Tragus-Piercing
Katja Gajekam 23.05.2017

Deine klassischen Piercings am Ohrläppchen langweilen dich und du möchtest dein Ohr gerne mit etwas Ausgefallenem verschönern? Dann probier’s doch mal mit einem Tragus-Piercing! Bei uns erfährst du alles, was du darüber wissen musst.

Ein Tragus-Piercing befindet sich am sogenannten Tragus, einem Knorpelteil am Eingang des Gehörkanals. Es liegt seit den 90er Jahren im Trend und hat keine besondere kulturelle Bedeutung, sondern wird lediglich zu modischen Zwecken getragen. Welche Kosten, Schmerzen und Risiken dich bei diesem besonderen Piercing erwarten, erfährst du hier.

So wird das Tragus-Piercing gestochen

Das Tragus-Piercing wird für gewöhnlich mit einer normalen Piercingnadel oder auch einer Venenverweilkanüle gestochen. Dabei wird ein kleines Stück Korken hinter den Tragus gehalten, um Gegendruck zu erzeugen und den Gehörgang nicht zu verletzen. Alternativ kommt auch der Dermal Punch zum Einsatz, bei dem ein Stück des Knorpels herausgestanzt wird. Diese Form wird recht selten angewandt, bietet jedoch eine kürzere Heildauer.

Als Schmuck bietet sich ein klassischer Ball Closure Ring oder ein Labret-Stecker an; aber auch ein vertikal gestochenes Surface-Piercing ist möglich.

Was sind die Kosten des Tragus-Piercings?

Die Kosten für das Tragus-Piercing variieren natürlich von Studio zu Studio. Auch die gewählte Schmuckart kann den Preis beeinflussen. Generell kann man jedoch sagen, dass er etwa zwischen 35 und 65 Euro liegt. Dennoch sollte die Höhe der Kosten nicht entscheidend sein, für welches Piercing-Studio du dich entscheidest. Stattdessen sollte dort auf Hygiene geachtet und du professionell beraten werden. Es ist außerdem immer hilfreich, sich vor dem Stechen Online-Bewertungen des Studios durchzulesen.

Tragus-Piercing wird gestochen

Die Schmerzen beim Stechen des Tragus-Piercings sind recht gering.

Wie hoch sind die Schmerzen beim Stechen?

Der Tragus besteht aus recht dünnem Knorpelgewebe. Daher braucht es nach der örtlichen Betäubung nur einen kurzen Pieks, der laut vielen Erfahrungen kaum schmerzhaft sein soll. Das Stechen eines Helix-Piercings soll zum Beispiel mehr wehtun. Dennoch kommt es meist zu kleinen Blutungen, da der Knorpel gut durchblutet wird. Der gewählte Schmuck muss anschließend vorsichtig eingesetzt werden, wobei die Schmerzen bei einem Ring größer sind, als bei einem Stecker. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, zu Beginn einen Stecker einzusetzen und später zu einem Ring wechseln.

Heildauer des Tragus-Piercings: zwei Monate bis über ein Jahr

Die Risiken beim Tragus-Piercing

Wie bei jedem Piercing bestehen gewisse Risiken während und nach dem Stechen. Wir haben sie zusammengefasst:

  • Nach dem Stechen kann das Knorpelgewebe anschwellen (aus diesem Grund sollte ein übergroßes Schmuckstück eingesetzt werden)
  • Bei mangelnder Hygiene und Pflege kann sich der Ohrknorpel entzünden.
  • Bei einem Surface Piercing am Tragus gibt es die höchste Wahrscheinlichkeit einer Komplikation.
  • Der Knorpel kann zum Wildwuchs neigen (weshalb häufig die Anwendung eines Lokalantibiotikums empfohlen wird)
  • Um Lähmungen oder Gesichtsausfälle musst du dir keine Sorgen machen: Beim Stechen werden keine Nerven verletzt.

Pflegetipps: Halte dich immer genau an die Anweisungen des Piercers, was die Desinfektion und Pflege deines Tragus-Piercings angeht. Fasse es außerdem immer nur mit sauberen und desinfizierten Händen an und verzichte auf alkoholhaltige Desinfektionsmittel. Falls sich dein Piercing entzünden sollte, erfährst du im verlinkten Artikel, was du tun kannst.

Wie das Stechen des Tragus-Piercings abläuft, kannst du dir hier im Video anschauen:

Bildquellen: iStock/forca, iStock/Casarsa, instagram

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