Handsome young man or teenager driving car and drinking water from plastic bottle
Diana Heuschkelam 06.12.2017

Marc Wübbenhorst aus Bielefeld muss 20 Liter Wasser am Tag trinken – sonst verdurstet er. Der 35-Jährige leidet an einer extrem seltenen Krankheit, die ihn dazu zwingt, riesige Mengen an Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Marc Wübbenhorst leidet an der sogenannten Diabetes insipidus centralis. Diese Krankheit bewirkt bei ihm, dass seine Nieren nicht richtig arbeiten. Wie der Alltag mit der so ungewöhnlichen Krankheit aussieht, erklärt Marc Wübbenhorst gegenüber der „WDR Lokalzeit“.

Alle paar Minuten bekomme er großen Durst, erklärt er und stürze dann bis zu einem Liter Wasser auf einmal hinunter – egal, ob er zu Hause, auf der Arbeit oder unterwegs ist. Auch nachts müsse er aufstehen, um seinem Bedürfnis nach Flüssigkeitszufuhr gerecht zu werden. „Ich bin ein richtiger Backofen“, erzählt er im Interview. Nach etwa 1,5 Stunden ohne Wasser bekomme er bereits Fieber und beginne, gefährlich zu dehydrieren.

Wasser schmecke ihm zum Glück gut. „Von dem Wasser wird mir nicht schlecht, wenn ich denn beim Wasser bleibe“, erklärt er im Interview mit der „WDR Lokalzeit“. „Ich habe aber auch schon so Situationen gehabt, dass ich dann den Kühlschrank aufgerissen habe und hab mir vielleicht ein Paket Milch in der Not reingedrückt oder vielleicht noch ein zweites. Davon wird mir schlecht.“

Die Folge des extremen Wasserkonsums: Der Bielefelder muss ständig auf die Toilette rennen. Gerade, wenn er unterwegs ist, kann das zum Problem werden, denn nicht überall findet er auf die Schnelle eine öffentliche Toilette. Wildpinkeln komme für ihn trotzdem nicht infrage.

Marc Wübbenhorsts Diabetes insipidus centralis ist erblich bedingt und nicht heilbar. Wir wünschen ihm viel Kraft für den weiteren Weg.

Bildquelle:

GettyImages/Art-Of-Photo


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