Unangenehm

Hilfe! Was tun gegen Schweißgeruch?

Susanne Falleram 21.07.2016 um 11:34 Uhr

Was tun gegen Schweißgeruch? Gerade im Sommer kann der penetrante Gestank unter den Armen, an den Füßen oder sonstigen Körperstellen, die schnell ins Schwitzen geraten, richtig unangenehm werden. Zum Glück gibt es Mittel und Wege, mit denen man auch gegen starken Schweißgeruch ankommen kann. Wir verraten Dir die besten Tricks.

Selbst nach dem Duschen – und sei es noch so ausgiebig – müssen viele von uns nur kurze Zeit warten. Dann macht sich neben unschönen Schweißflecken auch ganz schnell wieder ein extremer Schweißgeruch breit. Und gegen den scheint selbst das Deo, das man natürlich ständig mit sich in der Tasche trägt, nicht mehr anzukommen. Gerade dann, wenn man sich mit Freunden oder gar dem Liebsten trifft, ist einem das Ganze so richtig peinlich. Wer will schon, das sein Umfeld die Nase rümpft, wenn man sich ihm nähert? Wenn Du das Problem nur allzu gut kennst, dann wird es Zeit, schwerere Geschütze aufzufahren. Diese Tipps und Tricks helfen gegen (plötzlichen) Schweißgeruch und dabei, ihn künftig zu vermeiden oder zumindest einzudämmen.

Was tun gegen Schweißgeruch

Kaum wird es etwas wärmer, ist bei vielen ein böser Schweißgeruch vorprogrammiert

Was tun gegen Schweißgeruch?

Ganz allgemein solltest Du wissen, dass es schwierig ist, gegen bereits existierenden Schweißgeruch anzukämpfen. Dieser entsteht nämlich dadurch, dass sich Bakterien in warmen, feuchten Gebieten wie den Achselhöhlen breit machen und anfangen, den Schweiß zu zersetzen. Dabei entsteht das unangenehme Müffeln und wird, je mehr man schwitzt, immer schlimmer. Wenn man darüber jetzt Deo sprüht oder versucht, das Ganze irgendwie mit Puder trocken zu legen, dann erreicht man dadurch leider nichts. Die Produkte vermischen sich nämlich lediglich mit dem Schweiß und den Bakterien. Die Folge: Schweißgeruch trotz Deo. Deshalb lautet die Top-Devise: Schweißgeruch vermeiden und zwar solange Achseln, Füße und Co. noch trocken und sauber sind!

Dann hast Du aber tatsächlich einige Methoden zur Verfügung. Angefangen mit dem Klassiker gegen die üble Duftnote, der nämlich durchaus helfen kann, vorausgesetzt, man findet das richtige Produkt:

1. Spezielle Deos gegen Schweißgeruch verwenden

Deo gegen Schweißgeruch

Spezielle Deos gegen Schweißgeruch können helfen

Wichtig ist, dass Du nicht irgendein beliebiges Deo nimmst, sondern eines, dass besonders gegen Schweißgeruch hilft. Hier gibt es eine große Auswahl von Produkten, die von alkohol- und aluminiumfrei bis hin zu richtigen Schweißhemmer-Keulen reichen. Ob Deo ohne Aluminium, das als wirksamer Schweißstopper gilt, bei Dir trotzdem hilft, musst Du ausprobieren; hier erfährst Du mehr zu dem Thema. Bei starken Antitranspiranten wie diesem von Transpimed, das Du auf Amazon kaufen kannst, ist Aluminium und auch oft Alkohol enthalten. Für empfindliche Haut vielleicht nicht zu empfehlen.

Es gibt auch vegane Deosprays und Deocremes wie diese, die komplett auf Aluminium und Alkohol verzichten. Sie enthalten zum Beispiel Zinkoxid und Babassuöl, welche geruchsneutralisierend und antibakteriell wirken. Egal, für welches Antitranspirant du Dich entscheidest: Wichtig ist, dass Du das Deo auf saubere, trockene Haut aufträgst. So haben Bakterien gar nicht erst die Chance, sich festzusetzen.

2. Schweißgeruch vermeiden = Schwitzen eindämmen

Damit sich ein fieser, saurer Schweißgeruch gar nicht erst breit machen kann, solltest Du dafür sorgen, möglichst gar nicht erst heftige Schweißausbrüche zu bekommen. Das ist bei hohen Temperaturen oder schwülem Wetter natürlich leichter gesagt, als getan. Dennoch solltest Du versuchen, so gut es geht für Abkühlung und Wind zu sorgen. Auf trockener Haut entstehen unangenehme Gerüche nämlich wesentlich schwieriger:

  • Ein offenes Fenster, ein Ventilator oder ganz altmodisch ein Fecher, Hauptsache Luft!
  • Bei starkem Schwitzen hilft es auch, ein Wechseltop in der Handtasche dabei zu haben. Achselpads können in Blusen und Co. unter die Arme geklebt werden, um Feuchtigkeit sofort aufzusaugen.
  • Auch Erfrischungstücher sind unterwegs eine gute Möglichkeit, den Schweiß im Rahmen zu halten.
  • Sonst ist luftige Kleidung auch besser als hautenge, um die Haut unbemerkt atmen und transpirieren zu lassen.
  • Sport solltest Du im Hochsommer bei praller Sonne dann natürlich auch lieber sein lassen.
  • Saunagänge und Wechselduschen trainieren dagegen die Schweißzellen. Bei Abkühlung schließen sich die Poren so bald automatisch schneller.

3. Waschmittel gegen Schweißgeruch

Schweißgeruch in der Kleidung

Festgesetzter Schweißgeruch in der Kleidung sollte mit speziellen Waschmitteln bekämpft werden

Gerade bei Synthetik-Kleidungsstücken aus Kunstfasern setzt sich Schweißgeruch mitsamt der Schweißflecken nur zu gerne fest. Selbst frisch gewaschen bleibt der Gestank hartnäckig in den Klamotten hängen. Du kannst Schweißgeruch aus Kleidung entfernen, indem Du auf spezielle Waschmittel zurückgreifen, zum Beispiel für Sportbekleidung, die extra dafür ausgelegt ist, Schweißgeruch und -rückstände zu entfernen. Es gibt auch Hygiene-Wäschespüler, die effektiv Bakterien und Keime wirken. Schließlich kann auch ein intensives Wäscheparfüm für wohlriechende Kleidung sorgen.

Als Hausmittel gibt es noch folgende Möglichkeiten:

  • Die Wäsche vor dem Waschen eine Stunde lang in eine Essig-Wasser-Mischung (3:1) einlegen
  • Vor dem Waschen die betroffenen Geruchsstellen anfeuchten und mit Kernseife einreiben

Nach dem Waschen sollte dann alles wieder frisch riechen. Auf diese Weise kannst Du übrigens auch Schweißgeruch aus Schuhen entfernen, zumindest aus Stoffmodellen, die man in der Waschmaschine waschen kann. Sonst hilft bei Schweißgeruch an den Füßen durch muffige Schuhe auch noch das Tragen spezieller Einlegesohlen gegen Schweißfüße sowie zum Beispiel ein Fußdeo.

4. Hausmittel gegen Schweißgeruch

Ein Hoch auf die Natur! Denn auch hier findest Du einige Hausmittel, die Dir gegen den Körpergeruch helfen können. Ein Salbeitee hier und da wirkt beispielsweise desinfizierend. Backnatron kann man als Pulver zum Beispiel auf die trockene Haut geben, um entstehende Gerüche gleich zu neutralisieren. Auch eine halbe Zitrone, die man auf die Haut tupft, kann durch ihre adstringierende, also Poren-zusammenziehende Wirkung helfen, die Schweißbildung einzudämmen. Die die Säure etwas aggressiver ist, solltest Du sie jedoch nicht auf frisch rasierte Haut auftragen.

5. Die richtige Ernährung als Mittel gegen Schweißgeruch

Zwiebelgeruch

Keine stinkenden Lebensmittel zu essen, kann gegen üblen Schweißgeruch auch schon helfen

Du bist, was Du isst – und Du riechst auch danach. Um Schweißgeruch nicht noch beißender zu machen, solltest Du auf Deine Ernährung achten und die klassischen, stinkenden Lebensmittel wie Knoblauch und Zwiebeln lieber meiden. Denn deren Geruch dünstest Du beim Verdauen durch die Hautporen wieder aus.

Vorsicht auch bei Koffein: Es regt nicht nur den Kreislauf an, sondern fördert auch das Schwitzen. Deshalb solltest Du den Konsum von Kaffee und Co. ebenfalls einschränken.

Bildquellen: iStock/SIphotography, iStock/Alliance, iStock/ferlistockphoto, iStock/lucamontevecchi

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