Gut gepflegt

Tattoo-Pflege: So strahlt Dein Körperschmuck

Cindy Boehmeam 30.05.2016 um 15:18 Uhr

Natürlich freust Du Dich über Dein neues Tattoo, denn endlich hat das gewünschte Motiv seinen Weg auf Deinen Körper gefunden. Doch damit die Freude und Dein neuer Hautschmuck im Laufe der Zeit nicht verblassen, solltest Du wissen, wie Du Dein Tattoo richtig pflegst. Wir haben die wichtigsten Tipps zur Tattoo-Pflege für Dich.

Ein Tattoo ist Körperschmuck, der für die Ewigkeit ist. Und auch wenn Dir Dein Tattoo aktuell noch sehr gut gefällt und Du es schön findest, kann das mit der Zeit schon ganz anders aussehen. Damit Dein Tattoo lange gut aussieht, solltest Du besonders bei frischen Exemplaren wissen, wie Du sie richtig pflegst.

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Jedes Tattoo ist eine Wunde für die Haut, die erst heilen muss.

Die frische Tätowierung bedecken und schützen

Eine Tätowierung ist immer auch eine Verletzung der Haut und damit eine Wunde. Daher musst Du bei frisch gestochenen Tattoos darauf achten, dass sie abheilen und vermeiden, dass es zu einer Wundinfektion kommt. Weil sich Wundsekret bilden kann, empfiehlt es sich, das Tattoo abzudecken, damit weder die Kleidung beschmutzt wird, noch das frische Tattoo in Berührung mit der nicht sterilen Kleidung kommt. Oftmals decken Tätowierer den neuen Körperschmuck mit Frischhaltefolie ab. Das sollte allerdings keine längerfristige Lösung sein, da sich hier Feuchtigkeit und Wärme stauen, die dem Tattoo zusetzen. Besser wäre beispielsweise ein Verband mit einer sterilen luftdurchlässigen Kompresse. Wichtig ist in jedem Fall, dass der Verband regelmäßig gewechselt und nach zwei Tagen abgenommen wird. Die Ausnahme bilden Tattoos an Körperstellen, die im Normalfall stark beansprucht werden. Hier kann der Verband länger bleiben.

Bei der Verwendung von Verbänden kann es passieren, dass das vom Tattoo abgesonderte Sekret trocknet und das Tattoo so an der Wundauflage antrocknet. Bei einer Tätowierung besteht dann genauso wie bei einer Schürfwunde die Gefahr, dass sie beim Abnehmen des Verbands aufgerissen wird. Damit Du dies vermeidest und die Heilung förderst, verwendest Du am besten eine Creme, die Du dünn aufträgst. Die Salbe sollte nicht zu fettig sein, stattdessen eignen sich Wund- und Heilsalben zur Behandlung.

Tattoo-Pflege ist auch nach Jahren noch wichtig

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Wie viel Pflege braucht Dein Tattoo, um noch lange schön zu sein?

Bei der sonstigen Hygiene gilt: Nicht übertreiben. Wenn Du frisch tätowiert bist, solltest Du auf parfümiertes Duschgel verzichten und nicht baden oder ausgiebig duschen. Das reizt die Haut beziehungsweise lässt sie aufquellen. Die tätowierte Körperstelle solltest Du am besten immer nur kurz abduschen oder -waschen. Allerdings ist das Rubbeln mit dem Waschlappen oder Handtuch tabu. Beides kann Fusseln absondern, die an der Wunde kleben bleiben, oder durch Reibung der Wunde zusetzen. Am besten nimmst Du ein nicht fusselndes Handtuch nach dem Duschen und tupfst Dein Tattoo nur vorsichtig ab. Auch anfassen solltest Du eine frische Tätowierung am besten nicht und wenn doch, dann nur mit frisch gewaschenen Händen.

In den ersten Wochen nach dem Besuch beim Tätowierer sind neben Sauna und Schwimmbad auch schweißtreibende Sportarten ein No-Go. Selbst wenn Tattoos im Allgemeinen nach dem Heilungsprozess nicht mehr viel Zuwendung benötigen, solltest Du einige Dinge beachten, damit sie über die Jahre nicht an Farbintensität verlieren. Wie auch beim frischen Tattoo solltest Du auch ältere Exemplare nicht schonungslos der Sonne aussetzen. Während Du bei einem neuen Tattoo den Sonnenkontakt komplett vermeiden solltest, musst Du Deine ältere Tätowierung mit Sonnencreme mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor einreiben. Wie auch bei der Hautpflege gilt auch bei der Tattoo-Pflege – sobald das Motiv abgeheilt ist: Deine Haut dankt Dir eine regelmäßige feuchtigkeitsspendende Pflege.

Bildquelle: iStock/_lolik_, iStock/Ljiljana Jankovic

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