Schwedische Köttbullar

Köttbullar und Co

Gibt es bald eigenständige Ikea-Restaurants?

Katharina Meyeram 19.04.2017 um 12:11 Uhr

Das Schönste am Besuch bei Ikea ist für Dich der Zwischenstopp im Restaurant, um skandinavische Köstlichkeiten zu genießen? Dann haben wir (vielleicht) gute Nachrichten.

Ein Einkauf bei Ikea kann sich schon ganz schön in die Länge ziehen. Zwischen dem Gucken, Stöbern und Aussuchen von Möbelstücken und Deko – und der einen oder anderen Streiterei mit dem Partner – ist ein Besuch im Restaurant daher für viele Ikea-Einkäufer eine willkommene Abwechslung. Doch schon bald könntest Du auch ohne eine Fahrt zum Möbelhaus in den Genuss von Köttbullar und Co. kommen.

Da der Absatz im Food-Segment des schwedischen Möbelhauses stetig wächst, spielen die Verantwortlichen mit der Idee, eigenständige Ikea-Restaurants in unseren Innenstädten zu errichten. Wäre das nicht toll, nicht erst in die meist eher abgelegeneren Industriegebiete fahren und sich durch den überfüllten Ikea kämpen zu müssen, wenn man eigentlich nur Hunger hat?

So stark wächst die Nachfrage nach Ikea-Essen

Ikea: Bald eigenständige Restaurants?

Bald musst Du nicht mehr ins Möbelgeschäft, wenn Du Hunger auf Köttbullar hast!

Michael La Cour, Geschäftsführer im Food-Segment des Möbelriesen, ist von dem raschen Wachstum dieses Bereichs selbst überrascht – und erklärt gegenüber fastcompany.com damit auch, warum die Idee eigener Restaurants nicht schon früher kam – schließlich gehört das Ikea-Essen bereits seit 1958 (ein Jahr nach Eröffnung des ersten Ikeas) zu dem schwedischen Einrichtungshaus dazu. „Das klingt vielleicht komisch, aber wir haben das fast gar nicht bemerkt“, gibt La Cour zu.

Im Vergleich zum Umsatz über den Verkauf von Möbeln und Co. von etwa 36,5 Milliarden Dollar sind die 1,8 Milliarden Dollar aus dem Essensbereich (in 2016) fast eine Lappalie. „Aber als ich die Zahlen in Vergleich zu anderen Essens-Firmen gesetzt habe, konnte ich plötzlich sehen, dass es wirklich gar nicht so wenig ist.“ Die Erweiterung des Angebots um gesunde und vegane Alternativen und Partnerschaften mit besonders ökologischen und bewussten Lieferanten hat darüber hinaus für eine Stärkung von Ikea als kulinarische Marke gesorgt – nicht nur im Restaurant sondern auch im daran angeschlossenen Markt für schwedische Lebensmittel.

Erste Pop-up-Stores in London, Paris und Oslo

Du wünschst Dir nichts sehnlicher als ein Ikea Restaurant in Deiner Innenstadt? In London, Paris und Oslo gab es erste skandinavische Cafés des Möbelhauses als Pop-up-Store. Ob und wann weitere Läden geplant sind, ist zwar bisher nicht bekannt, aber La Cour hat große Pläne für das Ikea-Essen: „Ich glaube fest daran, dass es Potenzial hat. Ich hoffe, in ein paar Jahren werden unsere Kunden sagen, ‘Ikea ist ein toller Ort um zu essen – und übrigens verkaufen die da auch ein paar Möbel‘“.

Bildquelle: iStock/AlxeyPnferov, iStock/TonyBaggett


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