Labret Piercing
Susanne Falleram 19.07.2017

Lust auf eine Verzierung im Gesicht? Dann könnte dir das Labret-Piercing gefallen: Es wird unterhalb der Unterlippe gestochen und sitzt somit sehr präsent, für jeden gut sichtbar. Damit wird dein Mund definitiv zum Hingucker! Bevor du zum Piercer gehst und dir das Unterlippenpiercing stechen lässt, verraten wir dir alles rund um Kosten, Schmerzen, den richtigen Schmuck und weitere, wichtige Fakten.

Video: Die Geschichte der Piercings

Du bist ein absoluter Piercing-Fan? Dann solltest du dir dieses spannende Video über die lange Geschichte des Körperschmucks ansehen:

Das Labret-Piercing gehört zwar nicht zu den Piercing-Trends 2017, muss es aber auch nicht: Es ist ein zeitloser Klassiker in Sachen Körperschmuck, den man sich jederzeit stechen lassen kann. Trend hin oder her!

Das musst du über das Labret-Piercing wissen

1. Das Piercing kann an verschiedenen Stellen gestochen werden

Als Labret-Piercing werden heutzutage alle Piercings im Bereich der Unterlippe bezeichnet (früher waren es noch alle Piercings im Bereich der Lippen). Heißt: Es kann mittig sitzen, aber zum Beispiel auch seitlich. Bei manchen ist es direkt an der Lippe positioniert, bei anderen etwas darunter. Du kannst dir natürlich auch gleich mehrere Piercings an dieser Stelle stechen lassen; diese nennen sich dann „Bites“, berühmtester Vertreter sind wohl die „Snake Bites“, zwei Lippenpiercings jeweils am Rand der Unterlippe.

Unterlippenpiercing

Ein Labret-Piercing ist recht einfach zu stechen.

2. Das Stechen verläuft relativ schnell

Ein Labret-Piercing ist schnell gemacht. Der Piercer desinfiziert und markiert die Stelle, an der das Piercing gestochen wird. Dann nimmt er sich eine sogenannte Klemmzange, die zwei Löcher an den Enden hat, hält damit die Lippe fest und sticht mit der Kanüle waagrecht durch die Haut. Artverwandt ist das Eskimo-Piercing, auch Vertical Labret genannt, das senkrecht gestochen wird. Hört sich fieser an, als es eigentlich ist, denn…

3. Die Schmerzen sind erträglich

Liest man einige Erfahrungsberichte von Labret-Piercing-Trägern, dann kommt man schnell zu Fazit, dass das Stechen und die Heilung nicht allzu schmerzhaft sind. Klar ist das Stechen einen kurzen Moment unangenehm und ziept, doch das ist nur einen Augenblick so. Die Haut lässt sich an dieser Stelle ganz gut durchstechen, sodass die Prozedur nur ein paar Sekunden dauert.

4. Die Kosten liegen im normalen Piercing-Rahmen

Etwa 40 bis 70 Euro wird dich das Stechen des Labret-Piercings kosten. Damit liegt es im klassischen Preisrahmen wie auch viele andere Piercings, etwa das Septum- oder Helix-Piercing.

5. Die Heilungsdauer ist wie bei anderen Piercings

Du musst mit etwa vier bis acht Wochen Heilungszeit rechnen. In dieser Phase kann deine Lippe und die Haut drumherum anschwellen, weshalb beim Stechen auch ein extralanger Stab eingesetzt wird. Es ist also eine ganz normale Begleiterscheinung.

6. Die Risiken sind nicht zu unterschätzen!

An sich gibt es beim Labret-Piercing keine gesonderten Risiken, die es nicht auch bei anderen Piercing-Arten gibt. Dennoch sollte man sie natürlich vermeiden, erst recht, weil das Piercing so präsent im Gesicht sitzt. Bei schlechter Pflege kann sich das Piercing entzünden, rot werden und anschwellen. Zudem solltest du den ersten Stecker nicht zu schnell entfernen, sondern die komplette Heilungszeit abwarten.

Piercing Schmuck Labret

Erst, wenn das Piercing komplett abgeheilt ist, kannst du den Schmuck wechseln.

7. Die richtige Pflege des Unterlippenpiercings ist unerlässlich

Um Komplikationen zu vermeiden, musst du das Labret-Piercing sorgfältig pflegen:

  • Kühle es bei Schwellungen, beispielsweise mit einem Kühlpack oder einem kalten Lappen.
  • Sprühe regelmäßig ein Pflegespray auf das Piercing, sodass sich im Stichkanal keine Bakterien ansammeln. Das Spray erhältst du entweder beim Piercer oder online.
  • Vermeide alles, was dich zum Schwitzen bringt und somit Bakterien in den Stichkanal befördert. Heißt: Sport und Sauna sind erst mal verboten, ebenso das Schwimmbad mit Chlorwasser.
  • Ebenso sind Zigaretten und Alkohol in den ersten Tagen nach dem Stechen keine gute Idee, da beides direkt in den Wundkanal gelangt. Auch von Milchprodukten ist bekannt, dass sie das Bakterienwachstum fördern, also lieber erst mal Finger weg!
  • Achtung in Sachen Zähneputzen: Auch wenn der Mund geschwollen ist und es möglicherweise schmerzt, wenn etwas von der scharfen Mundpflege an die Piercingstelle kommt, ist eine ordentliche Mundhygiene unerlässlich. Statt Zähneputzen kannst du auch ein Mundwasser verwenden, um Reibung zu vermeiden.

8. Der Schmuck für Labret-Piercings ist vielfältig!

Der Stab, den du zu Beginn eingesetzt bekommst, kannst du nach dem Abheilen natürlich auswechseln. Dir steht eine große Auswahl an Piercing-Schmuck zur Verfügung: Ob andere Stäbe oder Ringe, mit Kugeln oder ohne, bunt oder klassisch in Silber oder Gold, du entscheidest. Achtung: Schmuck aus Chirurgenstahl kann beim Labret-Piercing gefährlich werden, wenn er am Zahnfleisch oder gar direkt an den Zähnen reibt. Natürlich sollte der Piercer beim Stechen darauf achten, dass das Piercing so positioniert ist, dass das nicht passiert. Wenn es allerdings so ist, dann setze unbedingt auf PTFE- bzw. Bioflex-Stecker aus Plastik. Die Labretstecker haben eine flache Seite im Mundraum, reiben weniger und sind mitunter auch biegsam, sodass sie im Mund wirklich keinen Schaden anrichten können.

Lippenpiercing Frau

Ein Labret-Piercing gehört zu den Klassikern in Sachen Körperschmuck.

Wie gefällt dir das Labret-Piercing? Hast du dich bereits an ihm sattgesehen, weil es so viele Leute tragen oder ist es für dich immer noch ein schöner, glänzender Hingucker? Vielleicht trägst du ja auch selbst eins; dann berichte uns gerne von deinen Erfahrungen mit diesem in den Kommentaren!

Bildquellen: iStock/shippee, iStock/qunamax, iStock/DonnaSuddes, iStock/JoseASReyes

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