Leberflecken
Anett Pohlam 30.01.2014

Für die meisten Frauen gehören Leberflecken zum Hautbild dazu – die kleinen braunen Punkte können sogar zum Erkennungsmerkmal werden: Was wäre beispielsweise Cindy Crawford ohne ihren Schönheitsfleck oberhalb der Lippe? Doch wenn Du nicht aufmerksam genug ist, können sich Leberflecken heimlich, still und leise in eine echte Gefahr für Deine Gesundheit verwandeln. Daher heißt es: Augen auf!

„Leberflecken“ ist eigentlich ein umgangssprachlicher Begriff für gutartige Wucherungen der Pigmentzellen in der Haut, und damit ein Synonym für den Begriff Muttermal. Mittlerweile haben Leberflecken aber auch einen festen Platz im Fachjargon der Dermatologen. Sie nutzen den Begriff Leberflecken meist für eine ganz bestimmte Form dieser Wucherungen, die sogenannten Pigmentnävi. In ihrer Ausgangsform sind Leberflecken nicht gefährlich, es handelt sich vielmehr um gutartige Veränderungen der Zellen. Doch wenn sie sich verändern oder weiterwuchern, können Leberflecken durchaus unangenehm werden – Hautkrebs geht oft von Leberflecken aus. Daher solltest Du Deine Male genau im Blick haben.

Leberflecken und Hautkrebs

In Deiner Haut sitzen jede Menge Melanozyten, die Pigmentzellen produzieren den körpereigenen Farbstoff Melanin und sind damit für Deinen Teint verantwortlich. Aus diesen Melanozyten kann durch Umwelteinflüsse oder durch genetische Veranlagung auch der schwarze Hautkrebs entstehen. Hautkrebs kann sich also durchaus – entgegen anderer Behauptungen – auch an Stellen bilden, die nicht viel Sonne abbekommen, wie zum Beispiel den Fußsohlen. Im Laufe Deines Lebens verändern sich die Leberflecken und vor allem deren Anzahl – je älter Du wirst, desto mehr Leberflecken wirst Du auf Deiner Haut finden.

Leberfleckenscreening beim Hautarzt

Leberflecken sollten immer mal wieder vom Hautarzt gecheckt werden

Wenn Du allerdings bemerken solltest, dass Deine Male ausfransen, plötzlich erhaben sind oder sich erheblich dunkler, fast schwarz, färben, können das erste Anzeichen für eine bösartige Veränderung sein. Du solltest Deine Leberflecken also immer mal wieder genauestens unter die Lupe nehmen und im Zweifelsfall einen Termin beim Hautarzt vereinbaren. Er kann mit seinem geschulten Blick sofort erkennen, um welche Form es sich bei Deinen Leberflecken handelt – und ob Behandlungbedarf besteht.

Leberflecken scannen lassen

Nimmt Dein Arzt Deine Leberflecken unter die Lupe, nennt man das im Fachjargon Hautkrebsscreening – und das ist weitaus weniger schlimm, als es sich im ersten Moment vielleicht anhören mag. Zunächst wird Dein Hautarzt alle Leberflecken mit einer Lupe untersuchen, sie einkreisen und vielleicht sogar Fotos davon machen, um sie sich, hundertfach vergrößert, auf einem Monitor anzuschauen. Wenn er bei einem Deiner Leberflecken eine Unregelmäßigkeit, eine bösartige Veränderung oder die Tendenz zu eben jener erkennt, wird er handeln – und Dir einen Termin zum Entfernen des Mals anbieten. Dabei werden die betroffenen Leberflecken unter örtlicher Betäubung mit dem Skalpell herausgeschnitten, mit einer Metallschlinge abgetragen oder mit einer Stanze ausgestanzt. Zurück bleibt nur eine kleine Wunde, die sich im Idealfall ohne größere Narben zurückbildet. Meistens trägt der Arzt auch die Haut, die die Leberflecken umgibt, zum Teil ab, um sicher zu gehen, dass alle veränderten Zellen entfernt wurden und Du Dir keine Gedanken mehr machen musst. Wenn der Verdacht besteht, dass sich bereits Hautkrebs gebildet hat, wird der Arzt eine Gewebeprobe der entfernten Leberflecken an einen Pathologen schicken – bestätigt sich der Verdacht, können so schnell weitere Behandlungsmaßnamen eingeleitet werden. Wenn eine medizinische Notwendigkeit vorliegt, übernimmt Deine Krankenkasse die Kosten für das Entfernen von Leberflecken – das vorangehende Hautkrebsscreening allerdings leider nicht. Erst wenn Du 35 Jahre oder älter bist, kommt die Versicherung alle zwei Jahre für die eingehende Untersuchung Deiner Leberflecken auf. Gerade wenn Du ein heller Hauttyp bist, bereits viele Leberflecken hast oder Dich viel in der Sonne aufhältst, solltest Du allerdings in Deine Gesundheit investieren und das Hautkrebsscreening vor dem 35 Lebensjahr aus eigener Tasche bezahlen. Es kostet durchschnittlich um die 30 Euro – gut investiertes Geld, schließlich dient es Deiner Gesundheit!

Leberflecken sind kein Grund zur Sorge – selbst wenn Dein Körper damit übersät ist. Wenn Du ein wachsames Auge auf sie hast und Dich auch nicht vor einem Gang zum Arzt scheust, ist das schon die halbe Miete in Sachen Gesundheit. Wenn Du dann noch auf den richtigen Sonnenschutz achtest und Deiner Haut immer mal wieder eine ordentliche Portion Pflege gönnst, machen Deine Leberflecken hoffentlich keine Probleme. Und wer weiß, vielleicht wird der ein oder andere von ihnen sogar zu Deinem Markenzeichen, genau wie bei Cindy Crawford.

Bildquelle: Thinkstock.com / Dean Bertoncelj


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Was denkst du?

  • styleprincess21 am 10.07.2014 um 12:49 Uhr

    Viele Leberflecken sind schon ein Grund zur Besorgnis. Ich habe ganz viele und mein Arzt sagt immer, dass viel zu wenige Leute ihre Leberflecken regelmäßig kontrollieren lassen.

    Antworten
  • firststory am 13.02.2014 um 16:28 Uhr

    Leberflecken können echt gefährlich werden, ich geh damit immer zum Arzt!

    Antworten
  • redheadgirl am 07.02.2014 um 11:54 Uhr

    ich hab ziemlich viele Leberflecken und auch sehr helle Haut, daher geh ich regelmäßig zum Hautarzt, auch wenn ich noch keine 35 bin. sicher ist sicher, bisher war aber alles gut

    Antworten