Vorsicht!

Muttermale entfernen und Hautkrebsrisiko senken

Jessica Tomalaam 12.09.2013 um 11:54 Uhr

Die kleinen braunen Punkte und Male auf der Haut kennt fast jeder: Muttermale gehören zu den meisten Hautbildern dazu. Und zwar in vielen unterschiedlichen Formen und Färbungen. Die meisten dieser Hautveränderungen sind völlig harmlos – trotzdem können sie störend sein. Finde heraus, ob Du Deine Muttermale entfernen lassen solltest, um das Hautkrebsrisiko zu senken!

Klein und rund, breit und oval, groß und unförmig – Muttermale treten bei vielen Menschen in unterschiedlichen Ausprägungen auf. Je nach genetischer Veranlagung haben einige besonders viele Muttermale, während andere nur einzelne, sehr zurückhaltende Muttermale haben. Die meisten dieser Hautveränderungen sind gutartig und somit kein Grund zur Sorge. Wir sagen Dir, worauf Du bei Muttermalen achten solltest.

Muttermale

Muttermale kannst Du Dir zum Beispiel mit einem Laser entfernen lassen

Muttermale: Warum treten sie auf?

Muttermale bestehen aus sogenannten Nävuszellen, die ähnlich aufgebaut sind wie Pigmentzellen und daher eine Färbung der Haut hervorrufen, die jedoch nicht gleichmäßig ist. Viele Muttermale sind angeboren, durch Sonneneinstrahlung und andere Umwelteinflüsse können sie aber auch im Laufe des Lebens entstehen oder sich verändern.Im schlimmsten Fall werden aus gutartigen Hautveränderungen auch bösartige Tumore. Erste Anzeichen dafür sind Blutungen, Juckreiz und das starke Anwachsen des Muttermals. Auch wenn neue, dunkle Male entstehen – bei Frauen besonders an den Beinen – solltest Du schnellstmöglich einen Hautarzt aufsuchen. Er untersucht die betroffenen Stellen und kann Dich in Sachen Muttermale entfernen beraten.

Muttermale entfernen lassen – ja oder nein?

Wann es sinnvoll ist, ein Muttermal entfernen zu lassen, wird Dir der Arzt nach einer ausgiebigen Untersuchung sagen. Darüber hinaus gibt es jedoch Faustregeln, die zumindest eine grobe Richtlinie sein können: Einige Experten raten ihren Patienten dazu, Muttermale entfernen zu lassen, wenn diese an Stellen auftauchen, die nicht viel UV-Licht abbekommen haben. Denn Sonnenbäder – vor allem in der Kindheit und der Jugend – können dafür sorgen, dass Muttermale entstehen. Treten sie aber an Stellen auf, die nicht von der Sonne getroffen werden, kann das ein Zeichen für eine bösartige Veränderung der Hautzellen sein.

Mit der sogenannten ABCDE-Regel kannst Du außerdem selbst überprüfen, ob Du Deine Muttermale entfernen beziehungsweise untersuchen lassen solltest:

A wie asymmetrisch: Das Muttermal ist nicht gleichmäßig
B wie Begrenzung: Die Ränder sind ausgefranst
C wie Color: Das Muttermal ist beziehungsweise wird dunkler
D wie Durchmesser: Das Muttermal ist größer als 5 Millimeter
E wie Erhabenheit: Das Muttermal wird größer und seine Beschaffenheit verändert sich

Wenn bei einem oder bei mehreren Deiner Muttermale zwei der Kriterien der ABCDE-Regel zutreffen, solltest Du einen Arzt aufsuchen. Doch eine Veränderung der dunklen Stellen ist längst kein Grund zur Panik: Werden die Muttermale rechtzeitig entfernt, stehen die Chancen gut, dass Du keinerlei Probleme mehr mit ihnen haben wirst. Wenn Du ein sehr heller Hauttyp bist und in Deiner Familie bereits Fälle von Hautkrebs aufgetreten sind, empfehlen wir Dir, regelmäßig zum Hautkrebsscreening zu gehen. Die Kosten von etwa 60 Euro musst Du bis zu einem von 35 Jahren leider selbst tragen. Danach übernimmt Deine Krankenkasse im Regelfall die Vorsorgeuntersuchung. Aber auch ohne medizinischen Hintergrund kannst Du Deine Muttermale entfernen lassen, wenn sie Dich zum Beispiel aus kosmetischen Gründen stören.

 

Die Behandlung: Laser oder Skalpell?

Entscheidest Du Dich in Absprache mit Deinem Dermatologen, Deine Muttermale entfernen zu lassen, hast Du zwei Möglichkeiten: Willst Du Deine Muttermale entfernen lassen, weil sie Dich stören, auch wenn keine medizinische Notwendigkeit vorliegt, greifen die Ärzte eher zum Laser. Da in diesen Fällen kein Hautkrebsrisiko besteht, reicht es aus, die Zellen des Muttermals mithilfe der Laserstrahlen zu zerstören – das umliegende Gewebe muss dabei nicht behandelt werden. Für eine Sitzung musst Du etwa 50 bis 60 Euro einplanen. Aufgrund der fehlenden medizinischen Notwendigkeit übernehmen die Krankenkassen in diesem Fall die Kosten meistens nicht.

Müssen Deine Muttermale aber behandelt werden, weil das Risiko besteht, dass sie zu bösartigen Tumoren heranwachsen, ist oft das Herausschneiden der Male die bessere Methode. Unter örtliche Betäubung wird das Muttermal mit einer Pinzette, einer Drahtschlinge oder einem Skalpell abgetragen. Zusätzlich wird auch die Haut, die das Mal umgibt, abgelöst, um das Risiko zu vermindern, dass sich Krebszellen bilden. Beide Methoden sind fast schmerzfrei. Nach dem Eingriff musst Du die Haut schonen, solltest einige Tage auf Sport verzichten und die behandelten Stellen eincremen, wenn Dir Dein Arzt eine entsprechende Salbe mitgegeben hat. Nach ein bis zwei Wochen werden in der Regel die Fäden gezogen.

Muttermale entfernen: Risiken und Nebenwirkungen

Bei der Entfernung von Muttermalen bleiben in der Regel kaum sichtbare Narben zurück. Wie bei jedem Eingriff besteht aber auch bei dieser Mini-OP das Risiko, das nicht alles nach Plan läuft. Zum einen können je nach Veranlagung schwulstartige, weiße Narben entstehen, die doch sichtbar sind, zum anderen besteht die Gefahr von Entzündungen und Infektionen. Beides tritt jedoch eher selten auf. Durchtrennt oder verletzt der Arzt beim Herausschneiden des Muttermals einen Nerv, kann es zu vorübergehenden oder bleibenden Taubheitsgefühlen kommen. Daher ist es sehr wichtig, dass Du Dir einen erfahrenen Dermatologen suchst, der genau weiß, was er tut.

Ein Muttermal ist kein Grund zur Sorge. Ob der Eingriff wirklich nötig ist, weiß Dein Arzt. Um ihn bei seiner Arbeit zu unterstützen, solltest Du Deinen Körper regelmäßig selbst untersuchen und Deine Muttermale genau beobachten. So kannst Du schnell reagieren und Deine Muttermale entfernen lassen, bevor sie zu einem Risiko werden.

Bildquelle: iStock/mkrberlin

Kommentare (3)

  • Ich bin zwar nicht betroffen, aber ich würde mir Muttermale entfernen lassen, wenn ich sie im Gesicht hätte. An einer anderen Stelle würde ich glaube ich nicht den schritt gehen, und die Muttermale entfernen lassen, außer natürlich, es wird von Arzt empflohlen.

  • Ich habe ungelogen etwas um die 1000 Muttermale auf meinem Körper, da stellt sich mir früher oder später schon die Frage, ob ich einige Muttermale entfernen lassen will. Zwar gehe ich regelmäßig zur Kontrolle und bis jetzt war immer alles gut, aber sie wachsen ja auch und sehen einfach hässlich aus. Daher würde es für mich über kurz oder lang schon in Frage kommen, einige Muttermale entfernen zu lassen.

  • Ich musste mir letztens drei Muttermale entfernen lassen. Wenn man damit übersät ist, sollte man mindestens einmal pro Jahr zur Kontrolle gehen!


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