Gemalte Kunst

Henna-Tattoo selber machen: So gelingt’s!

Susanne Falleram 17.06.2016 um 11:45 Uhr

Ein dauerhaftes Tattoo ist schön und gut. Doch wer sich nicht sicher ist, ob er sich an eine solche Hautverzierung ewig binden möchte, der kann es auch erst einmal mit einer kürzer haltbaren Variante probieren. Ein Henna-Tattoo selber machen ist zum Beispiel gar nicht so schwierig und sieht trotzdem sehr schön aus. Was Du dafür brauchst und wie es gelingt, erklären wir Dir hier.

Video: Tattoo-Typ-Test

Henna-Tattoo selber machen

Henna-Tattoos kann man einfach selber machen

Henna-Tattoos kommen eigentlich aus orientalischen Ländern, gehören aber beispielsweise auch in Indien zur traditionellen Körperkunst. Hier werden schon seit Jahrhunderten vor allem Hände und Füße mit der Pflanzenpaste kunstvoll verziert. Die Blumenranden, Muster und Linien haben einen symbolischen Wert und verheißen in der Regel Glück und Gesundheit. Während in nordafrikanischen Ländern oft großflächig gemalt wird und geometrische Figuren typisch sind, sind es in Indien eher verspielte Blumenranken und filigrane Muster, die auf die Haut gemalt werden. So oder so haben die temporären Tätowierungen einen ganz besonderen Charme und werden gerade im Sommer zu luftigen Outfits zum Hingucker.

Das Schöne: Ein Gang zum Tätowierer ist für sie, im Gegensatz zum Beispiel zu Blackout-Tattoos, Watercolor-Tattoosweißen Tattoos oder UV-Tattoos nicht nötig. Ein Henna-Tattoo selber machen ist nämlich ganz easy. Alle Infos und eine Anleitung bekommst Du hier.

Henna-Tattoo selber machen

Beim Henna-Tattoo selber machen entscheidest Du natürlich, welche Muster Deinen Körper zieren sollen

Wie lange hält ein Henna-Tattoo?

Der große Vorteil (oder Nachteil, je nach dem, wie man es sehen möchte) von Henna-Tattoos ist: Sie sind nicht ewig haltbar. Etwa ein bis zwei Wochen bleibt die Malerei auf der Haut, da sie sich nur in den obersten Hautschichten festsetzen. Nach dieser Zeit verblassen sie wieder und verschwinden schließlich komplett. Das liegt natürlich zum einen an der Pflanzenfarbe, zum anderen daran, dass diese nicht unter die Haut gestochen, sondern lediglich aufgemalt wird.

Achtung, Allergie-Gefahr!

Henna-Tattoo selber machen

Vor dem Auftragen solltest Du überprüfen, ob Du die Henna-Farbe verträgst

Bei Naturprodukten kann es natürlich auch vorkommen, dass die Haut auf sie allergisch reagiert. Deshalb solltest du vor Deinem Mal-Vorhaben auf jeden Fall testen, ob Du das Henna verträgst. Dasselbe gilt ja schließlich beispielsweise auch, wenn Du Henna-Farbe zum Haare färben verwendest. Dazu gibst Du etwas von der Farbe auf die Haut, zum Beispiel in die Armbeuge oder an eine verborgenere Stelle. Wenn Du nach kurzer Zeit eine Rötung siehst oder es anfängt, zu jucken, dann solltest Du lieber die Finger von einem Henna-Tattoo lassen. Wenn nichts passiert, außer, dass sich Deine Haut durch die Farbe leicht einfärbt, kann es losgehen!

Henna-Tattoo selber machen: Das brauchst Du

Wir haben Dir einen kleinen Einkaufszettel zusammengestellt für all das, was Du brauchst, um ein Henna-Tattoo selber zu machen:

  • Henna-Farbe. Mit einer Spritztüte lässt sich das Henna-Tattoo sauber auftragen[/caption]

    Und so malst Du das Henna-Tattoo auf

    Schritt 1: Bevor Du lospinselst, solltest Du die entsprechende Stelle der Haut gut reinigen und abtrocknen, sodass kein Schmutz oder Fett der Prozedur in die Quere kommt. Wenn Du mit Schablone arbeitest, kommt diese nun zum Einsatz. Lege sie so auf, dass sie möglichst ebenmäßig und gerade auf der Haut ist. Mit der Henna-Farbe und einem Wattestäbchen malst Du nun die freien Stellen der Schablone sorgfältig nach. Ein kleines Henna-Tattoo kannst Du auch versuchsweise frei Hand malen und Dich beim Muster austoben. Sinn macht es aber, dieses vorher wenigstens auf Papier schon mal vorzumalen.

    Henna-Tattoo selber machen

    Feuchtigkeit und Wärme helfen, das Henna-Tattoo haltbar zu machen

    Schritt 2: Beim Malen solltest Du das Henna auf der Haut zwischendurch immer mal wieder befeuchten, damit es nicht trocknet, denn so kann es nicht mehr auf die Haut abfärben. Dafür verwendest Du ein mit Wasser befeuchtetes Wattepad. Bist Du fertig mit Deinem Kunstwerk, ziehst Du die Schablone ab und lässt die Farbe so lange einwirken, bis die Paste von alleine abbröselt. Das kann einige Stunden dauern, nimm Dir also genügend Zeit dafür. Je länger die Einwirkzeit ist, desto intensiver wird auch das Ergebnis. Damit es warm und feucht bleibt, kann man es mit Frischhaltefolie sanft umwickeln oder sich ab und zu an eine Heizung begeben, um die Hautstelle aufzuwärmen. Zwischenzeitlich ab und zu mit Wasser betupfen, um den Prozess zu verlängern.

    Schritt 3: Nachdem die Pflanzenpaste komplett abgefallen ist, trägst Du die feinen Reste mit einem in Öl oder Bodylotion getränkten Wattepad ab. So hältst Du die Haut auch gleich geschmeidig, wodurch das Henna-Tattoo auch länger haltbar bleibt. In den nächsten 24 Stunden dunkelt die Farbe übrigens noch nach. Achte darauf, dass Du Deine Hände, Füße oder wo auch immer sich Dein selbstgemachtes Tattoo befindet, nicht intensiv mit Wasser wäschst und abschrubbst. Sonst ist es schneller wieder verschwunden, als Dir lieb ist.

    Henna-Tattoo selber malen

    Ein Henna-Tattoo selber machen gelingt mit etwas Übung immer besser!

    Bildquellen: iStock/TobinC, iStock/l2egulas, iStock/MaximFesenko, iStock/BENSIN JONGSEE, iStock/Michael Zysman, iStock/OZ_Media

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