Pickel im Ohr
Katja Nauckam 03.08.2017

Pickel im Ohr schmerzen oft besonders und man kann sie nur schlecht entfernen oder behandeln. Teebaumöl ist sehr hilfreich, aber nur richtig angewendet. Hier erfährst du, wie du es richtig anwendest und was du sonst noch für saubere Ohren ohne Pickel tun kannst.

Pickel am Ohr durch Ohrringe

Durch das Tragen von Ohrringen können auch Pickel am Ohr entstehen.

Warum Pickel im Ohr entstehen können

Pickel können am Ohr genauso entstehen wie im Gesicht, im Hals, am Dekolleté oder den Armen. Sehr unangenehm sind sie jedoch an Körperstellen, die sehr sensibel sind – wie zum Beispiel am Po, der Schamlippe oder eben im oder hinterm Ohr. Im Bereich der Ohrläppchen befinden sich wie im Gesicht ebenfalls Mitesser, die sich entzünden können. Mit einer Mitessermaske kann man diesen ungeliebten Zeitgenossen den Gar ausmachen.

Richtig nervig sind jedoch jene Unreinheiten, die sich als Druckschmerz im Ohr bemerkbar machen, obwohl man äußerlich zunächst keine Ursache für den Pickel erkennen kann. Manchmal ist die Haut dann anfangs einfach nur rot oder gespannt. Unschön wird es, wenn du deine neuen Ohrringe ausprobieren möchtest und in den Ohrenfalten einen entzündenden Pickel entdeckst, der dazu noch richtig weh tut. Oft kommen diese Pickel immer wieder. Warum?

  • Pickel am Ohrläppchen: Das Ohrläppchen enthält genau wie die T-Zone in unserem Gesicht besonders viele Talgdrüsen und Poren, die verstopfen oder sich entzünden können. Vor allem, wenn du Ohrlöcher hast und oft die Ohrringe wechselst, entzünden sich die Ohrlöcher leicht und die Gegend um die Ohrlöcher ist oft von Mitessern übersäht. Als Ohrring-Träger spielen wir gern mal am Ohrläppchen herum, dadurch kommt es natürlich zu einer großen Beanspruchung der Haut und Unreinheiten sowie Entzündungen entstehen.
  • Pickel am Ohrknorpel: Auch in den Falten deines Ohrknorpels verstecken sich gern schmerzende Pickel, die sich entzünden können. Wenn es im Sommer warm ist, lagert sich Schweiß in den Falten ab und dadurch entstehen verstopfte Poren, die sich zu Pickeln entwickeln können. Eine Ursache kann außerdem das Tragen von Over- und On-Ear-Kopfhörern sein. Die Luft staut sich darunter und natürlich lagern sich dann Dreck und Schweiß sowie unzählige Bakterien ab, die auf dem Headset sitzen.
  • Pickel im Gehörgang: Wir alle produzieren Ohrenschmalz, das sich im Gehörgang festsetzt, auch wenn fast niemand gern darüber redet und wir immer nur hoffen, dass man es äußerlich nicht sieht. Es dient normalerweise dazu, Hautpartikel und Bakterien aus dem Gehörgang abzutransportieren und ihn zu pflegen. Manche haben jedoch mehr Ohrenschmalz als andere und dieser kann die Hautporen im Ohr verstopfen. Dann entstehen kleine Eiterpickel, die uns durch ihren Druckschmerz ordentlich ärgern und im ungünstigsten Fall auch zu stärkeren Ohrenschmerzen führen können.
Pickel hinterm Ohr

Ein Pickel im Ohr oder im Gehörgang kann sehr unangenehm drücken.

Ein sehr offensichtlicher aber häufiger Grund für Unreinheiten am Ohr kann auch mangelnde Hygiene sein. Natürlich waschen wir unser Gesicht täglich. Aber jetzt mal ehrlich: Vergisst du nicht auch manchmal das Ohr? Dabei ist das sehr wichtig, denn gerade im Ohr und Gehörgang lagern sich viele Bakterien ab.

Pickel am Ohr und Ohrläppchen richtig behandeln

Wenn du einen Pickel am Ohr entdeckst, solltest du zunächst nicht wild daran herumdrücken. Gerade die Haut am Ohr ist sehr empfindlich und es können unschöne Narben und Druckstellen zurückbleiben. Am ehesten kannst du versuchen, ihn am Ohrläppchen ausdrücken. Im Ohrknorpel wird es eher schwierig, da du hier sehr schlecht herankommst. Reinige dir vorher unbedingt die Hände, damit du das Ohr nicht zusätzlich verunreinigst. Befolge beim Pickeldrücken am besten unsere Anleitung.

Grundsätzlich ist es jedoch besser, den Pickel auszutrocknen. Das kannst du entweder mithilfe eines milden Gesichtswassers oder auch mithilfe von Teebaumöl oder auch Jojobaöl erreichen. Hier heißt es jedoch nicht: viel hilft viel. Ich empfehle dir, ein wenig Öl auf ein Wattestäbchen zu träufeln und den Pickel von Zeit zu Zeit damit zu betupfen. Es eignet sich aber auch eine Kamillenlösung. Vorher solltest du das Ohr ebenfalls mit Wasser reinigen.

Pickel am Ohr

Das Ohr sollte regelmäßig mit Wasser gereinigt werden, jedoch nicht mit einem Wattestäbchen.

Pickel im Gehörgang: Sei vorsichtig!

Mit einem schmerzenden Pickel im Gehörgang solltest du sehr behutsam umgehen und definitiv nicht selbst Hand anlegen oder versuchen ihn mit einem Wattestäbchen zu öffnen. Der Gehörgang ist sehr empfindlich und durch das Aufdrücken könnte Eiterflüssigkeit hineingelangen, die zu weiteren Entzündungen führt. Mit dem Wattestäbchen kannst du das Trommelfell verletzen, wenn du es zu weit hineinsteckst. Ohrenärzte raten daher auch ab, Wattestäbchen zur Ohrenreinigung zu verwenden, da sie das Ohrenschmalz nur tiefer hineinschieben.

Auf keinen Fall darfst du Teebaumöl oder Desinfektionsmittel in den Gehörgang tröpfeln. Du könntest den Eiter und die Entzündung ein wenig mit Ohrenspray aufweichen, aber auch hier solltest du sehr vorsichtig sein. Wenn der Pickel weit über eine Woche schmerzt und sich gegebenenfalls weiterer Ohrenschmalz ansammelt, sodass dein Gehör eingeschränkt ist, gehst du am besten zu deinem HNO-Arzt, der die geeigneten Instrumente hat, um dir rasch zu helfen.

So beugst du Pickeln im Ohr vor

Damit solche schmerzhaften Pickel gar nicht erst entstehen, kannst du einiges tun. Natürlich gibt es keine Garantie, denn die Haut ist nun mal ein Organ, das vielen äußeren und inneren Einflüssen ausgesetzt ist. Es schadet jedoch nicht, einige Tipps zu beherzigen, um Hautunreinheiten vorzubeugen.

  • Pflege dein Ohr! Bei jedem Duschen und Haarewaschen reinigst du am besten dein Ohr mit. Dann können sich auch weniger Bakterien und Schmutzpartikel ablagern und entzünden.
  • Entferne Ohrenschmalz vorsichtig! Verwende deinen Ohren zuliebe am besten keine Wattestäbchen, sondern Wasser und ggf. Reinigungslösung oder Spray für Ohrenschmalz.
  • Halte deine Kopfhörer sauber! Achte darauf, dass du nur Kopfhörer aus echtem Leder trägst, die du reinigen kannst. Verleihe deine Kopfhörer nicht an andere, denn auch hier übertragen sich Bakterien.
  • Reinige dein Telefon! Das Handy halten wir täglich ans Ohr, daher sollte es einmal am Tag mit einem Mikrofasertuch abgewischt werden, da es sonst einen Bakterienherd darstellt.

Um dem Pickel im Ohr den Kampf anzusagen, ist es wichtig, dass du alles, was mit deinen Ohren in Berührung kommt, sauber hältst – sei es dein Telefon, die Kopfhörer, Mützen oder Ohrringe. Dann bietest du auch den Bakterien und Dreck keine Möglichkeit sich weiter zu vermehren und ein Freudenfest an deinen Ohren zu feiern.

Bildquellen: iStock/-101PHOTO-, iStock/ronstik, iStock/SIphotography, iStock/khz

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