Tattoo-Schmerzen
Christina Tobiasam 28.08.2017

Wer schön sein will, muss leiden. Das gilt auch für Tätowierungen. Schließlich sticht so eine Tattoo-Nadel bis zu 150-mal in der Sekunde auf die Haut ein. Wir verraten dir, an welchen Körperstellen ein Tattoo Schmerzen verursacht, und wo das Stechen in der Regel gut auszuhalten ist.

Tattoo-Schmerzen: Nicht überall tut’s gleich weh

Zunächst einmal lässt sich festhalten, dass Schmerzen etwas sehr subjektives sind. Was der Eine kaum auszuhalten vermag, findet der Nächste nicht der Rede wert. Unsere Tattoo-Schmerz-Bewertung kannst du also nicht ganz für bare Münze nehmen. Sie kann aber gerade Anfängern helfen, eine Stelle zu finden, die von den meisten Tätowierten als weniger schmerzempfindlich bewertet wird. Generell lässt sich feststellen, dass nervenarme Stellen mit mehr Fettgewebe sich am besten zum schmerzfreien Tattoo stechen eignen.

Wie der Schmerz sich genau anfühlt, ist auch nicht leicht zu beschreiben, da es sich für jeden anders anfühlt. Unsere Leserinnen vergleichen das Gefühl mit heißen Nadelstichen, Epilieren, Spritzen oder einer Katze, die einem in die Haut kratzt. Andere berichten nur von einem leichten Kitzeln oder Zwicken. Natürlich hängt der Grad der Schmerzen auch davon ab, wie schmerzempfindlich man im Allgemeinen ist.

Oberarm-Tattoo

Ober- und Unterarm sind super für Anfänger, die Schmerzen beim Tätowieren fürchten.

Schmerzskala von 1-4: Wo schmerzt es weniger?

  1. Schulter:
    Die Schulter ist ein toller Platz für das erste Tattoo. Es lässt sich gut verstecken und im Sommer wunderschön im schulterfreien Kleid inszenieren. Und das Stechen tut den meisten kaum weh!
  2. Oberarm und Unterarm
    Der Oberarm ist nicht nur bei Seemännern eine beliebte Stelle fürs Tattoo, sondern auch bei vielen Tattoo-Neulingen. Das kommt nicht von ungefähr, denn an Oberarm und Unterarm schmerzt das Tätowieren kaum.
  3. Oberschenkel:
    An den Oberschenkeln sitzt tendenziell ziemlich viel Fett. Deshalb sind sie nicht so empfindlich und verursachen kaum Schmerzen beim Stechen des Tattoos. Vorsicht: An der Rück- und Innenseite des Schenkels tut’s deutlich mehr weh, als vorne!

Schmerzskala von 5-7: Wo schmerzt es mittel?

  1. Nacken und Hals
    Viele Stars tragen ein cooles Tattoo im Nacken, dass nur sichtbar wird, wenn ein Dutt oder Zopf getragen wird. Gute Nachrichten: Ein Tattoo am Hals oder Nacken schmerzt nur mittelmäßig.
  2. Rücken
    Ein schöner Rücken kann entzücken, aber Achtung: Je näher man mit der Tätowiernadel an die Wirbelsäule kommt, desto größer sind die potenziellen Schmerzen.
  3. Fuß
    Die Haut am Fuß ist dünn, die Knochen sehr nah, deshalb tut ein Tattoo mehr weh, als an besser gepolsterten Stellen.
  4. Bauch
    Bauch-Tattoo

    Ein Tattoo am Bauch ist ein echter Blickfang!

    Bauchfett ist zwar generell nichts erstrebenswertes und es ist auch generell gesünder es abzubauen, aber im Falle eines Tattoos schützt es wunderbar vor Schmerzen.

  5. Brust
    Brust raus! Der Brust-Bereich liegt im mittleren Schmerzsegment. Es wird allerdings deutlich schmerzhafter in der Nähe des Brustbeins.
  6. Po
    Du kannst mich mal am A**** tätowieren. Gerne, tut auch gar nicht mal so weh! Nur ein Tribal am Allerwertesten könnte manch einem in den Augen schmerzen.
  7. Hüfte und Taille
    Your hips don’t lie, wenn sie dir erzählen, dass das Tätowieren kaum geschmerzt hat. Hüfte und Taille sind mäßig schmerzempfindlich.

Schmerzskala von 8-10: Wo schmerzt es stark?

  1. Rippen
    Auch wenn ein Tattoo an den Rippen optisch wirklich viel hermacht, solltest du dir bewusst sein, dass du beim Stechen ordentlich die Zähne zusammenbeißen musst, da die Haut dort sehr zart ist.
  2. Kopf, insbesondere Gesicht
    Autsch! Für ein Gesichtstattoo entscheiden sich besser nur ganz Hartgesottene. Besonders an den Augen und an den Schläfen ist in besonderem Maße empfindlich.
  3. Kniekehle
    Wer sich das Bein tätowieren lassen will, verschont dabei lieber die Kniekehle. Sie gilt als eine der schmerzempfindlichsten Stellen beim Tätowieren.

Was hilft gegen die Tattoo-Schmerzen?

Das Geheimnis lautet Entspannung. Bist du nervös und angespannt, sind krampfhafte Tattoo-Schmerzen fast vorprogrammiert. Da hilft nur eins: Tief durchatmen! Schwangeren wird nicht grundlos empfohlen, auf ihre Atmung zu achten. Durch die richtige Atmung werden Verspannungen gelöst und der Stich mit der Nadel tut nicht mehr ganz so weh. Apropos Nadel: Falls du generell kein Freund der Nadel bist und beim Impfen und Blutabnehmen nicht hinschauen kannst, dann wende auch beim Stechen lieber den Blick ab, statt jeden Handgriff des Tätowierers ängstlich zu beäugen.

Das Vertrauen in den Tattoo-Künstler kann übrigens auch sehr helfen. Durch gute Aufklärungsgespräche im Vorfeld, und einen netten Plausch während des Stechens, kann er dir sicher ein paar Ängste nehmen. Außerdem kannst du so auch verhindern, dass du bei einem Stümper landest, der dir einen Tattoo-Fail verpasst!

Tattoo richtig pflegen: 13 wertvolle Tipps

Wer die Zähne zusammengebissen hat, möchte natürlich, dass das Tattoo auch noch lange strahlt und wie neu aussieht. Das erreicht man am besten mit der korrekten Tattoo-Pflege. Wir haben dir 13 effektive Tipps herausgesucht!

So pflegst du dein Tattoo richtig: 13 Tipps!

Es gibt viele tolle Tattoo-Motive, die man sich stechen lassen kann. Je nachdem, wie empfindlich man ist, sollte man die passende Körperstelle sorgfältig auswählen, um die Schmerzen so gering wie möglich zu halten. Und wenn es doch wehtun sollte, bleibt ein tröstender Gedanke: Was sind schon ein paar Minuten Schmerz gegen ein Leben lang mit einem heiß geliebten Kunstwerk auf der Haut! An welchen Stellen bist du tätowiert und wie schmerzhaft fandest du es? Verrate es uns in den Kommentaren.

Bildquelle: iStock/CharlesKnox, YakobchukOlena, sumnersgraphicsinc

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