Maß halten

Basische Ernährung: Bleib‘ im Gleichgewicht

Anne Lüftneram 18.02.2016 um 17:58 Uhr

Basen und Säuren – diese Begriffe verbindest Du wahrscheinlich zuerst mit Deinen Chemiestunden in der Schule, doch auch in Deinem Körper spielen sie eine wichtige, ja sogar eine essentielle Rolle. Eine überwiegend basische Ernährung ist Grundstock für einen gesunden Körper, kann Krankheiten vorbeugen und sogar dazu beitragen, dass die Kilos etwas schneller schwinden.

Ernährungsempfehlungen gibt es wie Schokoladensorten in der Süßwarenabteilung, doch nicht jede von ihnen ist auch wirklich geeignet. Bei der basischen Ernährung sieht das etwas anders aus, denn mit diesem Umgang mit Lebensmitteln werden viele Probleme, die zu Krankheiten, Übergewicht oder Kraftlosigkeit führen beim Schopfe gepackt.

Mango ist perfekt für die basische Ernährung geeignet

Das Verhältnis von Basen und Säuren, die Du über Dein Essen und die Getränke aufnimmst, sollte stets im Gleichgewicht sein, damit Dein Körper einen pH-Wert von 7,4 halten kann. Dies ist die magische Grenze, die Aufschluss darüber gibt, ob Dein Säure-Basen-Haushalt im Lot ist – nur dann arbeitet Dein Stoffwechsel im vollen Umfang. Sinkt dieser Wert, übersäuert der Körper. Was das bedeutet, erfährst Du jetzt.

Basische Ernährung: Dann ist sie wichtig

Dein Körper ist eine Art Hochleitungsmaschine, die täglich alles daransetzt, dass Du gesund und fit bleibst. Auch um den Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht zu halten, hat er seine ganz eigene Methode: Er verfügt über Puffersysteme, die dann zum Einsatz kommen, wenn Du zu viele säurebildende Lebensmittel verzehrst. Zu dieser Gruppe zählen beispielsweise Koffein, Zucker, Milchprodukte und auch Wurst sowie Fleisch. Dein Blut, das Gewebe, die Lunge und auch die Nieren tragen in der Regel dazu bei, eine Übersäuerung des Körpers zu verhindern – doch dazu benötigt Dein Organismus Mineralstoffe und Spurenelemente, die er aus der „sauren“ Ernährung nicht gewinnen kann. An dieser Stelle wird eine basische Ernährung zum Hauptakteur, denn nur sie bewirkt eine Neutralisation der Säuren.

Basische Ernährung: Beugt Krankheiten vor

Dass die Basen in Deinem Körper nicht mehr in Unterzahl sind, ist daher so wichtig, da es sonst zu gesundheitlichen Problemen kommen kann. Fehlt es Deinem Organismus an Mineralstoffen, holt sich Dein Körper diese Bausteine aus seinen eigenen Ressourcen: Die Knochen, Zähne, Blutgefäße und sogar die Organe werden angegriffen, was sich früher oder später bemerkbar machen kann. Karies, Krampfadern oder brüchige Fingernägel sind nur einige der möglichen Folgen. Auch Osteoporose, Verstopfungen und Bandscheibenprobleme können aus dem Konsum falscher Lebensmittel resultieren, sodass Du mit einer Umstellung auf eine basische Ernährung Abhilfe schaffen musst.

Basische Ernährung: die 70/30-Regel

Dazu solltest Du zwei Wochen lang alle säurebildenden Lebensmittel verbannen. Das Fasten mit Suppe und das Streichen aller tierischen Eiweiße sind dafür empfehlenswerte Methoden. Um nun aber den idealen Säure-Basen-Haushalt herzustellen, wäre eine ausschließlich basische Ernährung nicht ausreichend, sodass Experten zu einem Basenüberschuss raten: 70 Prozent Deiner Ernährung sollte basisch sein, 30 Prozent stehen den Säuren zur Verfügung. Obst, Nüsse, Getreideflocken, Kartoffeln, Pilze, Kräutertee und allerlei Gemüsesorten (mit Ausnahme von Rosenkohl, Spargel und Artischocken) sind ab jetzt willkommen. Diese Lebensmittel sollten nun täglich einen Großteil Deiner basischen Ernährung bestimmen, doch natürlich dürfen ein paar Säuren für ein ausgewogenes Menü auch nicht fehlen. Zu den guten, im Sinne von gesunden und nährstoffreichen Säurebildnern, zählen unter anderem:

• Hülsenfrüchte
• Dinkel-Getreide
• Eier oder Fisch (ausschließlich Bio-Produkte)
• Mais
• Rohkost-Kakaopulver

Die basische Ernährung führt dazu, dass alle überschüssigen Säuren aus dem Körper geleitet werden und so ganz nebenbei auch Pilze, Bakterien und Viren nicht mehr lange überleben, da sie sich nur in einer sauren Umgebung wohlfühlen. So kannst Du auch Kopfschmerzen, Allergien und Hautsausschlägen entgegenwirken – und auch als Fettkiller hat sich die basische Ernährung bereits erwiesen.

Basische Ernährung für die Wunschfigur

Eine basische Ernährung hat gleich zwei positive Effekte auf Deine Figur. Zum einen minimierst Du durch das Weglassen von säurebildenden Lebensmitteln automatisch Deinen Verzehr von hochkalorischen Produkten wie Fast-Food, Pasta und Weizenbrot. Viel Obst, Kräuter und nährstoffreiches Dinkel füllen nun Deinen Speiseplan – und diese Ernährungsumstellung bleibt sicher auch auf der Waage nicht unbemerkt. Zum anderen lagert der Körper bei einer säurereichen Ernährung vermehrt Fettzellen an und der Abbau von Fett und Kohlenhydraten wird stark gehemmt. Ein langsamer Stoffwechsel und ein Magen, der öfter knurrt als gewohnt, sind die Folge. Eine basische Ernährung hilft dabei, diese Hürden zu beseitigen, denn Dein Stoffwechsel wird wieder aktiviert, sodass die eine oder andere leckere Sünde schneller ungeschehen gemacht wird und sich ein Diäterfolg einstellt.

Die basische Ernährung kann synonym zu einer durchweg ausgewogenen Ernährung gehandelt werden. Mit dem richtigen Mix aus Säuren und Basen verhinderst Du die Anlagerung von Fettzellen in Deinem Körper und entlastest diesen zudem bei seinen täglichen Aufgaben. Gesund, lecker und gar nicht so schwierig umzusetzen, oder?

Bildquelle: iStock/ nata_vkusidey

Kommentar (1)

  • Anne Lüftner am 18.02.2016 um 17:04 Uhr

    Hast Du die basische Ernährung schon getestet?


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