Vaseline
Anett Pohlam 04.12.2014

Trockene Haut, nervige Mitesser, spröde Lippen und Make-up, das sich nicht gut entfernen lässt: All das sind die kleinen und großen Beautyprobleme, mit denen auch Du Dich sicher häufiger herumschlagen musst. Mittel, die uns von diesen Sorgen befreien soll, werden uns täglich auf Werbeplakaten und in vielversprechenden Kampagnen vorgestellt, doch würden wir alles davon kaufen, würden wir wohl selbst keinen Platz mehr in unserem Badezimmer finden. Gut, dass es da ein einziges Mittel geben soll, das all unsere Probleme in Luft auslösen lässt: Vaseline wird nachgesagt, über eine Wunderwirkung zu verfügen. Wenn das den Tatsachen entsprechen sollte, könntest Du all Deine Cremes, Tuben und Tigelchen verbannen, um damit Platz für die Vaseline zu machen.

Kann es wirklich sein, dass Du bisher unnötig viel Geld und Zeit in Deine Schönheit investiert hast, obwohl Du eigentlich nichts anderes als Vaseline benötigt hättest? Wir klären Dich über die sogenannte Wunderwaffe auf und verraten Dir, was Du beim Umgang mit Vaseline beachten solltest. Wirfst Du einen Blick auf die Inhaltsstoffe von Handcremes oder auch Lippenpflegeprodukten, wirst Du darunter auch die Vaseline finden. Sie ist ein beliebtes Produkt der Beautyindustrie, da sie einen hohen Fettanteil und damit eine gute Pflegewirkung hat. Allerdings werden auch immer wieder Stimmen laut, die behaupten, Vaseline würde der Haut eher schaden, als ihr etwas Gutes zu tun. Wie können so verschiedene Meinungen zu ein und demselben Produkt zustande kommen? Wie so oft bestimmt auch bei der Anwendung von Vaseline das Maß die Wirkung. Hin und wieder kann es nicht schaden, Vaseline zu verwenden, denn sie kann durchaus helfen, wenn es mal zu einem akuten Beauty-S.O.S. kommt. In großen Mengen aufgetragen ist jedoch von Vaseline Abstand zu nehmen, denn ihre Zusammensetzung sorgt dafür, dass Du Deiner Haut auch großen Schaden zuführen kannst.

Vaseline und ihre Tücken

Vaseline fühlt sich zwar an, wie eine reichhaltige Creme, die Deine Haut mit viel Feuchtigkeit versorgt, doch ihre Entstehung ist weitaus weniger betörend: Vaseline ist nichts anderes als ein Nebenprodukt der Erdölindustrie und beinhaltet Paraffin. Dieser chemische Stoff hat die Eigenschaft, sowohl geruchs- als auch geschmacksneutral zu sein, doch er ist auch wasserabstoßend und hat eine wachsartige Konsistenz. Dadurch entsteht das Problem, dass die Hautpartien, die mit Vaseline eingecremt werden, nicht mehr genügend mit Sauerstoff versorgt und die Poren verstopft werden. Greifst Du regelmäßig zur Vaseline besteht die Gefahr, dass Deine Haut extrem austrocknet und auch Pickel können eine Folge von zu viel Vaseline sein. Falls Du unter Akne oder anderen Hautkrankheiten leidest, solltest Du es also vermeiden, das Schmierfett auf die betroffenen Stellen aufzutragen.

Vaseline hat viel Feuchtigkeit

Vaseline hat nicht nur Vorteile aufzuweisen

Vaseline macht Deine Haut süchtig

Mittlerweile wird die Verwendung von Vaseline in Pflegeprodukten sehr kritisch beleuchtet, denn sie sorgt dafür, dass Deine Haut nach immer mehr Feuchtigkeit verlangt. Wenn Du Vaseline die ersten Male benutzt, wirst Du Dich über wunderbar weiche Lippen freuen und auch ehemals raue Hautstellen fühlen sich plötzlich geschmeidiger an. Im Umkehrschluss wird sich Deine Haut aber schnell an die Extraportion Feuchtigkeit gewöhnen und kann sogar süchtig danach werden. Du musst also immer häufiger zur Vaseline greifen, um die Bedürfnisse Deiner Haut zu stillen. Wenn Du dieses Pensum nicht mehr bewältigen kannst, trocknet die Haut aus und Du hast mit den gleichen Problemen wie zuvor zu kämpfen – nur, dass es diesmal noch länger dauert, Deine Haut wieder zu reparieren. Vaseline ist ein toller Pflegetipp, wenn Du sie in Maßen anwendest, doch täglich sollte dieses Produkt nicht auf Deinem Beautyprogramm stehen.

Vaseline als Geheimwaffe

Auch wenn Vaseline in Maßen eingesetzt werden sollte, hat sie durchaus ihre Berechtigung als Wunderwaffe: Besonders in der kalten Jahreszeit, in der die Haut oft trocken ist, kann ein wenig Vaseline Wunder bewirken. Wenn Du sie an besonders eisigen Tagen unter Deine Tagescreme mischst, wird Deine Haut wunderbar geschützt und vor dem Austrocknen bewahrt. Auch die empfindliche Lippenpartie verträgt hin und wieder etwas Vaseline, denn das schützt nicht nur vor rissigen Stellen, sondern ersetzt auch gleich das Lipgloss, da der hohe Fettanteil der Vaseline einen schönen Schimmer auf die Lippen zaubert. Doch in dem wachsartigen Stoff stecken noch ganz andere Talente: Dank der etwas klebrigen Konsistenz der Vaseline ist sie eine ideale Basis für Parfums, denn der Duftstoff bleibt auf der Vaseline haften und hält so deutlich länger als Parfums, die auf die „nackte“ Haut aufgetragen werden. Und hier noch ein Geheimtipp: Wenn Du regelmäßig mithilfe einer alten und gesäuberten Mascarabürste Vaseline auf Deine Wimpern aufträgst und diese über Nacht einwirken lässt, wird Deinem Augenaufschlag niemand mehr widerstehen können, denn Deine Wimpern werden dank der Vaseline kräftiger und länger.

Vaseline ist durchaus mit etwas Vorsicht zu genießen, denn zu oft angewendet kann sie Deiner Haut schaden, statt sie zu pflegen. Doch vor allem an sehr kalten Tagen sollte der Griff zur Vaseline nicht fehlen, denn sie legt sich wie ein schützender Film auf Deine Haut und macht sie gegen äußere Umwelteinflüsse resistent. Vaseline sollte in Deinem Beauty Case nicht mehr fehlen, denn auch wenn der Ring mal wieder nicht vom Finger möchte, kann sie die Rettung sein, sodass sie sich ihren Platz in Deinem Badezimmerschrank redlich verdient.

Bildquelle: Thinkstock/Nancy Reynoso de Murrian


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Was denkst du?

  • Avocado_Girl am 04.12.2014 um 11:59 Uhr

    Ich hab auch Vaseline bei mit zu Hause und trage es auch großzügig auf, wenn ich kleine Wunden habe. Das die Haut von zu viel Vaseline austrocknen kann, wusste ich aber noch nicht! Werde da in Zukunft besser drauf achten.

    Antworten