Hautproblem

Reibeisenhaut: Das hilft gegen Pickel am Arm

Susanne Falleram 26.07.2016 um 15:19 Uhr

Vielleicht kennst Du die sogenannte Reibeisenhaut selbst und leidest unter ihr. Man erkennt sie typischerweise an vielen, kleinen Pickelchen, die sich an den Beinen oder auch gerne an den Oberarmen breit machen und ein raues Gefühl beim Darüberstreichen hinterlassen. Ehe man sich jetzt voller Scham in lange Kleidung hüllt, sollte man das Hautproblem lieber gezielt angehen. Was Du gegen Reibeisenhaut tun kannst, verraten wir Dir hier.

Keratosis Pilaris, so lautet der medizinische Fachbegriff für die Reibeisenhaut, die viele von uns haben und verteufeln. Du siehst, die kleinen roten und weißen Pickelchen, die man in bestimmten Körperregionen findet, sind keine Seltenheit, sondern sogar unter Dermatologen bekannt. Deshalb sollte man sich nicht allzu sehr ärgern, wenn man selber mit dem Hautproblem zu kämpfen hat, denn man ist damit garantiert nicht alleine. Die Ursache für Reibeisenhaut sind übrigens Verhornungsprobleme der kleinen Haarfollikel an manchen Körperstellen, wodurch Keratin an den Talgdrüsen abgelagert wird und diese verstopft. Auch besonders trockene Haut kann das Pickel-Problem schnell mit sich bringen. Da Keratosis Pilaris genetisch bedingt ist, lässt sie sich nicht heilen, aber die Symptome lassen sich auf jeden Fall lindern.

Reibeisenhaut

Reibeisenhaut lässt sich mit einigen Tipps und Tricks gut behandeln

Reibeisenhaut behandeln: Was hilft?

Um Reibeisenhaut zu bekämpfen, muss man die Pickel am Arm ähnlich behandeln wie solche im Gesicht oder an anderen Körperstellen. Entsprechend hilft ein Beauty-Programm mit folgenden Dingen:

  • Peelings: Gegen unreine Haut an den Armen hilft ein feinkörniges Körperpeeling. Im Zusammenspiel mit warmem Wasser öffnen und reinigen sie die Poren und tragen überschüssigen, abgelagerten Talg und Schmutz sowie abgestorbene Hautschüppchen ab. So kann der Körper den Talg besser abbauen und Pickel entstehen gar nicht erst.
  • Feuchtigkeitscreme: Weil trockene Haut die Pickel am Arm nur fördert, ist eine intensive Pflege der Haut mit einer reichhaltigen Creme unabdinglich. Vor allem nach dem Duschen sollte diese auf die von der Reibeisenhaut betroffenen Stellen aufgetragen werden.
  • Cremes mit Urea: Der Harnstoff Urea, der auch im Körper selbst produziert wird, bindet Feuchtigkeit und hält so das Wasser in der Haut. So kann sie gar nicht erst austrocknen. Deshalb kommt Urea nicht nur bei intensiven Handcremes vor, sondern kann auch in Form einer Bodylotion bei Reibeisenhaut helfen.
  • Meersalz (und Sonne!): Wer an Keratosis Pilaris leidet, der sollte am besten in den nächsten Flieger Richtung Süden steigen! Kein Witz: Meersalz und Sonne sollen ein Wundermittel gegen die Pickel am Arm sein. Wissenschaftlich bewiesen ist es leider nicht, doch viele Betroffene berichten von einer deutlichen Linderung der Symptome. Also, einfach mal ausprobieren! Geht natürlich auch mit einem Meersalzbad in der Badewanne und etwas anschließendem Sonnenlicht im Garten oder Park.

Extratipp: Bei Reibeisenhaut die Ernährung umstellen

Gesunde Ernährung

Bei Reibeisenhaut sollte viel Gesundes auf dem Teller landen

Reibeisenhaut kann man nicht nur von außen, sondern auch von innen behandeln. Neben den richtigen Beauty-Produkten hilft nämlich auch eine Ernährungsumstellung, die Pickel am Arm loszuwerden. Wer den ganzen Tag nur Ungesundes in sich stopft, der muss sich nämlich nicht wundern, wenn sich die Haut irgendwann rächt. Denn dann sprießen Mitesser und Co. nicht nur im Gesicht, sondern eben auch am restlichen Körper.

Was helfen kann: Zinkhaltige Lebensmittel wie Nüsse, Käse oder Meeresfrüchte, die die Heilung der Pickel beschleunigen. Vitamin A wirkt der Verhornung der Haut entgegen und ist zum Beispiel in Karotten, Spinat und Eiern enthalten. Vitamin C, das beispielsweise in Paprika, Zitrusfrüchten und Brokkoli enthalten ist, zaubert ebenfalls ein schönes Hautbild.

Was man bei Reibeisenhaut AUF KEINEN FALL tun sollte

Pickel am Arm

Reibeisenhaut? Nicht kratzen!

Achtung, es gibt einen großen Fehler, den man bei Pickeln am Arm unbedingt meiden sollte: Kratzen! Auch, wenn es noch so reizvoll ist, die Pickelchen und verhornten Stellen auf der Haut einfach herunterzuzupfen, wird das das Problem nicht lösen, sondern im ungünstigsten Fall noch verschlimmern. So reizt Du nämlich die Haut und rufst neue Entzündungen und Pickelchen hervor. Und das soll ja auf keinen Fall geschehen!

Bildquellen: iStock/Tirachard, iStock/monticelllo, iStock/Tharakorn

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