Hühneraugen

Schmerzhafte Hühneraugen sind jedem Schuhfan ein Graus, schließlich sind die gemeinen Schrunden nicht nur ziemlich unansehnlich, noch dazu können sie ganz schön wehtun. Damit Du Deine Hühneraugen auf dem schnellsten Weg wieder los wirst oder gar nicht erst welche bekommst, solltest Du vor allem beim Schuhkauf einiges beachten.

Schuhe müssen in erster Linie gut aussehen, die Passform ist da zweitrangig! Dieses Fashion-Credo machen sich zwar viele Frauen zum Shopping-Grundsatz, Mediziner würden es allerdings nicht unterschreiben. Denn unpassendes, drückendes Schuhwerk ist die Hauptursache für Hühneraugen, Fußpilz und Co. Hühneraugen treten daher meist an der Oberseite der Zehen auf und sorgen selbst bei den stilbewusstesten Schuhfetischisten für schmerzverzerrte Gesichter. Denn Styling ist eben nicht immer alles! Die Gesundheit Deiner Füße geht vor, schließlich tragen sie Dich Tag für Tag durchs Leben. Deine neuen Sommersandalen hingegen schreien geradezu nach Hühneraugen und schmerzhaften Blasen am Fuß. Wenn Du dennoch nicht auf die Vielfalt in Deinem Schuhschrank verzichten möchtest, solltest Du gut zu Deinen Füßen sein und ihnen ab und zu ein kleines Verwöhnprogramm gönnen. Vorsorge und Prophylaxe an den richtigen Stellen wirkt nämlich Wunder gegen Hühneraugen. Wenn die Schrunden und Schwielen sich allerdings schon auf Deinen Füßen breit gemacht haben, hilft nur noch die Behandlung – und die sollte möglichst effektiv und schnell sein. Mit diesen Tipps und Tricks bist Du schmerzhafte Hühneraugen bald wieder los.

Wie entstehen Hühneraugen?

Warum heißen Hühneraugen eigentlich Hühneraugen? Der tierische Name der Hornhautschrunde ist seit dem 16. Jahrhundert etabliert und leitet sich aus deren pfropfartiger Form ab, die einem Hühner-, Elstern- oder Krähenauge ähnelt. In der Medizin werden Hühneraugen auch als „Clavus“ bezeichnet, was auf Lateinisch „Nagel“ bedeutet. Der Entstehung dieser Erkrankung liegt eine simple Erklärung zugrunde: Durch permanenten Druck auf die Zehen oder andere Fußpartien bildet sich als natürliche Reaktion der Füße zunächst Hornhaut an den betroffenen Stellen. Lässt der Druck für einen längeren Zeitraum nicht nach, wächst die Verhornung in die tiefe Lederhaut des Fußes und es bildet sich ein kegelförmiger Sporn, dessen Spitze nach innen zeigt. Da die Zehen sehr gewebearm sind, drücken die Hühneraugen unmittelbar auf das Fußskelett und erzeugen in der Folge starke Nervenreizungen und Schmerzen beim Gehen. Doch neben unpassenden, drückenden Schuhen gibt es noch weitere Ursachen für Hühneraugen: Auch orthopädische Fehlbildungen wie Senk- oder Spreizfüße, arthrotisch veränderte Zehengelenke wie ein so genannter „Hallux valgus“ oder eine Virusinfektion begünstigen die unangenehme Hornschwielenbildung.

Hühneraugen sind schmerzhaft und unansehnlich

Hühneraugen: Der Feind einer jeden Schuhfetischistin

So wirst Du schmerzhafte Hühneraugen wieder los

Keine Panik, schon indem Du auf das richtige Schuhwerk umsteigst, kannst Du den Schmerz, den die Hühneraugen verursachen, lindern. Die erste und schnellste Maßnahme gegen Hühneraugen lautet daher: Die Ursache aus dem Weg schaffen! Drückt der Schuh, solltest Du die neuen Riemchensandalen lieber gegen ein Paar praktische Flip Flops eintauschen, bis sich Deine Füße wieder erholt haben. Falls Deine Hühneraugen andere Ursachen haben, solltest Du Rücksprache mit einem Arzt oder einer ausgebildeten Kosmetikerin halten und auf gar keinen Fall selbst Hand anlegen! Sobald Du nämlich eigenhändig an Deiner offenen Fußwunde herumfuhrwerkst, steigt das Risiko für Infektionen und Entzündungen immens. Lass also lieber die Finger von Nagelschere und Co. und überlasse die Diagnose und Behandlung einem Profi! Liegt die Ursache Deiner Hühneraugen hingegen in einer Fußfehlstellung, können orthopädische Einlagen Dir helfen. Auch in diesem Fall solltest Du Dich unbedingt von einem Arzt beraten lassen.

Hühneraugen-Pflaster lindern den Schmerz

Drogeriemärkte und Apotheken versprechen Abhilfe durch Blasen- und Hühneraugenpflaster, die so genannte Keratolytika, wie Salizylsäure, enthalten und die Haut aufweichen. Diese Schmerzkiller sind im Handel zwischen etwa 2,95 und 7,95 Euro erhältlich und machen Deine Pein für kurze Zeit erträglich. Wie das funktioniert? Durch die großflächigen Pflaster wird der Druck nach dem Prinzip der so genannten Druckschutzringe gleichmäßig auf den Fuß verteilt. Bei der Behandlung mit dem Hühneraugen-Pflaster wird dieses einfach auf die betroffene Stelle geklebt und für einige Tage nicht entfernt. Ist der verhornte Bereich der Haut dann aufgeweicht, können die Hühneraugen vorsichtig abgetragen werden. Wieder gilt der Grundsatz: Vorsicht ist besser als Nachsicht! Überlasse den Feinschliff lieber einem Profi.

Ein Fußbad gegen Hühneraugen

Neben der Soforthilfe mit Blasen- und Hühneraugenpflastern aus der Drogerie, empfehlen Podologen wohltuende Fußbäder mit warmem Wasser. Durch die Feuchtigkeit wird die betroffene Haut eingeweicht, so dass ein kleiner darunter wuchernder Sporn problemlos abgelöst werden und mit einem speziellen Hühneraugenmesser oder einem handelsüblichen Bimsstein frei gelegt werden kann. Dabei solltest Du unbedingt darauf achten, dass die umliegende Haut unverletzt bleibt, denn offene Wunden sind ein gefundenes Fressen für unerwünschte Keime und Bakterien. Nach jeder Eigenbehandlung empfiehlt es sich, die Füße mit einer rückfettenden Lotion einzureiben, um die erneute Verhornung zu verhindern. Wenn auch nach mehrmaliger Behandlung keine Besserung in Sicht ist, melde Dich bei einem Hautarzt oder Fußspezialisten. Dieser kann feststellen, ob eventuell ein chirurgischer Eingriff erforderlich ist, was jedoch nur äußerst selten von Nöten ist.

Vorsorge – Das beste Mittel gegen Hühneraugen

Schon bevor Du überhaupt an Hühneraugen leidest, kannst Du etwas gegen die unerwünschten Gehbegleiter tun. Vorsorge ist immer noch die beste Medizin! Schuhe müssen einfach nur gut aussehen? Mit diesem Shopping-Grundsatz hat es jetzt ein Ende! Beim Schuhkauf solltest Du unbedingt auf einen hohen Tragekomfort achten, sonst tust Du Deiner Gesundheit wahrlich keinen Gefallen. Auch das Material der Schuhe spielt eine entscheidende Rolle: Echtes Leder gibt nach und passt sich der natürlichen Form Deiner Füße besser an als beispielsweise günstigere Kunststoffgewebe wie Polyester oder imprägnierte Pappe. Augen auf beim Schuhekaufen! So haben Hühneraugen keine Chance.

Immerhin acht von zehn Damen leiden an unterschiedlichen Fußproblemen. Ob Blasen, Hühneraugen oder Warzen – wenn die Füße streiken macht auch die wöchentliche Shoppingtour durch sämtliche Schuhläden der Stadt keinen Spaß mehr. Gönne Deinen Füßen ab und zu mal eine Pause oder ein schönes Fußbad – so sagst Du Deine Hühneraugen auf Nimmerwiedersehen, bevor sie sich überhaupt ausbreiten können.

Bildquelle: Thinkstock/Valua Vitaly


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Was denkst du?

  • Kerzenkunst am 30.07.2014 um 06:24 Uhr

    Da kann ich ein Lied von singen schließlich sehen die nicht nur blöd aus sondern drücken auch.Nach jedem Jatreswechsel bzw.von Sandaletten zu festem Schuhwerk kann ich die ersten Tage nur zu meiner Fußpflegerin gehen um die Hüneraugen wieder los zuwerden

    Antworten
  • solalasolala am 23.07.2014 um 12:47 Uhr

    gegen Hühneraugen sollte man am besten sofort was machen und nicht erst, wenn sie richtig eingewachsen sind.

    Antworten
  • shadesofme am 17.07.2014 um 15:59 Uhr

    Ich kann bestätigen, dass Hühneraugen mehr als unangenehm sind!

    Antworten
  • merlinzauberin am 16.07.2014 um 12:56 Uhr

    Ich hab auch öfters Hühneraugen, vor allem wenn ich neue Schuhe einlaufe. Meistens gehen sie mithilfe von Pflastern dann auch schnell wieder weg, aber manchmal auch nicht und ich habe auch schonmal Schuhe weggeschmissen wegen Hüheraugen. Ganz ehrlich: Es gibt kaum was Schmerzhafteres am Fuß als Hüheraugen. Das ist echt kein Vergnügen!

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