Vaginalpilz
Vaginalpils weiblicher Unterleib Intimhygiene

Viele Frauen hatten schon einmal
einen Vaginalpilz

Den meisten Frauen ist es peinlich: das Jucken und Brennen im Intimbereich. Dabei haben dreiviertel der Frauen im Laufe ihres Lebens mindestens einmal einen Vaginalpilz, viele sogar sehr viel öfter. Mit Scheidenpilz verbinden gerade viele junge Mädels als erstes Unsauberkeit oder gar eine Geschlechtskrankheit. Dabei hat das damit überhaupt nichts zu tun.

Wie bekommt man eine Pilzinfektion?

Im Körper jeder Frau, vor allem im Mund und im Verdauungstrakt, befindet sich eine geringe Anzahl Hefepilze. Das ist eigentlich normal und schadet uns in der Regel nicht. Wenn aber das natürliche Gleichgewicht im Scheidenmilieu durcheinander gerät, kann es zu einer unkontrollierten Vermehrung dieser Pilze kommen – das führt dann zu unangenehmen Symptomen wie Juckreiz oder Brennen. Auslöser dafür können verschiedene Dinge sein. Zu intensive Pflege des Intimbereichs ist häufiger die Ursache für eine Pilzinfektion als mangelnde Hygiene. Gerade parfümierte Seifen oder Intimsprays greifen den natürlichen Säureschutz des Körpers an und machen uns anfälliger für Pilzinfektionen. Auch synthetische Unterwäsche oder luftundurchlässige Binden begünstigen den Ausbruch des Pilzes – der fühlt sich nämlich in warmer und feuchter Umgebung besonders wohl. Am besten trägt man luftdurchlässige Wäsche aus Naturfasern und wäscht Handtücher und Unterwäsche immer bei 60 Grad – dann haben die Pilze keine Chance, sich zu vermehren. Pilze lieben außerdem Zucker. Wenn man anfällig für den Vaginalpilz ist, sollte man deshalb den Verzehr von Süßigkeiten und Kohlehydraten etwas einschränken. Bei der Toilettenhygiene sollte man stets darauf achten, sich von “vorne” nach “hinten” zu säubern – das vermeidet, dass Bakterien oder Pilze aus dem Darmtrakt in die Scheide gelangen.

Wer ist besonders anfällig für den Vaginalpilz?

Frauen, die gerade eine Hormonumstellung durchmachen, sind besonders häufig von Pilzinfektionen betroffen. Das ist zum Einen bei jungen Mädels in der Pubertät der Fall, aber auch bei Schwangeren und bei Frauen in den Wechseljahren. Grundsätzlich kann die Infektion jedoch jeden treffen – und auch wenn Frau nur ungern darüber redet, haben die meisten schon mal eine Pilzinfektion durchgemacht.

Kratzende Hand bei Vaginalpilz

Jucken ist ein häufiges Symptom

Welche Symptome treten bei einem Scheidenpilz auf?

Es gibt mehrere Symptome, die auf einen Vaginalpilz hindeuten. Es treten jedoch längst nicht immer alle Symptome gleichzeitig auf. Bei Unsicherheit und auch, wenn man zum ersten Mal eine Pilzinfektion hat, sollte man aber auf jeden Fall den Frauenarzt aufsuchen. Nur der kann mit Sicherheit feststellen, ob es sich um den Scheidenpilz handelt. Folgende Symptome deuten aber auf die Infektion hin.

1. Ein Jucken im Intimbereich – in der Scheide, am Scheideneingang oder auch am äußeren Intimbereich
2. Gelblicher oder weißlicher Ausfluss, der oft bröckelig aussieht und an geronnene Milch erinnert. Dieser Ausfluss kann auch leicht nach Hefe riechen
3. Durch die Infektion kann es zu Reizungen, Rötungen und Schwellung kommen, manchmal auch zu kleinen Knötchen unter der Haut
4. Brennen beim Wasser lassen oder beim Geschlechtsverkehr

Wie behandelt man die Infektion?

Frauen, die schon öfter einen Vaginalpilz hatten, erkennen in der Regel selbst die Symptome und greifen zur Selbstmedikation. Von allein verschwindet der Pilz nämlich nicht, eine schnelle Behandlung dagegen beseitigt die Infektion in den häufigsten Fällen innerhalb von drei Tagen. Die Behandlung besteht meistens aus einem Kombi-Präparat von Scheidentablette oder -zäpfchen und einer Creme zur äußeren Anwendung. Die Medikamente mit dem Wirkstoff Clotrimazol bekommt man rezeptfrei in der Apotheke – bewährt hat sich zum Beispiel Canesten GYN, das schon nach einem Tag die meisten Symptome lindert. In besonders heftigen Fällen der Pilzinfektion kommt oft noch ein Medikament dazu, dass oral eingenommen werden muss. Wenn man nach den drei Tagen Behandlungszeit das Gefühl hat, die Infektion ist noch nicht beseitigt, sollte man aber auf jeden Fall den Frauenarzt aufsuchen – eine chronische Erkrankung kann nämlich äußerst unangenehm und lästig sein.

Muss der Partner auch behandelt werden?

Der Partner muss in der Regel nicht mit behandelt werden. Trotzdem sollte man während der Infektion und auch noch einige Tage danach auf Sex verzichten. Da hat Frau jedoch meist sowieso keine Lust zu – durch die Reizung der Scheide ist das nämlich eher unangenehm. Treten aber immer wieder sehr häufig Pilzinfektionen auf, sollte auch der Partner untersucht werden. Möglicherweise hat auch er dann den Pilz.

Wer einen Vaginalpilz hat, muss sich aber keinesfalls schämen. Wenn man ihn schnell behandelt, ist die Infektion ruckzuck beseitigt. Und wer sich einmal in seinem Freundeskreis umhört, wird erstaunt sein, wie viele andere Frauen schon einmal von der Krankheit betroffen waren.


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Was denkst du?

  • hellokitty80 am 27.09.2013 um 10:08 Uhr

    Eine Freundin hatte sich mal einen Vaginalpilz geholt und es war alles andere als schön.

    Antworten