Nicholas Christopher: Eine Reise zu denSternen
Loren ist auf den Tag genau zehn Jahre alt, als er von seiner Adoptivtante Alma in das New Yorker Planetarium eingeladen wird – Eine Reise zu den Sternen, wie sie schöner für das Geburtstagskind nicht sein könnte. Doch dann passiert das Unerklärliche: Nach der Vorstellung wird Loren von einer Fremden entführt. Alma, die sich die Schuld an der Entführung gibt, bleibt verzweifelt zurück. Lorens Entführung ist der Beginn einer fantastischen Geschichte, in der die beiden Hauptcharaktere erst um die ganze Welt reisen müssen, bevor sie sich nach 15 langen Jahren endlich wiederfinden.
Seine Entführer bringen Loren in ein Luxushotel in Las Vegas, in dem er auf seinen leiblichen Onkel Samax trifft. In den Folgejahren wird Loren, der fortan unter dem Namen Enzo aufwächst, hier von zahlreichen Gelehrten unterrichtet und eignet sich großes Wissen in den unterschiedlichsten Disziplinen an. Sein Leben ist vom Reichtum, vor allem aber seiner Liebe zu den Wissenschaften geprägt, besonders die Astronomie hat es ihm angetan. Alma hingegen verliert nach Lorens Verschwinden die Orientierung, bricht ihr Studium ab, ändert ihren Namen und arbeitet als Krankenschwester in Vietnam, das sich zu dieser Zeit im Krieg befindet. Trotz einer neuen Liebe trauert sie noch Jahre später um den Verlust ihres Neffen. Doch es gibt Hoffnung, dass sich die Beiden wiedersehen…
Mit seiner ganz eigenen Erzählweise ist es Nicholas Christopher in Eine Reise zu den Sternen gelungen, einen märchenhaften und dennoch wissenschaftlich fundierten Familienroman zu schreiben. Genau wie die Lebensgeschichten der beiden Protagonisten Loren und Alma miteinander verwoben sind, verbindet Christopher die komplexen Erzählstränge, ohne die Begebenheiten konstruiert wirken zu lassen. Die fast schon poetische Sprache und Vielschichtigkeit der Charaktere und Handlungsstränge machen Eine Reise zu den Sternenzu einem magischen Familienroman, in den der Leser vollends eintauchen kann.
Nicholas Christopher: Eine Reise zu den Sternen
Für Erdbeermädels, die sich gern in märchenhaften Erzählungen und Fantasiewelten verlieren, aber keine Lust auf Hirngespinste haben



