Medusa Piercing
Susanne Falleram 17.11.2016

Bist Du am überlegen, Dir ein Medusa-Piercing stechen zu lassen? Das Piercing liegt ja gerade total im Trend, ist aber prinzipiell ein zeitloser Hingucker, der sämtliche Trendwellen überlebt. Bevor Du Dich in die Hände eines Piercers begibst, solltest Du Dir vorher natürlich alle wichtigen Informationen rund um das Medusa-Piercing einholen. Wir helfen Dir dabei! Erfahre hier, was Du über die Pflege, Schmerzen, Kosten und eine eventuell zurückbleibende Narbe bei diesem Piercing wissen musst.

Die Begeisterung für die Körperverzierung durch Tattoos und für Körperschmuck in Form von Piercings wie Septums, Bridge-Piercings, Jestrum-Piercings, Intimpiercings und weiteren Arten ist ungebrochen. Auch das Medusa-Piercing zählt zu den beliebten Piercing-Arten. Gestochen wird es am Philtrum, also der kleinen Rinne zwischen Oberlippe und Nase. Meist wird eine kleine, silberne Kugel eingesetzt, in selteneren Fällen auch ein Glitzersteinchen. Das Medusa zählt im weiteren Sinne zu den Labret-Piercings, also denen im Bereich der Lippe, wobei es hier auch noch andere Varianten wie das klassische Labret-Piercing (unterhalb der Unterlippe) und das Madonna-Piercing (rechts oder links der Oberlippe) gibt. Was Dir vor dem Stechen eines Medusa-Piercings bewusst sein muss, ist zunächst, dass es sehr aufällig ist. Durch die zentrale Lage im Gesicht sticht es sofort ins Auge, weshalb Du Dir erst mal genau überlegen solltest, ob Du das im Alltag willst und zum Beispiel aus beruflichen Gründen auch kannst.

Wenn das geklärt ist, dann solltest Du Dich natürlich noch mit den üblichen Fragen rund um das Stechen des Piercings beschäftigen.

Good makeup day 💅🏼💄 #nyx #ginger #medusapiercing

A post shared by Sophie Waghorn (@swaghorntattoo) on

Welche Schmerzen erwarten Dich beim Medusa-Piercing?

Gerade Piercing-Unerfahrene sorgen sich natürlich um den Schmerzfaktor beim Piercingstechen. Hier müssen wir Dich gleich mal vorwarnen: Ein Medusa-Piercing ist nicht ideal für Anfänger. Da in der Mitte oberhalb des Mundes viele Nerven verlaufen, kann das Stechen schmerzhaft sein. Andere Gesichtspiercings, zum Beispiel an der Nase, sind nicht ganz so fies. Wie sehr es im Endeffekt weh tut, hängt jedoch auch vom eigenen Schmerzempfinden ab. Bist Du hartgesotten, wird Dir ein Medusa-Piercing wahrscheinlich auch nichts anhaben können.

Welche Risiken gibt es beim Stechen? Bleibt beim Herausnehmen des Medusa-Piercings eine Narbe zurück?

Die Heilungsphase dauert etwa sechs bis acht Wochen. Warum es so lange dauert? Weil das Gewebe am Philtrum nicht so schnell verheilt. Zu Beginn kann es anschwellen und sich entzünden, wenn man nicht aufpasst. Deshalb sollte man eine gewisse Zeit auf säurehaltige Lebensmittel und Milchprodukte verzichten. Es gibt auch noch weitere Probleme, die auftreten können:

  • Medusa Piercing

    Wie ein Septum, kann auch ein Medusa-Piercing gewisse Probleme bereiten.

    Der innere Steckerteil des Medusas kann das Zahnfleisch und die Zähne selbst beschädigen. Deshalb kann es sinnvoll sein, dass Du Dir einen Stecker aus weichem Kunststoff statt dem klassischen Chirurgenstahl einsetzen lässt. So schonst Du Deinen Zahnschmelz und vermeidest Zahnfleischentzündungen.

  • Zudem kann es passieren, dass der Schmuck beim Verheilen mit dem Gewebe verwächst. Deshalb sollte man das Piercing vorsichtig (!) ab und zu etwas drehen.
  • Nicht zuletzt machen sich auch viele Sorgen, dass sie ihr Leben lang mit einer Narbe vom Medusa-Piercing herumlaufen, wenn sie es herausnehmen. Tatsächlich wird die Einstichstelle nie ganz verschwinden, eine winzige Narbe bleibt also zurück. Das Loch ist jedoch meist so klein, dass es sich mit Concealer und Puder gut abdecken lässt.

Was kostet ein Medusa-Piercing?

Der Preis für ein Medusa-Piercing schwankt von Piercing-Studio zu Piercing-Studio. Willst Du also ganz genau wissen, welche Kosten auf Dich zukommen, dann informiere Dich direkt bei Deinem auserwählten Piercer, was er verlangt. Als groben Richtwert kannst Du aber mit etwa 40 bis 60 Euro rechnen. Im Preis enthalten sind in der Regel das eingesetzte Piercing und eine Piercingpflege.

Die richtige Pflege für das Lippenpiercing

Neben der Vermeidung typischer Risiken nach dem Stechen solltest Du auch allgemein ein paar Pflegehinweise beim Medusa-Piercing beachten. Spezielles Piercing-Desinfektionsmittel hält die frische Wunde sauber, kann aber auch später helfen, falls sich das Piercing mal entzündet.

Video: Die spannende Geschichte des Piercings

Wie gefällt Dir das Medusa-Piercing? Vielleicht hast Du ja selbst eins und kannst Deine Erfahrungen mit uns teilen. Wir sind gespannt!

Bildquellen: Getty Images for IMG/Matthias Nareyek, iStock/Axel Bueckert

Hat Dir "Medusa-Piercing: Das musst Du alles wissen!" gefallen? Dann schreib uns einen Kommentar oder teile unseren Artikel. Wir freuen uns auf deine Meinung - und natürlich darfst du uns gerne auf Facebook, Pinterest oder Instagram folgen.


News zu Lifestyle, Liebe, Mode & mehr!

In 2 einfachen Schritten per WhatsApp auf dein Smartphone:

1. Klicke auf „Start“ und schick in WhatsApp die Nachricht ab

2. Speichere unbedingt unsere Nummer als „Erdbeerlounge“!

Was denkst du?