Embrace Doku
Nina Rölleram 04.05.2017

Wie, schon wieder etwas zum Thema Body Shaming, Magerwahn und verkorkste weibliche Schönheitsideale!? Haben wir darüber nicht langsam genug gehört? Wenn es nach dem neuen Dokumentarfilm „Embrace“ geht, definitiv nicht. Denn die Doku behandelt ein Thema, unter dem Frauen auf der ganzen Welt tagtäglich leiden. Wir sagen dir, warum du dir den von Nora Tschirner mitproduzierten Film unbedingt ansehen solltest. Außerdem verraten wir dir, wann er in die Kinos kommt und warum er schon jetzt für Ärger gesorgt hat.

Embrace mit Nora Tschirner

Nora Tschirner lag das Thema so am Herzen, dass sie spontan Mitproduzentin wurde.

Warum du dir „Embrace“ unbedingt ansehen solltest

Mit diesem Foto fing alles an.

Bei dem viel diskutierten Dokumentarfilm handelt es sich nicht um das Projekt einer großen Filmproduktionsfirma. Vielmehr entstand die Idee zu „Embrace“ relativ spontan, als die australische Aktivistin Taryn Brumfitt ein Vorher-Nachher-Bild von sich öffentlich postete, das für reichlich Aufruhr sorgte: Auf dem Foto sieht man Taryn links sichtlich durchtrainiert und rechts mit deutlich mehr Körperfett. Taryn hatte das Vergleichsbild gepostet, um zu zeigen, dass sie sich in ihrem dickeren „Nachher-Körper“ wesentlich wohler fühlt. Dass eine solche Aussage auch heutzutage immer noch weitgehend für Unverständnis sorgt, hat der Australierin schließlich gezeigt, dass es noch viel zum Thema Schönheitsvorstellungen von Frauen zu sagen gibt. Die zahlreichen Interviews, die sie allein zu diesem Social Media-Post geführt hat, hätten nicht ausgereicht, um wirklich zu ergründen, warum der Kampf mit dem eigenen Körpergewicht für die meisten Frauen ein Dauerthema ist.

Also entschloss sich Taryn Brumfitt kurzerhand, auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter Geld für die Produktion eines Dokumentarfilms zu sammeln, in dem Frauen auf der ganzen Welt zu Wort kommen sollten. Mit Erfolg: Fast 9.000 private Spenden und die Unterstützung von prominenten Frauen, wie der deutschen Schauspielerin Nora Tschirner, haben einen aufrüttelnden Film möglich gemacht. Die überwältigende Unterstützung habe außerdem gezeigt, dass vielen Frauen das Thema am Herzen liegt und sie sich durch die gängigen Bilder aus Filmen, Magazinen und der Werbung nicht repräsentiert fühlen. Für die Doku hat sich Taryn Brumfitt daher ordentlich ins Zeug gelegt: So spricht sie sowohl mit der Chefredakteurin der australischen Cosmopolitan als auch mit magersüchtigen Frauen und lässt sich außerdem splitterfasernackt von oben bis unten von einem Schönheitschirurgen bewerten. Lass dich am besten von diesem Trailer selbst überzeugen:

Hier kannst du „Embrace“ im Kino sehen

Da „Embrace“ trotz all der Crowdfunding-Spenden immer noch eher ein Nischenfilm ist, kommt er leider nur für einen Tag in deutsche Kinos. Am Donnerstag, den 11. Mai hast du in vielen deutschen Städten die Chance, die vielversprechende Doku zu sehen. Tickets kannst du dir jetzt schon sichern und am Folgetag sogar live mit Taryn Brumfitt und Nora Tschirner auf Facebook über deine Eindrücke zu diskutieren. Eine tolle Idee, denn der Film soll ersten Reaktionen zufolge, vielen Frauen sehr nahe gehen! Eine vorläufige Liste der Kinos, in denen du dir nächste Woche „Embrace“ ansehen kannst, siehst du mit einem Klick auf Nora Tschirners Facebook-Post:

Zu viel nackte Haut: Ärger um die Altersfreigabe

Leider hat es bei der Veröffentlichung des Films in Australien bereits Unmut bei den Macherinnen gegeben. Denn dort ist die Doku erst für Jugendliche ab 15 Jahren freigegeben. Brumfitt hat sich darüber äußerst verärgert gezeigt, schließlich sei die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Schlankheitswahn gerade für junge Mädchen wichtig. Mit der Bewertung werde eine seriöse Doku wie „Embrace“ in die gleiche Schublade wie der Erotikfilm „Fifty Shades of Grey“ – und das nur, weil sowohl auf dem Filmplakat aus als im Film selbst zu viel nackte Haut zu sehen sei. Ziemlich übertrieben, wie ich finde. Oder empfindest du dieses Filmplakat vielleicht doch als anstößig?

Solltest du es am 11. Mai doch nicht ins Kino schaffen, wirst du ihn wohl aber auch bald bei vielen Streamingdiensten sehen können. Wenn auch du genervt davon bist, dass deine Freundinnen oder deine Familienangehörige ständig nur über ihre Gewichtszunahme und gescheiterte Diäten beklagen, solltest du dir diese unbedingt für einen gemeinsamen Filmabend schnappen! Warum uns viele der Abbildungen in Magazinen und Werbeanzeigen auch nerven, erfährst du hier.

Bildquelle: Body Image Movement

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