diesem Grund immer nur in gemischter Form verwendet werden. Ein Distelöl ist ebenfalls als Make-up-Entferner für fettige Haut zu empfehlen, da dieses nicht so sehr nachfettet wie andere Öle.

Ob nun Öl, Abschminktücher oder Reinigungsmilch – das Wichtigste ist, dass Dein Make-up-Entferner zu Deinen Angewohnheiten passt und die Ansprüche Deiner Haut erfüllt. Denn so bleibst Du motiviert, diesen wichtigen Teil Deiner Hautpflege jeden Tag zu leisten, und wirst dafür mit gesünderer Haut und einem strahlenden Teint belohnt.

Bildquelle: iStock/kirillica

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