Eingewachsener Zehennagel: Was tun?
Christina Tobiasam 25.08.2017

Ein eingewachsener Zehennagel ist keine schöne Angelegenheit. Nicht selten entzündet er sich und schmerzt. Da stellt sich natürlich die Frage: Was kann man dagegen tun? Wir verraten dir die häufigsten Ursachen und wie du den Fußnagel behandelst.

Eingewachsener Zehennagel: die 4 häufigsten Ursachen

Von einem eingewachsenen Fußnagel, spricht man, wenn die Zehennagel-Ecken anfangen, in den Nagelfalz einzuwachsen. Auf diese Stellen wird besonders viel Druck ausgeübt und Schwellungen und Rötungen entstehen. Es gibt einige Dinge, mit denen du diese schmerzhaften Symptome begünstigst. Wir haben die Ursachen für dich kurz und kompakt zusammengefasst:

#1 Falsches Nagelschneiden

Beim Schneiden des Zehennagels kann man nichts falsch machen, oder? Falsch gedacht! Fußnägel sollten immer gerade geschnitten werden und nicht, wie bei Fingernägeln üblich, abgerundet. Schneidet man nämlich an den Rändern zu tief nach unten, wachsen sie im Anschluss leichter in das Nagelbett ein. Außerdem sollten die Nägel nie zu kurz geschnitten werden, sonst ist das Elend fast vorprogrammiert.

#2 Falsches Schuhwerk

„Rucke di guh, rucke di guh, Blut ist im Schuh!“ Auch wenn nicht jede es so weit kommen lässt wie die Stiefschwestern bei Aschenputtel, greifen doch recht viele Frauen zu Schuhwerk, das zu eng ist. Der erhöhte Druck zwischen Haut und Zehennagel provoziert eingewachsenen Zehennagel geradezu. Auch starkes Schwitzen an den Füßen birgt ein großes Risiko für Fußpilz, eingewachsene Zehennägel und Co., da Keime dann besonders gut gedeihen. Merke: Nur noch möglichst atmungsaktive Schuhe in der richtigen Größe kaufen und nicht mehr in zu kleine High Heels zwängen. So kannst du dem eingewachsenen Zehennagel vorbeugen!

#3 Genetische Veranlagung

Da kann man nix machen: Wenn du familiär bedingt mit einem zu schmalen Fußbett gesegnet bist, hast du wesentlich häufiger Probleme, als andere Menschen. Auch Diabetiker können häufiger unter Fußkrankheiten leiden. Zählst du erblich bedingt zu diesen Risikopatienten, ist die sorgfältige Pediküre für dich natürlich besonders wichtig.

#4 Verletzungen

Einmal gegen die Bettkante mit dem großen Zeh und es ist geschehen: Wenn man sich den Fuß stößt, kann der Nagel dadurch unter die Haut gedrückt werden, sodass die Nagelhaut sich über dem Nagel schließt und schlecht wieder zusammenwächst.

Zehennagel kaputt

Ein eingewachsener Zehennagel sorgt für unangenehme Schmerzen.

Was kann ich bei einem eingewachsenen Zehennagel tun?

Die Gegend rund ums Nagelbett schmerzt, dein Zeh ist geschwollen und rot: Zeit etwas zu unternehmen! Aber was genau soll man mit einem eingewachsenen Zehennagel tun? Am besten suchst du einen medizinischen Fußpfleger (Podologe) auf. Sind die Beschwerden schlimmer, muss unter Umständen sogar ein Fußchirurg ran. Bevor es zu einer Operation kommt, bei der unter lokaler Betäubung die betroffenen Stellen und das umliegende Gewebe entfernt werden, gibt es aber auch andere Behandlungswege, die man vorerst austesten kann.

Die schnellste und einfachste Therapiemethode ist das Tapen des Nagels. Dabei wird ein wattierter Pflasterstreifen vorsichtig zwischen den Nagel und den Nagelfalz geschoben. So gelangt mehr Luft zwischen Haut und Nagel und der Schmerz wird gelindert.

Entspannung kann auch ein Fußbad bringen. Das Gewebe wird so aufgeweicht und Salben wirken besser. Als besonderen Aufguss kannst du Teebaumöl, Kamille oder Sanddorn verwenden. Apropos Salbe: Anti-entzündliche Jodsalbe eignet sich besonders gut, um den Fuß beim Heilungsprozess zu unterstützen.

Als letzte nicht-operative Maßnahme gibt es die Nagelkorrekturspange. Der Podologe setzt sie ein, falls der Nagel an den Seiten zu rund geformt ist. Sie besteht entweder aus Draht oder Kunststoff und wird zwischen einem halben und einem ganzen Jahr getragen. Befestigt wird sie an den Rändern des Nagels und fixiert in der Mitte. Sie bewirkt, dass der eingewachsene Zehennagel Schritt für Schritt wieder nach oben gezogen wird. So hat der Nagel die Möglichkeit, von Beginn an in eine neue Form zu wachsen.

Hinweis: Bereiten dir deine Zehennägel öfter Probleme, könnte dir auch eine operative Nagelbettverkleinerung weiterhelfen. Dabei werden der schmerzende Nagelteil und der seitliche Nagelfalz entfernt. Der Nagel wird so schmaler und das Risiko des erneuten Einwachsens gesenkt.

Probleme mit den Füßen, wie eine Nagelbettentzündung oder ein eingewachsener Zehennagel sind schmerzhaft, aber therapierbar. Vermeide enges Schuhwerk und schneide deine Fußnägel stets gerade und nicht abgerundet, um vorzubeugen. Hattest du schon einmal einen eingewachsenen Zehennagel? Erzähl uns in den Kommentaren, wie du ihn losgeworden bist!

Bildquelle: iStock/RobertoDavid, GOLFX

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