So geht`s richtig!

Intimpflege

Der Intimbereich der Frau ist eine der empfindlichsten Regionen des weiblichen Körpers. Wie jeder andere Teil auch, muss dieser richtig gepflegt werden. Doch was muss man eigentlich alles bei der optimalen Intimpflege beachten? Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks bei der Intimpflege kannst Du ganz einfach Krankheiten vorbeugen und Dich deutlich frischer fühlen.

Video: 5 Tipps für eine Intimrasur

Schon im alten Rom gehörte die Intimpflege zum guten Ton. In den unzähligen öffentlichen Badehäusern und Latrinen konnten sich die Bewohner der antiken Metropole mehrmals täglich waschen. Doch wie oft solltest Du seinen Intimbereich pflegen und vor allem, wie führst Du die Intimpflege überhaupt richtig durch? Wie so oft im Leben gilt auch bei der Pflege des Intimbereichs: Weniger ist mehr! Das vaginale Klima ist warm und feucht, und bietet damit den optimalen Lebensraum für Bakterien. Doch nicht alle Bakterien fühlen sich in der weiblichen Scheide wohl. Die so genannte Vaginalflora, die aus einer Vielzahl an Mikroorganismen besteht, dient hier als natürlicher Säureschutzmantel. Der pH-Wert dieser Schutzschicht liegt wegen der Milchsäurebakterien etwa zwischen 4 bis 4,5 und ist somit sauer. Aus diesem Grund werden eindringende Krankheitserreger in der Regel auch sofort abgetötet. Meinst Du es jedoch mit Deiner Intimpflege zu gut und wäschst Deinen Intimbereich mehrmals täglich, kann der Säureschutzmantel Deiner Vagina empfindlich gestört werden. Dann kann es vermehrt zu lästigen und manchmal sogar schmerzhaften Pilzinfektionen kommen.

Intimpflege ist wichtig für Dein Wohlbefinden

Mit der richtgen Intimpflege fühlst Du Dich wohler!

Intimpflege: Welche Waschlotion ist die richtige?

Die weibliche Scheide besitzt eine Art Selbstreinigungsfunktion, die sowohl durch den eigenen Haushalt an Milchsäurebakterien, als auch durch regelmäßigen Ausfluss reguliert wird. Trotzdem hast Du das natürliche Bedürfnis Dich zu waschen, vor allem um unangenehmen Geruch vorzubeugen. Aus diesem Grund greift man auch häufig zu verschiedenen Waschlotionen und Seifen, die eine besonders sanfte Reinigung versprechen. Doch nicht jedes Produkt ist für die richtige Intimpflege geeignet. Normalerweise reicht es aus, die Scheide ein- bis zweimal am Tag mit klarem Wasser oder einer speziellen Lotion zu reinigen. Der ph-Wert des Produkts sollte in etwa 5,5 betragen. Solche Seifen und Lotions sind besonders gut für die Intimpflege geeignet, da sie den Säurehaushalt der Vaginalflora nicht durcheinander bringen. Normale Seifen, Duschgele oder Shampoos haben dagegen einen pH-Wert von 9 bis 11 und sind somit alkalisch. Diese Produkte schädigen während der Intimpflege den Säureschutzmantel der Haut, was wiederum die Infektionsgefahr erhöht. Außerdem kann es zu unangenehmer Geruchsbildung und übermäßigen Scheidenausfluss kommen.

Intimpflege: Wie reinigt man den Intimbereich richtig?

Viele Frauen greifen bei der Intimpflege häufig auf einen traditionellen Waschlappen zurück, doch dieser hat durchaus seine Tücken. Beim Waschen wird der Lappen nämlich in den meisten Fällen von vorne nach hinten bewegt: Auf diese Weise können aber Keime und Bakterien aus dem Analbereich in die Scheide transportiert werden, was wiederum zu Infektionen führen kann. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, bei der Intimpflege den Waschlappen täglich zu wechseln oder auf Einmal-Waschlappen zurückzugreifen. Am einfachsten ist jedoch die Reinigung des Intimbereichs einmal täglich unter der Dusche. Solltest Du Dich für diese Variante der Intimpflege entscheiden, solltest Du jedoch unbedingt darauf achten, dass Du die Düse nicht direkt auf Deine Scheide richtest. Ein starker Wasserstrahl kann die Scheidenflora empfindlich beschädigen und die Schleimhaut verletzen. Auch Scheidenspülungen schaden auf Dauer dem sensiblen Säurehaushalt der Vagina. Besonders genau solltest Du bei Deiner Intimpflege darauf achten, dass Du das so genannte Smegma gründlich entfernst. Dabei handelt es sich um ein vaginales Sekret, das sich aus Bakterien, toten Hautschüppchen und Talg zusammensetzt, und sich in den Falten zwischen den äußeren und inneren Schamlippen und der Klitoris absetzt.

Intimpflege: Welchen Nutzen haben Cremes, Intim-Deos und Sprays?

Mittlerweile umfasst das umfangreiche Angebot an Produkten für die Intimpflege auch verschiedene Cremes und sogar Sprays, doch einen wirklichen Nutzen haben diese leider selten. Viele schädigen nämlich den natürlichen Säureschutzmantel der Scheide und begünstigen dadurch das Eindringen von Bakterien und Pilzen. Besonders wenn es um den Geruch ihres Intimbereichs geht, sind viele Frauen besonders empfindlich und greifen bei der Intimpflege deshalb gerne zu Intim-Deodorants. Ähnlich wie bei vielen Cremes sind hier vor allem die Duftstoffe kontraproduktiv. Diese können nämlich die sensiblen Drüsen im Intimbereich stimulieren, was wiederum zu einer unangenehmen Geruchsbildung führt. Auf diese Weise entsteht ein Teufelskreis.

Intimpflege: Wie verhält es sich mit der Intimrasur?

Sowohl bei Frauen als auch bei Männern wird die Intimrasur immer beliebter. Generell ist gegen eine Rasur bei der Intimpflege nichts einzuwenden, da das Fehlen der Schambehaarung keine Auswirkungen auf die natürliche Schutzfunktion der Scheide hat. Geruchsbildung kann sogar durch die Entfernung der Haare eingedämmt werden. Jedoch wird die empfindliche Haut im Intimbereich durch eine Rasur gereizt, weshalb Haare einwachsen oder sich die feinen Haarwurzeln entzünden können. Deshalb solltest Du bei der Intimpflege auf eine Trockenrasur verzichten, da dabei die Haut besonders stark beansprucht wird. Um Hautreizungen zu vermeiden, solltest Du auch auf Enthaarungscremes vermeiden, da die darin enthaltenden Stoffe vor allem die Schleimhäute schädigen können. Am besten rasierst Du Dich mit einer milden, aber schäumenden Waschlotion, die expliziert für die Intimpflege gedacht ist. Auf diese Weise beugst Du roten Flecken, Pusteln und Entzündungen im Vaginalbereich vor.

Auch wenn die Intimpflege unbedingt ein Teil Deiner täglichen Körperpflege sein sollte, darfst Du es in Sachen Hygiene tatsächlich nicht übertreiben, denn bei der Intimpflege gilt eben: Weniger ist mehr! Mit den passenden Pflegeprodukten und der richtigen Wasch-Routine kannst Du Deiner Scheide dabei helfen, ihren natürlichen Säureschutzmantel zu erhalten und so auch Infektionen vorbeugen. Außerdem fühlst Du Dich dann in Deiner Haut deutlich wohler und frischer.

Bildquelle: Dreamstime/Ilya Glovatskiy

Kommentare (3)

  • Intimpflege ist super wichtig! Gerade in diesem empfindlichen Bereich ist es notwendig, auf Hygiene zu achten. Daher sollte man für die Intimpflege schon ein paar Minuten mehr einplanen.

  • Intimpflege ist wirklich extrem wichtig, nicht nur weil man will, dass es für den Partner "angenehm" ist, sondern einfach auch für einen selbst. Ich finde aber persönlich, dass man zur Intimpflege jetzt keine Extraprodukte oder sowas braucht, es reicht auch beim duschen ganz normale Intimpflege mit Duschgel zu betreiben. Also sich ab und an mal waschen und rasieren wie jeder Lust drauf hat. Man muss nicht so eine riesen Sache aus der Intimpflege machen.

  • find ich wichtig


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