BERLIN, GERMANY - AUGUST 28: German Chancellor Angela Merkel waits for delegates at the German government Balkan conference at the Chancellery on August 28, 2014 in Berlin, Germany. The leaders of Albania, Kosovo, Croatia, Bosnia-Herzegovina, Slovenia, Serbia, Montenegro and Macedonia are participating in the conference that also includes Austrian Chancellor Werner Faymann and European Commission President Jose Manuel Barroso. (Photo by Jochen Zick - Pool / Getty Images)
Diana Heuschkelam 12.09.2017

Am Montagabend stellt sich Angela Merkel den Fragen der Wähler bei der TV-Wahlarena der ARD. Eine der schwersten und gleichzeitig berührendsten Fragen stammt dabei von einer jungen Frau mit Down-Syndrom.

„Frau Merkel, Sie sind Politikerin, Sie machen Gesetze“, beginnt die 18-jährige Natalie Dedreux aus Köln ihr Anliegen an die CDU-Chefin. „Neun von zehn Babys mit Down-Syndrom werden in Deutschland nicht geboren. Sie werden abgetrieben. Ein Baby mit Down-Syndrom darf bis wenige Tage vor der Geburt abgetrieben werden. Das nennt man Spätabbruch.“ Was dann kommt, bewegt nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Kanzlerin selbst sichtlich.

Schwere Frage an die Kanzlerin

Die junge Frau, die laut „Bild.de“ als Redakteurin bei „Ohrenkuss“, einer Zeitung von Menschen mit Down-Syndrom, arbeitet, setzt daraufhin zu ihrer eigentlichen Frage an: „Meine Kollegen und ich fragen Sie, Frau Merkel, wie stehen Sie zum Thema Spätabbruch? Wieso darf man Babys mit Down-Syndrom bis kurz vor der Geburt noch abtreiben? Ich finde es politisch nicht gut. Dieses Thema ist mir wichtig. Ich will nicht abgetrieben werden, sondern auf der Welt bleiben.“ Für diese mutige Frage erntet die junge Frau viel Beifall aus dem Publikum.

Angela Merkel antwortet auf Abtreibungsfrage

Auch Angela Merkel lässt durchblicken, dass sie das Thema Behindertenförderung schon lange begleitet: „Ich bin in der DDR aufgewachsen auf einem Gelände, wo geistig behinderte Kinder waren“, erzählte sie dem ARD-Publikum. „Da gab es überhaupt keine Förderung, da gab es gar nichts. Und das ist einer der großen Vorteile der Deutschen Einheit, dass man heute an Ihnen sieht, was man mit Förderung, guter Betreuung und Bildung machen kann.“ Eine Mehrheit gegen Spätabtreibungen zu bekommen, sei sehr schwierig, fügt die Kanzlerin hinzu. Sie habe aber bereits durchgesetzt, dass eine Beratung vor einer Spätabtreibung verpflichtend ist. Mehr Informationen zum Thema Down-Syndrom kannst du hier nachlesen.

Wird in Deutschland genug für die Förderung von Menschen mit Behinderung getan? Was hältst du von Angela Merkels Antwort? Sag uns deine Meinung in den Kommentaren!

Bildquelle: Jochen Zick/GettyImages


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