lgbtq-barbie
Nina Rölleram 30.11.2017

Barbiepuppen standen lange Zeit nicht gerade für Diversität, sondern eher für ein normiertes und unerreichbares Schönheitsideal. Das scheint sich aber langsam zu ändern. Nach Puppen mit mehr Speck auf den Hüften und der ersten Version mit Hidschab gibt es nun eine LGBTQ-Barbie mit einer Agenda: Sie soll lesbische, schwule und Transgender-Jugendliche unterstützen und Suizide verhindern. Wir zeigen dir die neue Puppe und die Organisation, die dahintersteckt.

Die stylische LGBTQ-Barbie mit Statement-Shirt

Auf den ersten Blick sieht die Puppe, die als LGBTQ-Barbie gehypt wird, recht gewöhnlich aus. Gut, sie hat im Vergleich zur klassischen Barbie mit ihrem Long Bob eine etwas modischere Frisur. Auf dem Instagram-Foto von Barbiestyle küsst die braunhaarige Puppe auch nicht die blonde Barbie neben ihr. Darum soll es hier aber auch gar nicht gehen, sondern um die süßen kleinen T-Shirts der Damen:

Auf diesen prangt in bunten Buchstaben die simple Botschaft „Love Wins“, also „Liebe siegt“. Nachempfunden wurden die Oberteile den Designs der amerikanischen Marke TwoSongs. Das Label hat sich auf T-Shirts mit politischen Statements spezialisiert, von denen ganze 50 Prozent der Einnahmen für einen passenden guten Zweck gespendet werden. Bei der Barbie-Version handelt es sich leider nicht um eine offizielle Edition, auch wenn Barbiestyle ein offizieller Instagram-Account von Mattel (beziehungsweise Barbie) ist.

Allerdings kannst du dir das „Love Wins“-Shirt für dich selbst bestellen und damit deinen Support für die LGBTQ-Community zum Ausdruck bringen. Für das hübsch bestickte Shirt musst du zwar umgerechnet etwa 60 Euro hinblättern, unterstützt damit aber die Initiative „The Trevor Project“. In der größeren Version sieht das Shirt auch noch ganz schick aus, wie die Designerin Aimee Song beweist, die Vorbild für die LGBTQ-Barbie war:

Hilfe für suizidgefährdete Jugendliche

Unter dem Hashtag #lovewins wurde 2015 die Legalisierung der Homo-Ehe in den gesamten USA gefeiert. Der Slogan beinhaltet aber noch mehr: Er soll auch homosexuellen, queeren und Transgender-Jugendlichen Hoffnung machen. Diese Gruppe hat es aufgrund von gesellschaftlichen Vorurteilen besonders schwer. Depressionen, selbstverletzendes Verhalten oder sogar Suizide sind daher leider keine Seltenheit.

Um den Suizid einer Jugendlichen geht es auch in „Tote Mädchen lügen nicht“. Viele Pädagogen halten die Serie aber für bedenklich.

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Das Trevor Project hat es sich zur Aufgabe gemacht, solch traurige Vorfälle durch Präventionskampagnen zu verhindern. In den USA konnte die Kampagne bereits eine Art Sorgentelefon für LGBTQ-Jugendliche einrichten, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung Mobbing erfahren oder unter Depressionen leiden. Instagram verweist daher auch auf das Projekt, wenn Bilder gepostet werden, die suizidale Absichten vermuten lassen. Mit dem Kauf des „Love Wins“-Shirts unterstützt du also diese wichtige Arbeit und verbreitest außerdem beim Tragen eine hoffnungsvolle Botschaft.

Nicht die erste lesbische Barbie

Die Love Wins-Barbie ist nicht die erste Barbie, die sich für LGBTQ-Rechte einsetzt. Eine australische Bloggerin postete auf ihrem Account allthelittledolls bereits dieses süße Foto von zwei sich liebenden Barbie-Müttern mit ihren Kindern.

🌈 #loveislove #gaymarriage #samesexcouples

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Selbst von offizieller Seite gab es bereits im vorigen Jahr eine lesbische Barbie, die die amerikanische Fußballerin Abby Wambach darstellen soll. Leider gab es diese Version aber nicht offiziell zu kaufen, sondern sie wurde eigens für Wambach hergestellt, genauso wie die Plus Size-Barbie nach dem Vorbild von Ashley Graham.

Wer nicht darauf warten will, bis Mattel eine lesbische oder androgyne Barbie auf den Markt bringt, kann sich seine Puppe auch einfach selbst zu Hause gestalten. Der Instagram-Account thegaydolls zeigt, wie cool Barbies mit Buzzcut aussehen können. Wer braucht da schon Ken? Eine Barbie mit kurzen dunklen Haaren kannst du dir hier bestellen.*

Auf jeden Fall eine tolle Kampagne, für die Barbie mit dem Shirt wirbt. So etwas hätte man sich vor 20 Jahren noch nicht vorstellen können, oder? Begrüßt du das diversere Bild, das Barbie mittlerweile vermittelt, oder haben solche Themen deiner Meinung nach nichts im Kinderzimmer zu suchen? Diskutiere mit mir in den Kommentaren!

* Partner-Link

Bildquelle:

iStock/CatLane


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