Helix Piercing Risiken
Susanne Falleram 30.03.2017

Das Helix-Piercing zählt zu den absoluten Klassikern unter den Piercings und überlebt seit Jahren jedes Trend-Piercing. Gestochen wird es, wie der Name schon sagt, durch die Helix. Das ist die kleine, wulstartige Umrandung des Ohrs. Es wird also ganz oben durch den Knorpel gestochen. Welche Risiken ein Helix-Piercing mit sich bringt und welche Kosten Dich erwarten, das erfährst Du hier.

Helix

Ein Helix-Piercing birgt Risiken.

Mein Helix-Piercing trage ich bereits seit acht Jahren am linken Ohr. Ich habe es mir damals recht spontan bei einem Juwelier schießen lassen. Ja, schießen lassen. Damals war mir nicht bewusst, wie leichtsinnig und gefährlich das ist. Denn eines musst Du vorab unbedingt wissen: Lass Dir ein Helix auf gar keinen Fall mit einer herkömmlichen Ohrloch-Pistole schießen.

Da das Ohr an der Piercing-Stelle, ebenso wie zum Beispiel beim Daith-Piercing, komplett aus Knorpel besteht, kann es sein, dass Dir das Durchschießen diesen zersplittert und heftige Entzündungen hervorruft, sodass Du Deinen Ohrring nach kurzer Zeit rausnehmen musst. Zudem können Nerven verletzt werden. Ich hatte Glück, dass ich nur mit anfänglich fiesen Schmerzen und einer leichten Entzündung davongekommen bin.

Generell solltest Du Dir ein Helix-Piercing ausschließlich stechen lassen. Doch auch hier solltest Du Dir über eventuelle, gesundheitliche Konsequenzen bewusst werden.

Video: Geschichte des Piercings

Helix-Piercing: Risiken beim Stechen und bei der Heilung

Helix Piercing stechen

Lass Dir ein Helix-Piercing immer stechen!

Das Stechen an sich verläuft wie bei den meisten anderen Piercings auch: Die betroffene Stelle wird desinfiziert, markiert und mit einer Piercingnadel durchstochen. Die Schmerzen können mittelstark bis groß sein, da hier ja nicht bloß durch die Haut gestochen wird, wie bei einem klassischen Ohrloch, sondern durch ein festes Stück Knorpel, was schon ein kleiner Kraftakt ist. Eine weitere Variante ist das sogenannte Punchen bzw. Stanzen, bei dem ein Teil des Knorpels mit einem speziellen Gerät entfernt wird, wodurch Druckschmerzen durch den Schmuck im Knorpel vermindert werden.

Dass ein Helix-Piercing Risiken mit sich bringt, ist wie bei jedem anderen Piercing normal. Beim Stechen besteht im Endeffekt vor allem die Gefahr, dass ein Nerv getroffen wird oder das Loch unsauber gestochen wird. Das kommt bei geübten Piercern allerdings eher selten vor. Das größte Risiko besteht in der Heilungsphase danach.

Dass sich das Helix-Piercing entzündet, kann nämlich durch folgendes Risikoverhalten schnell passieren:

  • Du spielst zu viel an dem Stecker herum
  • Du hast währenddessen auch noch dreckige Hände
  • Deine Haare verheddern sich im Piercing
  • Eine Mütze, ein dicker Schal oder ähnliches bleiben am Piercing hängen
  • Du pflegst es nicht genug

Zusätzlich kommt noch dazu, dass die Heilung des Helix-Piercings vergleichsweise lange dauert, da das Knorpelgewebe nicht durchblutet wird, wodurch es sich von seiner „Verletzung“ nicht so schnell erholen kann. In der Regel dauert die Heilung beim gestochenen Helix drei bis sechs Monate, beim gestanzten Piercing kann es sich auf zwei bis vier Wochen verkürzen. Danach kannst Du Deinen Schmuck wechseln und statt eines Steckers zum Beispiel einen Ring oder einen Herzchen-Piercingstecker tragen. Wenn Du Dein Piercing mal verstecken willst, kannst Du das auch mit einem Retainer machen.

Helix Schmuck

Ist alles verheilt, kannst Du mit verschiedenem Helix-Schmuck experimentieren!

Die Kosten für ein Helix-Piercing

Der Preis für ein Helix-Piercing unterscheidet sich im Grunde nicht von dem anderer professionell gestochener Piercings. Heißt: Für Deine Ohrverzierung musst Du mit Kosten von etwa 40 bis 70 Euro rechnen. Der erste, medizinische Stecker sowie ein Pflegespray sind meistens im Preis inbegriffen. Frag hier am besten nochmal bei Deinem Piercer nach, wie seine Preisliste aussieht.

An dieser Stelle möchte ich Dich nochmal warnen: Sich ein Helix-Piercing beim Juwelier schießen zu lassen, kostet zwar nur 10 bis 20 Euro (was für mich, als ich noch jung und naiv war, der ausschlaggebende Grund war neben der Tatsache, dass der nächste Piercer ein ganzes Stück entfernt war), bringt aber einfach zu viele Nebenwirkungen mit sich, die richtig schmerzhaft und sogar mit gesundheitlichen Konsequenzen enden können. Hier solltest Du also definitiv nicht sparen, sondern Dich lieber in Profi-Hände begeben. Schließlich willst Du an Deinem Helix-Piercing ja lange Spaß haben und Dich nicht unnötigen Risiken aussetzen!

Trägst Du vielleicht selber ein Helix-Piercing? Dann berichte uns gerne von Deinen Erfahrungen mit den Kosten und etwaigen Risiken in den Kommentaren.

Bildquellen: iStock/LuminaStock, iStock/StevieS, iStock/AntonioGuillem, iStock/ajr_images

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