Photo of pregnant woman sleeping on the blue couch
Diana Heuschkelam 03.11.2017

Es ist eine medizinische Sensation: Eine Amerikanerin bringt Zwillinge zur Welt – kurze Zeit drauf stellt sich jedoch heraus, dass es sich bei den Kindern gar nicht um Zwillinge handelt, denn nur einer der beiden Säuglinge ist ihr eigenes Kind. Wie konnte es dazu kommen?

Kann man eigentlich schwanger werden, obwohl man bereits schwanger ist? Der Fall der 31-jährigen US-Amerikanerin Jessica Allen zeigt, dass das unter gewissen Bedingungen tatsächlich möglich ist. Und nicht nur das! Was die Sache noch außergewöhnlicher macht ist, dass nur eines der beiden Kinder ihr leibliches ist. Jessica Allen ist nämlich Leihmutter und wurde ursprünglich im Dienste eines chinesischen Pärchens schwanger, das sie über eine Agentur beauftragte.

Schwanger mit zwei Föten – nur eines ist ihr leibliches Kind

Im April 2016 wird Allen die befruchtete Eizelle des Paares eingesetzt, wie „Welt.de“ berichtet. Sie wird erfolgreich schwanger, kurze Zeit später wird beim Ultraschall festgestellt, dass die Leihmutter zwei Embryonen in sich trägt – Allen und die leiblichen Eltern gehen von Zwillingen aus. Was die behandelnde Ärztin allerdings – aus bis heute unbekannten Gründen – verschweigt: Die Babys befinden sich in getrennten Fruchtblasen. Damit hätte klar sein müssen, dass es sich nicht um eineiige Zwillinge handeln konnte.

Nach der Geburt stellen die die Leihmutter und die Eltern fest: Die beiden Babys sehen völlig unterschiedlich aus. Die Hautfarbe des einen Kindes ist viel dunkler als die des anderen und nur eines der beiden weist asiatische Gesichtszüge auf. Während der nächsten Wochen werden die vermeintlich leiblichen Eltern immer stutziger.

DNA-Analyse bestätigt „Superfötation“

Eine DNA-Analyse bestätigt schließlich, dass bei Allen eine sogenannte „Superfötation“ stattgefunden hatte. Sie wurde also kurz nach der künstlichen Befruchtung mit der fremden Eizelle nochmals auf natürlichem Wege schwanger. Beim Menschen kommt das so gut wie nie vor. Jessica Allen und das chinesische Pärchen sind sich einig: Der kleine Max soll wieder zu seiner leiblichen Familie zurück. Die Agentur, über die Allen angestellt ist, sträubt sich jedoch und verlangt horrende Summen von ihr, um ihr das Sorgerecht zu übertragen. Man droht Allen damit, das Kind zur Adoption freizugeben. Anwälte werden eingeschaltet.

Nach einem Monat ist der Sorgerechtsstreit endlich beendet. Der kleine Max darf zurück zu Jessica Allen und ihrem Verlobten. „Meinen Sohn zu umarmen und zu küssen, war ein unglaublich schöner Moment“, wird Allen von „Welt.de“ zitiert.

Bildquelle:

iStock.com/Helios8


News zu Lifestyle, Liebe, Mode & mehr!

In 2 einfachen Schritten per WhatsApp auf dein Smartphone:

1. Klicke auf „Start“ und schick in WhatsApp die Nachricht ab

2. Speichere unbedingt unsere Nummer als „Erdbeerlounge“!

Was denkst du?

Teste dich