Leerer Einkaufswagen im Supermarkt
Ricarda Biskoping am 24.10.2017

Und manchmal werden wir so richtig verarscht und bemerken es gar nicht! Foodwatch verleiht zum siebten Mal den „Goldenen Windbeutel“ und kürt die dreisteste Werbelüge des Jahres 2017! Insgesamt 5 Produkte aus der Lebensmittelindustrie wurden nominiert. Der Grund: Sie schwindeln auf dem Etikett, belügen so die Verbraucher. Kurz gesagt: In ihren Produkten ist nicht das drin, was draufsteht!

Und diese Produkte könnten den Windbeutel absahnen …

Die Ochsenschwanzsuppe

Die „Lacroix Gebundene Ochsenschwanz Suppe” von Continental Foods hat die Top 5 schon erreicht, gehört zu den Nominierten. Der Grund: In der Ochsenschwanzsuppe ist kein Ochsenschwanz zu finden. Die Rechtfertigung der Firma: Dies habe Qualitätsgründe, denn Ochsenschwanz sei oft knorpelig. Man habe die Suppe daher bewusst auch nicht „original“ oder „klassisch” bezeichnet.

Der Kinderkeks

Auch Babynahrung hält nicht immer das, was auf der Verpackung versprochen wird. Der „Kinderkeks” von Alete könnte den Windbeutel gewinnen. Denn: Das Produkt verspricht babygerecht zu sein, enthält aber 25 (!) Prozent Zucker. Das Urteil vom Foodwatch: „Sie sind damit alles andere als babygerecht, sondern fördern Karies.” Was sagt Alete dazu? Keine Spur von Reue! Die Kekse würden die gesetzlichen Grenzwerte einhalten. Außerdem weise die Verpackung auf gründliche Zahnreinigung hin.

Das Müsli

Auch das „Urlegenden Müsli Quinoa, Apfel, Cranberries & Chia-Samen” von Kellogg’s steht in der Kritik. Grund: Es sind nur 2,5 Prozent Urkorn vorhanden. Dafür aber jede Menge Zucker, Aroma und Zusatzstoffe. Kellogg’s äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen. Man müsse das jetzt erstmal prüfen.

Der Protein-Drink

Auch der „Protein Drink Vanille“ von Bauer fiel negativ auf. Foodwatch kritisiert, dass er 50 Prozent teurer ist als andere Vanillemilch. Das vorhandene Protein sei nur ein Marketing-Trend und vollkommen überflüssig. Das sieht die Firma Bauer anders: Man erfülle den Wunsch der Verbraucher nach proteinreichen Produkten.

Das Pflanzenöl

Das „Becel Omega-3 Pflanzenöl“ von Unilever landete auch auf der Werbelügen-Liste. Grund: Es soll 3 mal mehr Omega-3 als Olivenöl enthalten. Diesen Vergleich findet Foodwatch sinnlos, denn Olivenöl enthalte nicht viele Omega-3-Fettsäuren. Bei Rapsöl sei dies der Fall, aber dieses sei wesentlich günstiger. Wie verteidigt sich Unilever? Mit Konfrontation! Das kritisierte Öl sei hochwertig, man könne alle Informationen auf der Verpackung finden. Die Kritik an Foodwatch: „Mit der sogenannten Verleihung des goldenen Windbeutels greift Foodwatch deutsche Markenprodukte an, die allen nationalen und europäischen Gesetzen und Vorgaben entsprechen.“

Ochsenschwanzsuppe ohne Ochsenschwanz. Kinderkekse, die zu einem Viertel aus Zucker bestehen, Urlegenden-Müsli ohne Urkorn. Was sagst du zu dem Schwindel der Lebensmittelindustrie? Sollten noch viel häufiger Werbelügen entlarvt werden? Und kennst du vielleicht noch weitere Produkte, die mal den „Goldenen Windbeutel“ bekommen sollten? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare. Übrigens: Noch bis Ende November kannst auch du an der Abstimmung teilnehmen.

Bildquelle:

iStock/gopixa


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