Kein Limit

Warum wir mehr essen als wir sollen

Essen ist gesellig und stillt das knurren Deines Magens. Manchmal hört das Verlangen nach einer weiteren Portion Spaghetti oder einem zweiten kleinen Nachtisch aber auch dann nicht auf, wenn das Sättigungsgefühl schön längst eingesetzt hat – und so summieren sich tagtäglich viele Kalorien, die eigentlich gar nicht sein müssten! Doch warum essen wir eigentlich mehr als wir sollen und wie kannst Du das ungehemmte Schlemmen vermeiden?

Eine Frau hält ein Stück Schokolade fest

Manchmal können wir einfach nicht widerstehen

Warum essen wir?

Warum wohl – weil wir Hunger haben! Das stimmt aber nur zur Hälfte, denn sehr häufig essen wir, obwohl wir ganz und gar nicht hungrig sind oder sogar schon längst satt. Und das kann die verschiedensten Gründe haben. Sei es, dass wir uns ablenken möchten, dass wir Stress haben oder dass wir einfach nicht aufhören können, weil es uns so gut schmeckt. Jeder kennt das und wenn Lust- und Frustessen nicht zur Gewohnheit werden, muss man auch nicht gleich über eine Diät nachdenken. Wenn wir aber Muster in unseren Essgewohnheiten feststellen (etwa, dass wir immer zu bestimmten Gelegenheiten zu Süßigkeiten greifen), lohnt es sich, nach den Ursachen zu forschen. Warum esse ich eigentlich gerade jetzt?

Essen gegen den Frust

Sobald es Streit in der Familie oder mit dem Freund gibt oder man einen Misserfolg hinnehmen musste, tröstet man sich mit Schokolade, Gummibärchen und Co? Da ist man in guter Gesellschaft – viele reagieren auf Kummer mit Frustessen. Während andere dann keinen Bissen mehr herunterbekommen, kennen Frustesser bei Kummer kein Halten mehr. Aber wenn man ehrlich ist: eigentlich hilft es überhaupt nicht. Im Gegenteil, meistens fühlt man sich danach noch elender. Deshalb sollte man versuchen, mit traurigen und frustrierenden Situationen bewusst anders umzugehen. Wenn ein Streit belastend wird, hilft es oft, darüber zu sprechen, anstatt den Konflikt buchstäblich in sich hineinzufressen. Denn nur so hat man eine Chance, das Problem zu lösen!

Essen gegen den Stress

Stress im Job, eine Klausur jagt die nächste, der Vermieter nervt schon seit Wochen mit einer ausstehenden Nachzahlung – es gibt viele Dinge, die im Alltag Stress verursachen. Viele reagieren darauf, indem sie vermehrt zu „Nervennahrung“ greifen, um negative Gefühle zu unterdrücken. Wer sich hier wieder erkennt, sollte in Zukunft innehalten, wenn er mal wieder zu Chips und Keksen greifen will. Man sollte sich fragen: warum bin ich eigentlich so genervt? Oft ist einem gar nicht bewusst, dass man gestresst ist. Wenn man sich darüber klar wird, was einen in dem Augenblick eigentlich stört, ist es leichter, anders damit umzugehen. Oberste Priorität hat jetzt: Dampf ablassen. Ruf eine Freundin an und rede Dir alles von der Seele. Damit geht es einem oft schon sehr viel besser. Und wenn Dir die Decke auf den Kopf fällt, dann gehe raus an die frische Luft, tob Dich an einem Boxsack aus oder gönne Dir eine neue Garderobe. Danach sieht die Welt schon anders aus!

Essen als Belohnung

Belohnungsesser meinen es gut mit sich – nach einer erfolgreich bewältigten Aufgabe wollen sie sich etwas Gutes tun. So weit ist das auch gar nicht schlimm, allerdings sollten Belohnungen nicht grundsätzlich etwas mit Essen zu tun haben. Denn so gewöhnt man sich Ernährungsmuster an, die über mehrere Jahre hinweg schleichend immer mehr Kilos auf den Hüften bescheren können. Man sollte sich lieber mit anderen schönen Dingen wie einem Kinoabend, einem Schaumbad oder einer DVD belohnen.

Essen aus Langeweile

„Im Fernseher läuft nichts Spannendes und niemand hat Zeit, etwas mit mir zu unternehmen. Meine Güte, ist das langweilig heute! Man könnte ja mal schauen, was denn der Vorratskeller so hergibt.“ Langeweile ist einer der Hauptgründe, warum wir manchmal mehr essen, als wir sollten. Oft denken wir dann gar nicht lange über Sinn und Unsinn unseres Snacks nach. Wir wandeln einfach wie ferngesteuert zum Kühlschrank und schieben uns wahllos irgendetwas zwischen die Kiemen. Wer sich öfter dabei erwischt, zu essen, ohne darüber nachzudenken, sollte anfangen, sich Fragen zu stellen: brauche ich jetzt wirklich etwas zu Essen? Oder will ich vielleicht eigentlich etwas ganz anderes?
Oft hilft es auch, den ersten Impuls erst einmal abzuwarten. Manchmal will man ganz spontan etwas essen. Wenn man allerdings erst einmal widersteht und sich mit etwas anderem ablenkt (Wäsche waschen, eine wichtige Email schreiben, den Abwasch erledigen…), hat sich der Appetit oft schon von selbst erledigt. Also: demnächst lieber einmal mehr darüber nachdenken, ob man jetzt wirklich etwas essen möchte.

Aber keine Sorge…

… wenn man sich ab und zu mal dabei erwischt, aus einem der oben erwähnten Gründe zu essen, ist das noch kein Beinbruch. Jeder weiß, dass Schokolade bei Liebeskummer manchmal der einzig wirksame Trost ist. Und jeder kennt die Situation, dass man in Stressphasen mehr isst, als sonst. Wenn das nicht zur Regel wird, ist das alles kein Grund zur Panik! Nachdenklich sollte man nur werden, wenn man Konflikten regelmäßig mit übermäßigem Essen begegnet – denn Schokolade kann vielleicht trösten, Probleme lösen kann sie aber nicht.

Bildquelle: iStock/InvisibleViva

Kommentare (9)

  • kenn ich ganz gut das problem ^^

  • Hmm... also wenn ich wirklich richtig großen Frust habe, kann ich gar nichts essen.

  • ich bin auch eine davon... [leider..]

  • frustesser yeah willkommen im club...

  • frustesser bekannt

  • mmmmmmmmmhhhhhhhhhhhhschokolade lechker

  • Oh Mann, das kenne ich...habe mir vorgenommen, dann Wasser zu trinken, aber Schoki schmeckt einfach besser :P

  • also jetzt bin ich mir ziemlich sicher dass ich zu dieser gruppe gehöre !!!

  • oohjeee, ich glaube, ich gehöre auch zu der Gruppe der Frustesser. Ok, ab jetzt wird aufgepasst! :)


Mehr zu Abnehmtipps