ABSI

War bisher der Body Maß Index (kurz: BMI) noch das Nonplusultra, wenn es darum ging zu bestimmen, ob ein Mensch übergewichtig, untergewichtig oder normalgewichtig ist, nimmt die Kritik an der Berechnung jenes Wertes kein Ende. Zu ungenau sei die Ermittlung des Körper-Index über einzig und allein das Verhältnis von Körpergröße zu Körpergewicht. Und das zu recht, schließlich zählt ein Sportler, dessen Muskelmasse einiges auf die Waage bringt, laut des BMI auch schnell zu den Schwergewichten. Nun soll mit dem ABSI ein realistischerer Ersatz für den BMI gefunden sein. Was es damit genau auf sich hat, erfahren Sie hier und in unserer Fotoshow .

Mehr Schein als Sein oder die optimale Rechnung zur Bestimmung des Idealgewichts? Was steckt wirklich hinter dem ABSI?

Back to Basics: Der BMI und seine Werte

Der Body Maß Index ist nicht mehr als eine Richtlinie zur Beurteilung des Körpergewichts und darf nicht als absolut verstanden werden. Er wird aus dem Gewicht in Kilogramm dividiert durch die Körpergröße in Metern im Quadrat berechnet. Die Muskel- oder Fettmasse am Körper spielt somit bei der Errechnung des Richtwertes keine Rolle. Dies führt dazu, dass ein sehr schwammiges Ergebnis ohne Einbeziehung der eigentlichen Statur errechnet wird. Das soll nun der „A Body Shape Index“ (kurz: ABSI) besser machen.

Was kann der ABSI was der BMI nicht kann?

Nicht realitätsgetreu ist der BMI allein schon deswegen, weil er keine Rücksicht auf die Muskel- und die Fettmasse einer Person nimmt. Dabei ist man heute auf dem Wissensstand, dass eben jenes Fett, welches sich im Bauchraum zwischen den Organen sammelt und den Baumumfang verändert, besonders gefährlich ist. Der BMI differenziert also nicht zwischen schlanker Taille, starken Beinen und Hüftspeck. Und das ist wichtig, denn während Reiterhosen, breite Hüften und Co. gesundheitlich eher ungefährlich sind, kann das Fett im Bauchraum der Grund für verschiedenste Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck und ähnliches sein.

Aufgrund dieser Sichtweisen haben die beiden New Yorker Nir und Jesse Krakauer nun eine Alternative zur Berechnung des idealen Body Shapes vorgeschlagen. Dem ABSI liegt eine weitaus komplexere Interpretation zu Grunde als es beim BMI der Fall ist. Zwar kann der Wert relativ einfach mittels eines Onlinerechners (die Rechnung dahinter: Taillenumfang / (BMI2/3*Körpergröße1/2) und der Angabe der benötigten Daten berechnet werden, die Deutung des dann errechneten Wertes zwischen -1 und +1 ist jedoch für den Laien nur bedingt zumutbar. Grob gesagt könnte man davon ausgehen, dass ein Ergebnis unter Null gesundheitlich unbedenklich ist, je näher man jedoch der +1 kommt, desto mehr schreit das Ergebnis nach einer Extra-Einheit Sport.

Neben dem Gewicht und der Körpergröße sind für die Errechnung des Richtwertes auch das Alter, das Geschlecht und der Taillenumfang von Bedeutung. Letzterer muss dabei an einer ganz genauen Stelle gemessen werden. Und darin liegt auch schon der erste Schwachpunkt der „neuen“ Rechnung.

Die Schwachstellen des ABSI

Je nachdem, wo der Taillenumfang gemessen wird, kann der ABSI sehr stark variieren oder gar verfälscht werden, was das Verfahren in der Praxis recht schwierig gestaltet, da sich die verschiedenen Figurtypen an eben jener Stelle sehr stark voneinander unterscheiden können.

Der ABSI basiert auf einer Studie, die die beiden Forscher von Mitte der 80er-Jahre bis 2009 durchführten. Für diese Studie wurden etwa 7000 britische Erwachsene untersucht. Während dieser Zeit starben etwa 2200 dieser Testpersonen. Als Ergebnis bestätigten Nir und Jesse Krakauer, dass je höher der ABSI-Wert, desto wahrscheinlicher ein früherer Tod war.

Und schon wären wir bei einem weiteren Schwachpunkt des ABSI: Wenn man den Fokus eben auf die gesundheitlichen Bedenken legt, müssen auch andere Parameter wie etwa die körperliche Aktivität, Herzkreislauferkrankungen, Rauchen, Alkohol und weitere Kriterien mit in Betracht gezogen werden. Das tut der ABSI nicht.

Demnach ist also nicht außer Acht zu lassen, dass sowohl der BMI und auch neuerdings der ABSI lediglich Indikatoren fürs Normalgewicht sind und sie nicht allein bestimmen können, ob ein Mensch gesund lebt oder nicht. Wichtig sind immer das Gesamtbild und das körperliche Wohlbefinden.

Lesen Sie in unserer Fotoshow weitere Fakten über den ABSI (A Body Shape Index) und den BMI (Body Maß Index) .

ABSI: Nach dem BMI kommt der ABSI


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