Thai's rice collection in burlap bag
Juliane Timmam 28.02.2017

Nudelgerichte sind bei uns Deutschen besonders beliebt, doch neben Pasta essen wir auch jedes Jahr mehrere Kilo Reis. Der ist gesund, enthält viele Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe. Reis besitzt aber auch viel anorganisches Arsen, das ist ein Giftstoff, der Krebs und Herzerkrankungen auslösen kann. Wenn Du Deinen Reis falsch zubereitest, besteht die Möglichkeit, dass Du zu viel von diesem Giftstoff aufnimmst. Wie Du das in Zukunft verhindern kannst, erklären wir Dir hier.

Arsen findet man im Boden und in belastetem Grundwasser. Die Reispflanze wächst stehend im Wasser, das in manchen Anbaugebieten schwer verunreinigt sein kann. In der britischen TV-Sendung „Trust me I’m a Doctor“ (Vertrau mir, ich bin Arzt“) untersuchte der Wissenschaftler Andy Meharg der Queens Universität in Belfast drei verschiedene Zubereitungen von Reis. Dabei erwies sich nur eine als besonders gesund.

Reis-Zubereitung #1

Zunächst wurde ein Teil Reis mit zwei Teilen Wasser gekocht. Der Arsengehalt war danach aber unverändert hoch und lag bei 84 Prozent.

Reis-Zubereitung #2

Beim zweiten Versuch wurde der Reis mit fünf Teilen Wasser gekocht. Danach halbierte sich der Arsengehalt im Reis.

Reis-Zubereitung #3

Beim dritten Versuch wurde der Reis über Nacht in Wasser eingeweicht. Dann wurden die Reiskörner solange mit heißem Wasser gewaschen bis das Wasser klar war. Dann wurde der Reis mit fünf Teilen Wasser gekocht. Siehe da: Der Arsengehalt sank um knapp 80 Prozent.

Worauf solltest Du beim nächsten Mal achten?

Wenn Du Reis essen willst, solltest Du ihn zuerst lange in Wasser einweichen lassen. Dann wäschst Du den Reis aus und kochst ihn mit reichlich Wasser ab. Am besten geeignet ist Basmatireis, weil der am wenigsten Arsenanteile enthält, im Vollkornreis bleibt dagegen mehr Arsen in der Schale zurück.

Das Magazin „Öko-Test“ hatte verschiedene Reissorten getestet, dabei kam heraus, dass sechs von sieben getesteten Vollkornreissorten „stark erhöhte Mengen“ des krebserregenden Stoffes enthielten. Das Magazin warnte auch vor dem Verzehr von Reiswaffeln. Bei Untersuchungen wurden auch hier in einigen Sorten Spuren von Arsen, Cadmium und dem krebserregenden Acrylamid entdeckt. Insbesondere Kindern sollte man deshalb nicht zu viele Reiswaffeln zum Knabbern anbieten.

Hättest Du das gewusst? Du musst Du jetzt nicht komplett auf Reis verzichten, aber achte darauf, dass Du vielleicht öfter Reis aus Europa kaufst, da Reiskörner aus Asien stärker mit Arsen belastet sein können.

Bildquelle: iStock/peangdao


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