Low Carb von Atkins

Atkins Diät und Co: Die bekanntesten Low-Carb Diäten

Low-Carb Diäten erfreuen sich in letzter Zeiten eines regelrechten Booms. Nachdem die Atkins-Diät in den 70er Jahren einen radikalen Bruch mit den bisher propagierten Diäten vollzogen hatte, folgten eine Vielzahl

Egal ob Vollkorn, Toastbrot, etc. sind bei Low-Carb tabu!

Frische Brötchen sind tabu! Und auch leider alle anderen leckeren Dinge, die Weißmehl und Stärke enthalten.

Das Prinzip

Durch die Reduzierung von Kohlenhydraten greift der Körper auf Fettsäuren zurück, die in der Leber zu Keton umgewandelt werden. Die so genannten ketogenen Diäten sollen so zu schnellem Gewichtsverlust führen. Ein weiteres Argument der Low Carb-Verfechter ist, dass Proteine und Fett besser sättigen und eine günstigere Insulinausschüttung bewirken. Deshalb wird bei einer Low-Carb Diät das Hungergefühl reduziert.

Viele Ernährungswissenschaftler kritisieren jedoch die Reduzierung von Kohlenhydraten, da dies zwangsläufig auf eine Mangelernährung hinauslaufe. Eine typische Begleiterscheinung ist beispielsweise markanter Mundgeruch, welcher normalerweise nur bei hungernden Menschen oder Diabetikern entsteht.

Der Klassiker – die Atkins-Diät

Die Atkins-Diät, entwickelt von Robert C. Atkins, ist die wohl radikalste der Low-Carb Diäten. Es darf geschlemmt werden, so viel man möchte – allerdings nur Fett und Eiweiß. Speck, Ei und Milchprodukte dürfen also in rauen Mengen gegessen werden; verboten sind dagegen Kohlehydrate jeglicher Art. Dadurch, dass Brot, Kartoffeln und viele andere Lebensmittel wegfallen, müssen Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden, um Mangelerscheinungen zu verhindern. Aufgrund der Radikalität dieser Diät ist sie sehr umstritten und nicht unbedingt empfehlenswert. Atkins selbst starb übrigens mit 72 Jahren an Herzproblemen – und mit Übergewicht.

Die Logi-Methode

Die LOGI-Methode ist eine abgeschwächte Form der Atkins-Diät. Kohlenhydrate sollen zwar auch reduziert werden, allerdings sind sie in Maßen erlaubt. Unterschieden wird dabei zwischen „guten“ und „schlechten“ Kohlenhydraten. Eine entscheidende Rolle spielt hierbei der so genannte Glykämische Index, der den Blutzuckerspiegel nach dem Essen beschreibt. Ideal ist ein langsamer Anstieg und ebenso langsamer Abfall des Blutzuckerspiegels, um das Hungergefühl zu reduzieren. Die LOGI-Methode ist weniger als Diät, sondern vielmehr als eine generelle Nahrungsumstellung gedacht und enthält durchaus sinnvolle Elemente, wie den Verzicht auf Weißmehl. Uneingeschränkt empfehlenswert ist aber auch sie nicht, da die Nahrungspyramide der LOGI-Methode stark von der offiziellen Pyramide der Deutschen Gesellschaft für Ernährung abweicht.

Die South Beach-Diät

Stars wie Beyoncé Knowles schwören darauf: die South-Beach-Diät gilt als effizient, gesund und einfach. In drei Phasen werden hier ebenfalls die Kohlenhydrate reduziert – zuerst sehr stark und später in etwas abgeschwächter Form. Auch bei der South-Beach-Diät wird auf den Gykämischen Index geachtet und zwischen Lebensmitteln unterschieden, die lange und effizient sättigen und solchen, die nur einen kurzen Blutzuckeranstieg bewirken. Auch wenn die South-Beach-Diät auf eine langfristige Umstellung abzielt, gestaltet sich die Umsetzung aufgrund von „erlaubten“ und „verbotenen“ Lebensmitteln oftmals schwierig.

David Kirsch

Der berühmte Personal Trainer, unter anderem von Topmodel Heidi Klum, ist ebenfalls Verfechter der Low-Carb-Methode. In seinem „New York Body Plan“ kombiniert er eine kohlenhydratarme Ernährung, die ähnlich wie bei der South-Beach-Diät in drei Phasen umgestellt wird, mit einem umfangreichen Sportprogramm. Die Kunden von David Kirsch laufen auf den roten Teppichen dieser Welt für ihn Werbung. Umstritten ist aber, ob seine Diätpläne für den „normalen“ berufstätigen Menschen überhaupt praktikabel und sinnvoll sind.

Unser Fazit: Es gibt eine Vielzahl weiterer Diäten, die auf das Low-Carb-Prinzip schwören. Fakt ist aber, dass nicht einmal die bekanntesten uneingeschränkt empfehlenswert sind. Oftmals fehlen Studien, die die Langzeitwirkung der Ernährungsumstellung belegen – trotz prominenter Erfolgsstories. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nimmt deshalb Abstand von der „Verteufelung“ der Kohlenhydrate.

Kommentare (3)

  • Bellisima am 16.11.2012 um 15:42 Uhr

    ich finde, dass die atkins diät die beste low-carb-diät ist... finde aber auch, dass sie schwer ist - atkins hat sich das wohl ganz einfach vorgestellt ;-)

  • Nelly am 16.11.2012 um 15:04 Uhr

    low carb diäten sind theoretisch immer super, doch praktisch sind sei verdammt schwer, durch zu halten - hab einmal die atkins diät gemacht und nach einem tag ein brot gegessen :D

  • SonniSonne am 09.04.2009 um 11:32 Uhr

    Ich finde die low carb diäten auch schwachsinnig. man sagt ja nicht umsonst, dass man sich ausgewogen ernähren soll...


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