Periorale Dermatitis
Anett Pohlam 25.03.2015

Eine gute Pflege der Haut wird in allen Beautymagazinen dieser Welt propagiert. Die periorale Dermatitis zeigt jedoch, dass zu viele Produkte genau das Gegenteil einer schönen und gepflegten Haut bewirken können. Was steckt hinter dieser Hautkrankheit und warum betrifft die periorale Dermatitis ausgerechnet die Frauen, die verstärkt auf ihre Optik achten?

Ein Tupfer Feuchtigkeitscreme hier, eine Nachtpflege da und die Foundation darf natürlich auch niemals fehlen, um einen makellosen Teint zu kreieren. Für die meisten Frauen gehört es schlicht und ergreifend zum Alltag, ihrer Haut viel Aufmerksamkeit und Pflege zukommen zu lassen, und besonders das Gesicht steht dabei oft im Fokus des Beautyprogramms. Jedoch ist zu viel des Guten häufig der Grund dafür, dass die Haut von Rötungen und Pickelchen gezeichnet ist, die auch mithilfe noch so vieler Produkte und Pflegemittel nicht weichen wollen. Ist das auch bei Dir der Fall, könnte die periorale Dermatitis dahinterstecken. Hierbei handelt es sich um eine Hautkrankheit, von der häufig sehr gepflegte Frauen betroffen sind und die daher auch „Stewardessenkrankheit“ genannt wird. Der Einsatz zu vieler und oft wechselnder Beautyprodukte ist die Hauptursache für die periorale Dermatitis und die daraus resultieren Hautprobleme. Doch heißt das, dass wir in Zukunft auf unsere geliebten Kosmetika verzichten müssen?

Periorale Dermatitis hat sichtbare Folgen im Gesicht

Periorale Dermatitis weicht Dir lange Zeit nicht von der Seite

Periorale Dermatitis entsteht häufig bei Überpflege

Um die Haut so gut es geht vor äußeren Umwelteinflüssen wie beispielsweise zu starker Sonneneinstrahlung zu schützen und ihr alle Nährstoffe zu liefern, die sie benötigt, greifen viele Frauen regelmäßig zu diversen Feuchtigkeitscremes, Seren, Reinigungslotionen und Kosmetikprodukten. Prinzipiell ist gegen eine gute Pflege der Haut auch nichts einzuwenden, doch kommt sie mit zu vielen Wirkstoffen in Berührung, kann dies die periorale Dermatitis zum Vorschein bringen. Was „zu viel“ ist, hängt ganz von der Beschaffenheit der Haut ab, doch insbesondere sensible Hauttypen machen häufig früher oder später Bekanntschaft mit der unangenehmen, aber nicht ansteckenden Hautkrankheit. Wird die Haut über einen langen Zeitraum mit vielen verschiedenen oder sogar den falschen Beautyprodukten gepflegt, kann sie unter Umständen nicht mehr eigenständig Fette und Lipide produzieren – trockene und schuppige Hautpartien sind die Folge. Und was machen wir, wenn die Haut nach Feuchtigkeit ruft? Richtig, wir pflegen sie noch mehr und so nimmt das Unheil seinen Lauf. Anstatt dem größten Organ des menschlichen Körpers nämlich eine Ruhepause zu gönnen, belasten wir es noch weiter mit den chemischen Inhaltsstoffen aus dem Beauty Case. Die periorale Dermatitis macht sich schließlich durch kleine Bläschen, Pusteln und eine juckende sowie gerötete Haut entlang des Mundes und der Nasenflügel bemerkbar. Hin und wieder sind auch Wangen und Kinn von der sogenannten „Mundrose“ betroffen.

Periorale Dermatitis kann durch Stress gefördert werden

Neben dem zu großzügigen Griff in das Kosmetiktäschchen sehen Experten auch Stress und eine ungesunde Ernährung als mögliche Faktoren, die die periorale Dermatitis begünstigen. Deine Haut reagiert sehr sensibel auf deinen Lifestyle, sodass Dir daran gelegen sein muss, Deinen Körper und damit auch Deine Haut zu schützen. Ein übermäßiger Konsum von Zucker, künstlichen Inhaltsstoffen und Fett hinterlässt in Form von Pickeln und einem unausgeglichenen Feuchtigkeitshaushalt Spuren im Gesicht. Zu viel Hektik und Stress sorgen zudem nicht nur für Falten, sondern unter Umständen auch für die periorale Dermatitis. Entspannung und eine gesunde, ausgewogene Ernährung können also die Schlüssel zu einer schönen Haut sein, sodass der nächste freie Tag allein dem Relaxen gewidmet sein sollte.

Periorale Dermatitis braucht eine Nulldiät

Die periorale Dermatitis ist ein Problem, das Dich zwar einige Wochen lang beschäftigen wird, doch hältst Du Dich an die goldene Regel, solltest Du die „Stewardessenkrankheit“ schon bald hinter Dir lassen können. Das Zauberwort im Kampf gegen die periorale Dermatitis lautet „Nulldiät“. Keine Angst, Schokolade und Fastfood müssen nicht komplett von Deinem Speiseplan verschwinden, doch neben Süßigkeiten und Alkohol solltest Du Dich auch so gut es geht von Deinem Make-up fernhalten. Hat Dich die periorale Dermatitis erwischt, ist es nämlich an der Zeit, dass sämtliche Cremes, Foundations und Waschlotionen verschlossen bleiben, bis sich die Haut regenerieren konnte. Auch ein Besuch bei Deinem Hautarzt ist unumgänglich, denn er kann Dir zu Produkten raten, die Deine Beschwerden lindern, die Symptome aber nicht noch zusätzlich verstärken. Möchtest Du der perioralen Dermatitis mit kleinen Hausmitteln zu Leibe rücken, empfehlen wir Dir kalte Umschläge mit Schwarztee, die Deine gereizte Haut beruhigen. Es dauert zwar einige Zeit, bis die „Mundrose“ abgeklungen ist, doch wenn es so weit ist, solltest Du nicht gleich wieder Deine gewohnten Beautyprodukte benutzen. Lasse Dich stattdessen von Deinem Arzt beraten, welche Wirkstoffe wirklich gut für Deine Haut sind und pflege sie damit künftig so, wie sie es verlangt.

Make-up, Stress und eine falsche Ernährung heißen die Übeltäter, wenn es um die periorale Dermatitis geht. Sie reizen die Haut und sorgen dafür, dass sie die Regulierung des Feuchtigkeitshaushalts nicht mehr selbst im Griff hat. So kommt es zu schuppigen und juckenden Hautpartien, die nicht nur das Spiegelbild trüben, sondern sich zudem auch unangenehm anfühlen. Das Gute ist jedoch, dass die periorale Dermatitis mit etwas Geduld, viel Entspannung und dem Verzicht auf Beautyprodukte behandelt und geheilt werden kann. Ziehe Deinen Hautarzt zu Rate, um die richtigen Pflegeprodukte für Deine Haut zu finden und behalte immer im Hinterkopf, dass natürliche Schönheit kein Make-up benötigt.

Bildquelle: istock/Dejan Ristovski


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Was denkst du?

  • sylvie am 29.03.2015 um 11:20 Uhr

    Ich hatte das auch schon, aber es hat geholfen, mal nichts zu tun, zwei Wochen und dann war es weg 🙂

    Antworten
  • allyschade3 am 28.03.2015 um 13:29 Uhr

    ja,ich bin davon betroffen

    Antworten
  • lara1220 am 25.03.2015 um 14:32 Uhr

    Cool, dass ihr über die periorale Dermatitis schreibt! Auch ich hatte diese Hautkrankheit schonmal, habe es dank der Nulldiät aber in den Griff bekommen. Geduld zahlt sich aus, Mädels! 🙂

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