Frau mit Eskimo-Piercing
Katja Gajekam 06.07.2017

Lippenpiercings gehören nach wie vor zu den beliebtesten im Gesicht. Sie lassen sich meist recht unkompliziert stechen und bringen überschaubare Risiken mit sich. Seit Jahren besonders im Trend ist das Eskimo-Piercing, auch Vertical Labret genannt. Es wird von unten durch die Mitte oder an der Seite der Unterlippe gestochen und kommt oben wieder raus. Hier bekommst du alle wichtigen Infos und Fakten zum Eskimo-Piercing!

Eskimo-Piercing mit Ring

Auch ein Ring als Eskimo-Piercing ist möglich.

So wird das Eskimo-Piercing gestochen

Das Stechen des Eskimo-Piercings geht recht schnell. Es wird senkrecht mit einer Kanüle durch die Lippe gestochen, anschließend wird der Schmuck eingesetzt. Dies kann oft unangenehmer sein, als das Stechen an sich, dennoch ist der Schmerz laut vieler Träger eines Vertical Labret recht erträglich. Die Lippe kann anschließend etwas bluten und anschwellen.

Risiken beim Stechen

Die Risiken bei dieser Piercing-Variante sind eher gering, da beim Stechen keine wichtigen Nervenbahnen verletzt werden können. Dennoch solltest du dich nur an einen erfahrenen Piercer wenden und das Eskimo-Piercing auf keinen Fall selbst stechen: Wird das Piercing falsch gestochen, kann die Lippe dauerhaft einreißen. Daher wird nicht immer oben durch das Lippenrot, sondern im Idealfall kurz dahinter gestochen.

Die Kosten des Piercings

Das Lippenpiercing kann dich zwischen 40 und 80 Euro kosten. Manchmal wird das Stechen sogar noch günstiger angeboten. Du solltest dich jedoch nicht von attraktiven Preisen blenden lassen, sondern dir ein Studio aussuchen, in dem in jedem Fall hygienisch gearbeitet wird und welches dich mit den Arbeiten seines Piercers überzeugen kann.

Der Piercing-Schmuck

Als Schmuck für das Vertical Labret wird ein gewölbtes Bananenpiercing, auch Curved Barbell genannt, verwendet. Ein gerades ist nicht geeignet, da die Form der Lippe ebenfalls gewölbt ist. Wichtig: Das Barbell muss die richtige Länge haben und auch eine mögliche Schwellung der Lippen muss mit einberechnet werden. Das heißt, bei volleren Lippen wird ein längeres, bei schmalen Lippen ein kürzeres Piercing verwendet. Du kannst dir deinen gewünschten Schmuck natürlich direkt im Piercingstudio aussuchen. Später, wenn das Piercing verheilt ist, kannst du auch einen Ring tragen. Oft wird das Eskimo übrigens mit dem Medusa-Piercing kombiniert getragen!

Heilung & Pflege

Die Heilung des Eskimo-Piercings dauert meist mindestens vier Wochen, spätestens nach sechs sollte jedoch alles verheilt sein. Hier sind ein paar Tipps, damit du dein neues Piercing schnell genießen kannst:

  • Halte dich genau an die Anweisungen deines Piercers. Er wird dir eine Tinktur für die Einstichstellen mitgeben.
  • Sei anfangs vorsichtig beim Essen von scharfen oder zu heißen Lebensmitteln. Sie könnten die Lippe reizen.
  • Verzichte zudem erstmal auf Milchprodukte, diese sollten immer bei offenen Wunden im Mundraum gemieden werden.
  • Das Trinken oder Spülen mit Kamillentee ist eine natürliche Möglichkeit, Entzüdnungen zu verhindern.
  • Auch Küssen kann in den ersten zwei Wochen nach dem Stechen ein Problem sein. Verzichte auf wilde Knutschereien, bis alles verheilt ist und du keine Schmerzen mehr hast.
  • Ist dein Piercing doch entzündet? Im verlinkten Artikel haben wir einige Tipps für dich parat.

Kann das Piercing rauswachsen?

Oft hört man, dass das Eskimo-Piercing irgendwann aus der Lippe rausgewachsen kann. So häufig kommt dies jedoch in der Tat nicht vor, es sei denn, es wurde zu weit vorne gestochen. Bei Surface Piercings beispielsweise ist das Rauswachsen ein weitaus häufigeres Problem.

Gefahr von Narben

Natürlich hinterlässt so gut wie jede Einstichstelle im Körper Narben. Wie stark diese ausfallen, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Zum Beispiel davon, wie dick der verwendete Stecker war, wie lange er getragen wurde oder ob er in der Lippe gewandert ist. Auch eine längere Entzündung kann Narben hinterlassen. Wenn jedoch alles glattgeht, wirst du später keine besonders auffällige Narbe zurückbehalten; lediglich an der unteren Einstichstelle kann noch eine kleine Spur vom Piercing zu sehen sein.

Video: Erfahrungen mit dem Eskimo-Piercing

Wenn du dir unbedingt ein Piercing stechen lassen willst, kann es hilfreich sein, wenn du dich vorher genau informierst, welche Piercing-Arten es so gibt. Denn auch, wenn der Körperschmuck vielleicht schnell gestochen ist, so sollten Stil und Körperstelle im Vorfeld gut überlegt sein. Teste es vorher ruhig mit einem Fake-Piercing!

Bildquellen: iStock/JeffBanke/qunamax, instagram

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