Dermal Punch
Katja Gajekam 28.08.2017

Ohrpiercings aller Art werden immer beliebter. So ist längst nicht mehr nur das klassische Loch im Ohrläppchen angesagt, sondern auch alle möglichen Piercings im Ohrknorpel. Doch sich diese Stellen stechen zu lassen kann mitunter sehr schmerzhaft sein, zudem dauert es Monate, bis die Wunde verheilt ist und ein anderer Schmuck eingesetzt werden kann. Erfahre hier, inwiefern Dermal Punch eine gute Alternative sein kann, auch zum langwierigen Dehnen von Tunneln.

Was ist ein Dermal Punch?

Tunnel im OhrAls Dermal Punch (deutsch etwa „Haut stanzen“) wird eine Technik zum Piercen bezeichnet. Dabei wird das Loch im Knorpel oder im Bindegewebe mit einer Hohlnadel in dem Durchmesser des gewünschten Piercings herausgestanzt. Die flache Nadel funktioniert dabei wie ein Locher und schafft Platz für Piercings im Ohr oder auch in der Nase.

Besonders bei Piercings im Knorpel ist das Punchen eine gute Methode. So werden Löcher für Helix-, Tragus– oder Industrial-Piercings oft auf diese Art gewonnen. Das Conch-Piercing kann sogar nur auf diese Weise erstellt werden. Doch auch für ungeduldige Flesh-Tunnel-Träger im Ohrloch ist der Dermal Punch geeignet, da so einige Dehnschritte verkürzt werden können. Bis zu acht Millimeter Durchmesser kann das gestanzte Loch haben. Die Kosten können variieren, realistisch ist jedoch ein Preis zwischen 60 und 70 Euro.

Die Vorteile beim Punchen

Das Punchen bietet viele Vorteile, die vor allem darin liegen, dass Haut und Knorpel hier nicht wie beim normalen Stechen einfach verdrängt, sondern einfach entfernt werden. Ansonsten kommt es fast immer zu leichtem bis starkem Druckschmerz, da der Knorpel sich nicht wie die Haut einfach dehnen lässt. Das Stanzen schafft jedoch ein Loch, welches passend zum gewünschten Schmuck groß ist. Dies sind die Vorteile:

  • Das Stechen selbst ist nicht ganz so schmerzhaft wie beim herkömmlichen Stechen
  • Danach besteht weit weniger Druckschmerz
  • Die Heilung erfolgt sehr schnell: Normalerweise heilt ein gestochenes Piercing im Knorpel etwa 3-9 Monate lang aus, beim Dermal Punch nur 2-3 Monate
  • Geringeres Entzündungsrisiko und auch sonst wenig Komplikationen (z. B. kaum Bildung von Wildfleisch)
  • Altes, verknorpeltes Gewebe von alten Piercings kann mit dem Dermal Punch entfernt werden

Hier in dem kurzen Instagram-Video kannst du sehen, wie ein Dermal Punch durchgeführt wird:

Was du sonst noch wissen musst

Bevor du dir ein Piercing mithilfe des Dermal Punch machen lässt, solltest du wissen, dass das gestanzte Loch nicht wieder zuwachsen kann, falls du irgendwann an dieser Stelle keinen Schmuck mehr tragen willst. Denn Knorpelgewebe kann vom Körper nicht nachproduziert werden, es kann lediglich irgendwann ein wenig Haut über das Loch wachsen und es kleiner erscheinen lassen. Zudem musst du vermutlich sehr viel Blut beim Dermal Punch lassen, weit mehr als beim normalen Stechen. Es kann jedoch ein Tunnel oder ein Plug in den Wundkanal eingesetzt werden, welcher die Wunde verschließt und die Blutung stillt. Halte dich anschließend genau an die Anweisungen deines Piercers, was die Pflege und Desinfektion der Wunde angeht.

Spielst du mit dem Gedanken, dir einen Dermal Punch machen zu lassen? Oder hast du vielleicht sogar schon Erfahrungen damit gemacht? Dann teile uns diese doch in den Kommentaren mit, Neulinge in dem Bereich sind sicher dankbar über jeden wertvollen Tipp!

Bildquellen: iStock/Casarsa/Ademortuus, instagram

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