Reverse Dieting

Anders abnehmen

Reverse Dieting: Das revolutionäre Diät-Konzept

Susanne Faller am 08.11.2016 um 16:44 Uhr

Diäten gibt es wie Sand am Meer. Und diejenigen, die des Öfteren mal versuchen, ein paar Pfunde abzuspecken, kennen so ziemlich jedes einzelne Sandkorn. Zeit für etwas Neues! Hast Du schon mal was von Reverse Dieting gehört? Bei dieser Diät-Methode musst Du weder hungern, noch eine monotone Ernährungsumstellung (wir meinen Dich, Kohlsuppendiät!) ertragen. Wie die Reverse Diet funktioniert, erklären wir Dir hier.

Hungern macht nicht nur, nun ja, hungrig, sondern auch aggressiv und müde. Kurzum: Diäten, bei denen es auf eine drastische Reduktion der Kalorienzufuhr ankommt, können richtig anstrengend und zermürbend sein. Und nicht selten lauern Heißhungerattacken und der Jojo-Effekt schon um die nächste Ecke. Wie spart man sich also das ganze Diät-Drama? Indem man eine Methode findet, die den Magen nicht dazu nötigt, sich irgendwann selbst aufessen zu wollen und uns ununterbrochen von Pizza und Burgern träumen lässt. Hallo, Reverse Dieting!

Reverse Diet

Eine Diät, die rückwärts abläuft. Wie soll das funktionieren?!

Reverse Dieting: Abnehmen mal andersrum

Reverse Dieting, auf Deutsch „Umgekehrte Diät“, stellt Deine Ernährung auf den Kopf. Klingt verwirrend, ist aber schlichtweg clever. Das Geheimnis der Methode liegt darin, dass man auf keine der drei Hauptmahlzeiten am Tag verzichtet, sondern sie in ihrer Reihenfolge einfach umdreht. Wie jetzt, Frühstück zum Dinner und morgens gibt es Abendbrot? Ganz genau!

Die Umkehrung der Mahlzeiten soll bewirken, dass man morgens vor allem Eiweiß isst, das man sonst abends in Form eines Omelettes, eines Joghurts oder als Käse zu sich nimmt. Am Abend setzt man dagegen auf eine kleine Frühstücksportion, bei der sogar Kohlenhydrate, wenn auch in Maßen, erlaubt sind. So verhindert man, dass man irgendwann ungezügelten Appetit auf Pizza, Burger und Co. bekommt, überfordert den Magen aber trotzdem nicht, weil die Menge eben so gering ist. Zum Lunch gibt es eine Portion gesunde Lebensmittel, zum Beispiel Gemüse oder Hühnchen. Reverse Dieting verläuft mengentechnisch folglich nach dem altbekannten Spruch: „Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König, Abendessen wie ein Bettelmann.“ Eine sinnvolle Strategie, die hier zum Einsatz kommt. So ist garantiert, dass man nicht hungern muss.

Ideen für Mahlzeiten beim Reverse Dieting

Ehe Du Dir jetzt den Kopf zerbrechen musst, wie so ein paar Tage des Reverse Dietings aussehen könnten, haben wir hier ein paar Ideen für Frühstück, Mittag- und Abendessen:

  1. Frühstück: Ein Spiegelei mit Kochschinken und Tomate / Kräuterquark mit Gemüsesticks / Gebratener Fisch mit Spinat / Hähnchenbrust mit Brokkoli
  2. Mittagessen: Ein bunter Salat / Eine leckere Suppe (Suppen zum Abnehmen sind übrigens generell eine gute Idee!) / Eine Gemüsepfanne
  3. Abendessen: Eine kleine Schüssel Haferflocken mit Beeren / Ein Vollkornbrötchen mit etwas Marmelade / Chiapudding mit einer Prise Zimt

Zugegeben: An die deftigen, vergleichsweise großen Mahlzeiten am Morgen muss man sich erst mal gewöhnen. Den Stoffwechsel wird es allerdings freuen, weil er morgens die meiste Power hat und die Proteine prima den ganzen Tag verwerten kann, wodurch jene auch appetitzügelnd wirken. Abends ist ihm die kleine Auszeit mit geringer Kohlenhydrate-Zufuhr dagegen ganz lieb, da er so nicht mehr viel zu tun hat und sich nachts an eigenen (Fett-)Reserven bedienen kann.

Reverse Dieting

Ja, so könnte ein Frühstück bei einer umgedrehten Diät aussehen.

Wie lange sollte man Reverse Dieting durchziehen?

Am besten ist es, wenn man sich in einem Zeitraum von zwei Wochen an die Ernährungsumstellung gewöhnt. Wenn Du gut mit den umgedrehten Mahlzeiten zurechtkommst, dann kannst Du die Ernährung auch längerfristig auf diese Weise gestalten. Übrigens: Ausreichend Bewegung hilft natürlich, den Abnehm-Effekt zu verstärken und den Körper straff und fit zu halten.

Andere Bedeutung: Reverse Dieting bei Bodybuildern

Reverse Dieting hat noch eine andere Bedeutung. Fragst Du in Fitnesskreisen herum, dann erfährst Du, dass der Begriff auch für ein Ernährungsprogramm NACH einer Diät stehen kann. Hier geht es nämlich um die kritische Phase, in der es gilt, den Jojo-Effekt zu vermeiden. Dazu wird die Kalorienzufuhr, die während einer Diät stark heruntergefahren ist, bewusst langsam wieder an den Gesamtenergiebedarf hochgefahren (wie viele Kalorien Du am Tag zu Dir nehmen solltest, erfährst Du hier). Langsam heißt: Pro Woche werden 80 bis 150 Kalorien auf das tägliche Kalorienkonto addiert. So gewöhnt sich der Metabolismus langsam wieder an die Umstellung auf eine normale, ausgewogene Ernährung. Wenn Du also mal eine richtig strikte Diät durchziehst, dann ist diese Art des Reverse Dietings auch eine Methode, die Du mal ausprobieren kannst.

Bildquelle: iStock/gpointstudio, iStock/Antonio_Diaz, iStock/Elena_Danileiko


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