Alles schwarz

Blackout-Tattoo: Schön oder zu düster?

Diana Heuschkelam 01.04.2016 um 16:51 Uhr

Tattoos sind so unterschiedlich und individuell wie ihre Träger. Von bunten Comicmotiven über filigrane Schriftzüge bis hin zu realistischen Porträtzeichnungen – all das kann man auf der Haut von Körperkunst-Fans bestaunen. Nun wird ein neuer Trend in der Tattooszene immer beliebter. Dabei steht nicht das Motiv im Vordergrund, sondern nur dessen Farbe: Schwarz – und das flächendeckend! Hier erfährst Du, wie solche Blackout-Tattoos aussehen können und warum man sie durchaus schön finden kann.

Video: Tattoo-Typ-Test

Auf den ersten Blick wirken sie düster und kalt, möglicherweise sogar etwas unheimlich. Man fragt sich gar, was einen Menschen dazu bewegen kann, jeden Millimeter seiner Haut unter einer Wand aus Schwarz zu verbergen. Doch auch ein Blackout-Tattoo kann verspielt oder feminin sein, kann kunstvoll gestaltet oder ausdrucksstark monochrom sein. Und vor allen Dingen können sie dabei helfen, einen Teil der Vergangenheit hinter sich zu lassen.

Blackout-Tattoo: Nicht nur extrem, sondern auch extrem praktisch

Solche flächendeckenden Tattoos eignen sich nämlich besonders gut, um alte Jugendsünden darunter zu verstecken, denn unter der Wand aus schwarzer Farbe verschwindet der Name Deines Verflossenen auf dem Unterarm oder der riesige „Carpe Diem“-Schriftzug auf Deinem Rücken garantiert für immer! Dieser Herr hatte beispielsweise genug von seinem Oberarm-Tribal und entschied sich als Coverup für ein Blackout-Tattoo mit ein paar symmetrisch angeordneten Pünktchen:

Feminine Blackout-Tattoos? Das geht!

Wer sich nun jedoch denkt „Einfach nur schwarz? Das ist doch langweilig!“, der irrt sich gewaltig! Das Rückentattoo dieser mutigen Dame beweist, dass ein Blackout-Tattoo auch wunderbar dazu dienen kann, die anderen Tattoos erst so richtig toll in den Fokus zu rücken. Das super detaillierte Mandala auf ihrer Kehrseite tritt so noch mehr heraus, während die Umrisse des Tattoos die Form ihres Körpers unterstreichen. An ihrer rechten Schulter blitzt sogar noch das Überbleibsel eines älteren Tattoos hervor, woran gut zu erkennen ist, dass auch diese Tattoo-Enthusiastin ihr Blackout-Motiv als Coverup gewählt hat:

Und auch diese junge Frau beweist mit ihrem Dekolleté-Tattoo, dass man aufgrund eines Blackout-Tattoos nicht um den Verlust seiner weiblichen Ausstrahlung bangen muss:

Blackout-Tattoos: Extreme Liebe zur Tätowierkunst

Manchen Anhängern der schwarzen Permanentbemalung geht es jedoch gar nicht unbedingt um ihre praktische Funktion als Coverup. Sie finden die Blackout-Tattoos schön, weil sie extrem sind und dadurch eine besondere Art der Individualität zum Ausdruck bringen. Denn Tribals, Drachen, Schwalben oder Rosen sieht man schließlich immer wieder. Menschen mit Blackout-Tattoos hingegen leben nach dem Motto: „Nur die Harten kommen in den Garten!“ und zeigen mit ihrer auffälligen, schwarzen Bemalung, dass sie so hingebungsvolle Tattoo-Fans sind, dass sie der Körperkunst am liebsten jeden Zentimeter ihrer Haut widmen möchten. Abgesehen davon erfordert ein solches Motiv eine Menge Ausdauer und eine gewisse Schmerzresistenz. Denn wenn jede noch so kleine Spur unbemalter Haut verschwinden soll, kann der Tätowierungsprozess schon mal viele Stunden in Anspruch nehmen und viele Schmerzen verursachen.

Man sieht: Sogar ein Tattoo, das im ersten Moment wie eine Wand aus Schwarz wirkt, lässt sich absolut kreativ und individuell gestalten. Wenn Du nun Geschmack an diesem Trend gefunden hast, plane einige schmerzhafte Stunden in Deinen Terminkalender ein, um zum auffälligen Hingucker zu werden.

Bildquelle: iStock/Oxana_m, iStock_AlexZaitsev

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