Vorsicht

Frisches Tattoo und Sport: Das musst Du beachten!

Susanne Falleram 23.09.2016 um 14:37 Uhr

Eine frisch gestochene Tätowierung bedarf einer besonderen Pflege und Schonung. Wie sieht es also mit Joggen, Krafttraining und Co. aus? Darf man mit einem ganz neuen Tattoo Sport machen? Wir klären Dich auf, ab wann Du nach dem Stechen mit dem Training wieder loslegen kannst und was Du dabei unbedingt beachten musst.

Sicherlich bist Du ganz stolz auf Dein neues Tattoo. Doch egal, ob es nur ein kleines Tattoo geworden ist oder ein großes Blackout-Tattoo, ein filigranes weißes Tattoo oder eine bunte Watercolor-Variante, in Sachen schweißtreibender Fitness kurz nach dem Stechen solltest Du immer Vorsicht walten lassen. Klar, Du willst Dein Sportprogramm möglichst nicht zu lange unterbrechen, um nicht aus dem Rhythmus zu kommen (und die Motivation zu verlieren). Trotzdem hast Du ein bestimmtes Hautareal mit der Tätowierung ziemlich strapaziert und solltest deshalb einen Gang runterschalten. Sonst schadet das Workout mehr, als das es Dir etwas nützt. Und Du willst an Deinem Tattoo ja schließlich auch lange Spaß haben, oder?

Tattoo Sport

Bei neuen Tattoos kann Sport zum Problemen führen.

Tattoo & Sport: Wie lange sollte man pausieren?

Es gibt zwar einige Leute, die aus eigener Erfahrung berichten, dass sie keine Probleme mit dem Sport direkt nach dem Tattoo-Termin hatten. Damit es keine Komplikationen gibt und sich die tätowierte Haut am Ende noch entzündet, sollte man jedoch eine gewisse Zeit die Füße still halten. Es wird empfohlen, Sport nach dem Tattoo für eine bis zwei Wochen zu vermeiden. Warum das so lange nötig ist, ist eigentlich logisch: Die Haut wurde durch die vielen, kleinen Stiche mit der Tattoonadel leicht verletzt und muss nun erst mal in Ruhe abheilen. Auf dem Tattoo bilden sich feine Krusten, die ein Zeichen der Heilung sind und die auf keinen Fall absichtlich oder unabsichtlich abgezupft werden sollten. Wenn Du auch noch viel schwitzt, könnte der Schweiß auf die tätowierte Haut gelangen und Infektionen begünstigen. Deshalb musst Du hier möglichst vorsichtig sein und keine enge Sportkleidung über der Tätowierung tragen, mit schweren Geräten vorsichtig sein und kein exzessives Training einlegen. Fällt die Kruste von alleine nach gewisser Zeit ab, kannst Du Dich langsam wieder an den Sport machen.

Allerdings kommt es bei dem Sportverbot auch ein bisschen auf die Stelle an, an der man sich tätowieren lassen hat. Ziert die Körperbemalung zum Beispiel Deinen Oberarm, kannst Du bedenkenlos joggen gehen, solltest aber auf Gewichtheben eine Weile verzichten, um Deinen Arm nicht zu sehr zu belasten. Zudem kann es passieren, dass sich das frische Tattoo durch einen starken Muskelaufbau unschön verzieht oder, wenn sich die Haut so sehr dehnt, dass sie einreißt (erfahre bei uns, was gegen Dehnungsstreifen hilft), komplett ruiniert ist. Das betrifft aber nur besondere Härtefälle, die auf Hochleistungssport partout nicht verzichten wollen. Trotzdem gilt: Wenn Dein Sport genau die tätowierte Stelle beansprucht und belastet, dann solltest Du für einen reibungslosen Heilungsprozess pausieren. Du kannst ja währenddessen auf eine andere Sportart ausweichen.

Tattoo und Sport

Nachdem das Tattoo abgeheilt ist, kannst Du mit Deinem Workout wieder loslegen.

Auf was man nach einem Tattoo noch verzichten sollte

Nicht nur in Sachen Bewegung ist nach dem Tätowieren Vorsicht gefragt. Auch auf die Sauna und das Schwimmbad solltest Du verzichten und zwar für ganze sechs Wochen. Sowohl Schweiß als auch Chlor- und Salzwasser können sich nämlich negativ auf das frische Tattoo auswirken. Außerdem darf die Haut nicht aufweichen (weshalb Du auch lieber Duschen statt Baden solltest). Auch das Solarium und langes Braten in der Sonne sind für diesen Zeitraum verboten. Gerade in den ersten zwei Wochen kann ein Sonnenbrand zu allergischen Reaktionen auf dem Tattoo führen und Narben verursachen.

Wie lange Du nach dem Tattoostechen keinen Sport machen und Deine Haut sonstigen Belastungen aussetzen darfst, hängt also von verschiedenen Faktoren ab. Beobachte einfach genau, wie die Heilung vorangeht. Wenn Du merkst, dass sich etwas entzündet, gehe am besten gleich zum Arzt.

Bildquelle: iStock/funduck, iStock/alessandro-tomiello

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