Tattoo Preise

Teurer Spaß?

Tattoo-Preise: Welche Kosten erwarten einen?

Susanne Faller am 05.01.2017 um 14:47 Uhr

Ein Tattoo will gut überlegt sein. Nicht nur wegen der Tatsache, dass es sich hier um eine Körperverzierung für die Ewigkeit handelt, sondern natürlich auch deshalb, weil es für viele eine Kostenfrage ist. Doch welche Tattoo-Preise sind eigentlich in Deutschland so gängig? Wir verraten Dir, mit welchen Kosten Du für Deine Tätowierung pauschal etwa rechnen musst.

Dein Entschluss ist gefasst: Du willst ein Tattoo! Vielleicht Hast Du ja auch schon ein ganz bestimmtes Motiv (falls nicht: wie wäre es mit einem dieser Harry-Potter-Tattoos oder dieser Disney-Motive?), die Größe, die Körperstelle (zum Beispiel am Fuß, am Finger, unter der Brust…) und einen Tattoo-Stil (zum Beispiel Watercolor-Tattoos oder Blackout-Tattoos) im Auge. Vielleicht hat es Dir ein bestimmter Tattoo-Trend besonders angetan. Doch bei allen Farben, Formen und Motiven bleibt die Frage: Wie viel Geld muss man für den Spaß auf den Tattoostudio-Tisch legen? Wir verraten Dir, wonach Tattoo-Preise berechnet werden und geben Dir ein paar Kosten-Beispiele.

Tattoo Kosten

Tattoo-Preise hängen von unterschiedlichen Faktoren ab.

Tattoo-Preise: Danach werden sie berechnet

Jedes Tattoostudio hat seine eigene Regeln, an denen es Tattoo-Preise fest macht. So gibt es zum Beispiel diese unterschiedlichen Varianten der Preisberechnung:

  • Einige Studios haben einen festen Stundenpreis. Je nach gewünschtem Tattoo sitzt ein Tätowierer schließlich mal nur ein paar Minuten, mal mehrere Stunden an seinem Werk. Viele Details erfordern mehr Präzision und Zeit. Dadurch schwanken die Tattoo-Preise natürlich immens. Zwischen 70 und 100 Euro liegt bei vielen Tattooartists der Stundenpreis.
  • Andere Tätowierer rechnen lieber pro Sitzung ab. Für manche Tattoos ist nur eine nötig, für andere, aufwändigere bedarf es schon mehrerer Sitzungen, da nicht alles auf einmal gemacht werden kann. Dann gibt es zum Beispiel erst mal die Umrisse, dann die Farbe und schließlich die Schattierungen und andere Feinheiten. Eine Sitzung kann zwei bis drei Stunden, aber auch länger dauern, und zwischen 100 und 300 Euro kosten.
  • In manchen Tattoostudios bekommst Du auch eine Art Mengenrabatt. Wenn Du Dir gleich noch ein paar Folgetermine für weitere Tattoos geben lässt, bekommst Du einzelne Tattoos günstiger. Das gilt aber wirklich nicht für jedes Studio, weshalb Du hier nochmal nachfragen solltest. Zumal Du Dir natürlich nicht für einen günstigeren Preis gleich Deinen gesamten Körper tätowieren lassen solltest, wenn Du das eigentlich gar nicht vorhattest.
  • Für viele Tattoos nennen Tätowierer vor dem Stechen auch gleich einen Pauschalpreis. Dieser ergibt sich aus ihrer eigenen Erfahrung für den Aufwand und die benötigten Mittel. Hier kannst Du natürlich versuchen, zu verhandeln, bedenke aber, dass auch Tattoo-Künstler ihren Preis haben und ihre Werke nicht unter Wert verkaufen wollen.

Du siehst: Eine eindeutige Richtlinie gibt es bei Tattoo-Preisen nicht. Nicht zuletzt kann es für den Tätowierten auch einen Freundschaftspreis geben, wenn er den Tätowierer kennt. Ob es kostspielig wird oder nicht, hängt zudem auch Faktoren wie dem Ort des Tattoostudios (Dorf oder große Stadt?) und den Ruf des Tätowierers ab. Ist dieser ein wahrer Meister und unter Tattoo-Fans bekannt, musst Du mit hohen Preisen (und langen Wartezeiten) rechnen. Dafür wird sich das Ergebnis aber definitiv sehen lassen können.

Tattoo Preis

Auch bei kleinen Tattoos solltest Du nicht am Preis sparen. Gerade hier ist präzise Arbeit gefragt, damit das Motiv auch noch nach Jahren sauber aussieht.

Tattoo-Kosten: Beispiele zur groben Einschätzung

Wir haben uns einmal für Dich umgehört und ein paar Preise gesammelt, was andere für ihre Tätowierungen bezahlt haben. So hast Du zumindest ein paar Richtwerte und einen kleinen Überblick. Die Preisliste:

  • Ein etwa mittelgroßes Schwarz-Weiß-Tiertattoo am Oberarm hat 120 Euro gekostet.
  • Ein kleines Schwarz-Weiß-Motiv von etwa fünf Zentimetern Länge am Arm hat 35 Euro gekostet.
  • Zwei kleine Dreiecke mit einer Länge von etwa 4 cm am Finger haben 50 Euro gekostet.
  • Ein kleines, buntes Tattoo von etwa 4 x 3 cm mit vielen Details an der Hüfte hat 200 Euro gekostet.
  • Ein großes Traumfänger-Tattoo im Dotwork-Stil am Oberarm hat etwa 250 Euro gekostet.

Jetzt hast Du einen kleinen Überblick, wie sich Tattoo-Preise gestalten und welche Kosten einen tatsächlich erwarten können. Daran lässt sich jedoch trotzdem schwer festlegen, wie viel genau Dein Motiv mit allen Details kosten wird. Man sieht ja schon bei den genannten Preisen, dass es keine allgemeingültige Aussage geben kann. Eine vorherige Preisnachfrage beim Tätowierer Deiner Wahl ist also ein Muss, damit es am Ende keine böse, kostspielige Überraschung gibt. Was Du übrigens noch alles vor Deinem ersten Tattoo wissen musst und was hilft, wenn sich ein Tattoo entzündet, verraten wir Dir ebenfalls.

Bildquellen: iStock/Belyjmishka, iStock/Rawpixel, iStock/muzzoff


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